Montag, 23. September 2013

Tagebuch führen... Wie motiviert ihr euch immer wieder?

Hallo ihr da draußen vor euren eigenen Bildschirmen!

Heute will ich mal ein Thema ansprechen, welches mich die letzten Wochen immer wieder sehr beschäftigt hat.
Thema: Tagebuch führen.
Es sei jetzt mal außen vor, ob ihr klassisch mit Stift und Büchlein Tagebuch führt, eine Software oder eine App habt.
Aber wie schafft ihr es, euch immer wieder zum Tagebuchschreiben zu motivieren?

Letzte 24 Stunden - Nüscht eingetragen.
Ich bin nach wie vor großer Fan von der App mySugr, das habt ihr, wenn ihr schon ein Weilchen mitlest, sicher auch mitbekommen.
Mein Monster hat einen Namen, es macht mir Spaß, dort Werte und anderes einzutragen, Punkte zu sammeln. Und trotzdem erwische ich mich dabei, wie ich mal einen Tag komplett verpeilt habe, etwas einzugeben. Manchmal hab ich sogar ein paar Tage oder eine Woche, in der ich nichts eingetragen habe, und erschrecke dann ein wenig, wenn ich es bemerke. Oft ertappe ich mich in einem Gespräch mit jemandem, während ich messe, und denke mir dann "Ach, ich hol jetzt nicht mein Handy raus, das wäre unfreundlich, ich mach es später!" - mach es dann aber nicht.
Gut, das BZ-Messgerät speichert ja die gemessenen Werte immer eine Weile. Aber was nützt es mir, am Ende nur die BZ-Werte ohne IE oder BE oder Stimmung nachzutragen? Denn das sind Faktoren, die sich nicht im Messgerät abspeichern und die ich nach ein paar Stunden oft auch schon vergessen habe, sollte ich sie nicht notiert haben. Und dann? Dann sind diese Infos weg, und sollte ich in ein paar Monaten mal genau diese Infos brauchen (sei es für einen Pumpenantrag oder Ähnliches), muss ich mir Werte aus der Nase ziehen und hat dann irgendjemand was davon? Ich, und zwar nen Haufen Arbeit. Mindestens.

Na los, Tiffy will einen Eintrag sehen!
Es nervt mich auf Dauer wirklich selbst, und trotzdem schaff ich es, nicht immer gleich meine Werte in die App einzutragen. Manchmal läufts tagelang gut, und dann irgendwie verlier ich doch wieder den Faden.
Also was machen? Sich abends den Wecker stellen und alles nachtragen? Schonungslos nach jeder Messung einfach das Tagebuch/ die App hervorholen und einfach mal machen? Wie schafft man es dauerhaft, das Tagebuchführen in seine Routine einzubetten, über einen großen Zeitraum? Gibt es hier wirklich Tipps, oder ist am Ende doch jeder einzelne dafür verantwortlich und muss sich jedes Mal selbst in den Allerwertesten treten, damit es funktioniert?  Wie macht ihr das? Wie machen das Leute, die Softwares oder echte Tagebücher benutzen? Ich würde wirklich gern mal was zu eurer Routine oder Erfahrung hören.
In diesem Sinne, ich hoffe, ihr bringt die Tastaturen zum Glühen!

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Kommentare:

  1. Also, ich hab auch jahrelang kein Tagebuch geführt. Seit ich letztes Jahr August jeden Monat zum DiaDoc bin und mich selbst wieder für meinen Diabetes begeistern konnte, fällt es mir mittlerweile nicht schwer, Tagebuch zu führen. Ich habe von meiner Freundin eine tolle Diabetestasche bekommen, in der auch mein Tagebuch platz hat. Ich benutze noch ein ganz altmodisches Papiertagebuch. Warum, kann ich nicht genau sagen, es ist einfach am bequemsten für MICH. Auf jeden Fall nehme ich also immer zum Messgerät mein Tagebuch mit und ich muss gestehen: nach jedem Messen (bis auf ganz wenige Ausnahmen) trage ich es ein. Es gibt kaum einen Tag, den ich komplett nachtragen muss. Ich glaube, es liegt bei mir einfach daran, dass ich meinen Erfolg einfach sofort sehen will. Erfolg in dem Sinne, dass ich an mir gearbeitet habe und eine Regelmäßigkeit in mein Leben bringen konnte - endlich! Ich weiß nicht, ob es ein Patentrezept gibt, sich ans regelmäßige Eintragen zu gewöhnen. Aber man sollte einfach im Hinterkopf behalten, dass es einem selber nur nützt. Wie du schon sagtest, wenn mans nicht sofort macht, vergisst mans schnell und hat hinterher einen haufen Arbeit. Vielleicht hilft dir das ja dabei, dich gleich dranzusetzen und zu machen :)

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  2. Ich habe seit einigen Jahren SiDiary auf meinem Smartphone und mache auch relativ regelmäßig meine Eintragungen. Im Urlaub oder auf Reisen gelingt mir das zwar nicht immer ganz, aber im Alltag sind das dann meistens ganz detaillierte Aufzeichnungen. Warum sich also die Mühe machen? Meine Werte sind seit ich Aufzeichnungen mache wesentlich stabiler geworden. Das BZ-Tagebuch ist auch eine große Hilfe, um schnell noch einmal nachzuschauen, wann ich zuletzt gebolt habe. Das ist zB vorm Sport immer ne große Hilfe! In diesem Sinne, meine Motivation sind gute Werte und das klappt meist recht gut!
    Viele Grüße
    Rasko

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  3. Naja, ich könnte mich überhaupt nicht motivieren, wenn ich wüsste, dass ich mehr mache als notwendig. Ich bevorzuge, meine BZ-Werte im Messgerät zu editieren und dort direkt BE und Insulin zu speichern. Damit muss ich keine BZ-Werte von Hand irgendwo eintippen (mysugr) und benötige auch kein zweites Gerät in der Hand. Das Handy kann in der Hose bleiben...
    Mit demselben Verständnis wähle ich auch meine Messgeräte aus. Warum müssen die so Gross sein wie eine Fernbedienung oder 2 Zigarettenschachteln, wenn es auch kleiner und kompakter geht?
    Mein Vorschlag ist also Redundanzen zu vermeiden und den erforderlichen Aufwand auf das Nötigste zu reduzieren. Natürlich ist dabei jeder frei, "das Nötigste" für sich selbst zu definieren. Für mich gehören z.B. Fotos meines Essens (mySugr) nicht unbedingt dazu. Wer das aber braucht, ist ggf. mit Datenübertragungen gut bedient.
    (Wen es interessiert: Ich verwende das Contour Next USB von Bayer)
    Aber auch mit einer durchoptimierten Dokumentation ist man wohl vor Motivationslöchern nicht geschützt. Vielleicht kann man sich ja dadurch motivieren, dass diese Phasen auch wieder abgelöst werden und auch wieder bessere (diszipliniertere?) Zeiten kommen...

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