Samstag, 13. Juli 2013

HypoKit - ein MUSS für jeden Typ1er oder nicht?

Hallo Welt!

Ich surfte grade mal ein wenig durchs WWW zum Thema Diabetes und stieß mal wieder auf HypoKits.
Ein HypoKit besteht aus einer Glukagonspritze, welche mir von anderen im Falle einer sehr sehr starken Unterzuckerung verabreicht werden kann. Das Glukagon löst eine sofortige Zuckerausschüttung in der Leber aus und rettet mir in einer solchen Situation quasi das Leben.

Als ich im März meine Diaberaterin nach einer solchen Spritze fragte, meinte sie, ich hätte noch Zeit und muss mir jetzt nicht sofort eins besorgen.

So, und jetzt sind 4 Monate vorbei und ich habe immer noch keins. Ich mache ja auch regelmäßig Sport, und wie ich auch bereits berichtet habe, sinkt dabei mein BZ relativ stark ab, aber ich bezweifle zum Beispiel, dass ich alle Damen im Fitnessstudio einweisen könnte, mir im Falle eines Falles eine Spritze zu verabreichen.
Ich weiß, die Spritzen haben ein kurzes Haltbarkeitsdatum, und wenn man sie dann braucht, muss sich auch erstmal jemand finden, der einem die Spritze verabreichen kann/ sich traut sie zu verabreichen. Aber man will halt irgendwann genauso ausgestattet sein wie alle anderen ^^
Muss so eine Spritze verschrieben werden? Was kostet sie in der Apotheke?

Deswegen würde mich interessieren, ob ihr immer ein HypoKit vorrätig habt, ob es bei euch öfter benutzt werden muss?

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Kommentare:

  1. Also ich hab' daheim immer eins. Bei meinem Freund auch. Bisher hab' ich's zum Glück noch nie gebraucht (niedrigster Blutzucker: 16 mg/dl und ich lag happy DVD-schauend im Bett).
    Sinnvoll ist das Ding ja schon, wenn man jemanden hat, der weiß, wie es funktioniert, aber so im Alltag ist es halt auch nicht so easy zu integrieren.

    Ich würde wohl am Ende dann doch den Notarzt bevorzugen, wenn ich irgendwo dann doch mal umkippe und keinen dabei hab', der weiß, was los ist.
    Aber dann muss auf jeden Fall erkennbar sein, dass ich Diabetes hab' - dafür müsste ich mir mal was einfallen lassen, ich finde nämlich diese Armbänder grausam hässlich und tätowieren lassen will ich's mir eigentlich auch nicht (was ja in den USA erschreckend viele mit Stolz tun, find' das krass, obwohl ich Tattoos liebe)...

    ♥ Lu

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    1. jaaa sich zu 'markieren' find ich auch schwierig... Die Diabetes-Tattoos die man so sieht sind ganz ganz furchtbar. :/ Hatte mir ein Tattoo überlegt aber daran erkennt man gar nix ^^ hilft also nicht als 'Markierung'. Schöne Armbänder und Ketten suche ich noch vergeblich... Das ist echt schade.
      Werd das mal bei der Schulung nächste Woche ansprechen, bin gespannt, wie viele der Damen Glukagonspritzen haben und was meine Beraterin sagt!

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  2. Sind aber auch verdammt hilfreich, wenn man sich "das Essen noch mal durch den Kopf gehen lässt", also bei Magen Darm-Kram und so. Wenn der Zucker da einfach auf Hypo Level bleibt und Kohlenhydrate einfach nicht drin bleiben wollen :)
    Und ja, diese Ami-Diabetes-Tattoo Hype ist echt krass. Armbänder sind in der Tat hässlich, aber ganz ehrlich da achtet auch niemand drauf. Im Notfall haben die Sanitäter sicher Besseres zu tun als erstml nach Armbändern, Ketten, Tattoos, Ausweisen etc zu suchen. Da hilft nur eins, auf die Stirn malen! :D

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  3. Ich hab so ein Ding auch daheim, und meine Freundin konnte in der Diapraxis mal ein abgelaufenes Exemplar in der Handhabung testen. Ich hoffe aber, dass es nie zum Einsatz kommen wird. Aber lustige Anekdote: In der Diapraxis war mal ein Patient, der sich im Quartal acht solcher Spritzen hat verschreiben lassen. Da wurde man dann doch irgendwann stutzig ob der vielen schweren Hypos, die der Patient wohl haben müsste. Es stellte sich dann heraus, dass er einfach kein Traubenzucker mochte und lieber dieses Hypokit benutzt hat. Ähm, ja.

    Wichtig anzumerken wäre natürlich noch, dass es nicht wirkt, wenn der Zucker aus der Leber bereits freigesetzt wurde (nach intensivem Sport z.B.).

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