Freitag, 17. Januar 2014

Und immer wieder von vorne loslegen...

Moin ihr Lieben!

Ja, wo soll ich anfangen... Ich glaube meine Remissionsphase hat gerade eine Rebellionsphase. Sie will bleiben. Die Zellen wollen leben. :D
Viele Monate sind wir jetzt zusammen so vor uns hingedümpelt, ich wollte, dass die Zellen endlich alle tot sind, damit ich endlich "richtig" loslegen kann (Pumpe etc. ist in der Remi ja noch nicht wirklich ein Thema). Sie wollte nie so wirklich gehen.

Seit ein paar Tagen ist sie wieder richtig zurück. Who's back?!, würde Michael Jackson jetzt singen. Und ich würde Antworten: Meine Remi und zwar in vollem Ausmaß.

Ich bin in den letzten Tagen so oft unterzuckert wie schon lange nicht mehr. Generell habe ich meinen BZ ziemlich gut unter Kontrolle, zumindest was das Absinken angeht. Dachte ich.
Meine Hypo-Vorräte von letzter Woche sind fast schon wieder aufgebraucht. Und das Problem ist, dass mir viel zuckerhaltige Nahrung nicht sehr gut bekommt. Es schlägt mir auf den Magen. Mein Stoffwechsel spielt verrückt.
Das alles zusammen nervt mich gerade gewaltig. Wieder testen, wieder abwägen, wieder ändern. So wird es wohl immer sein. Nur versteht das um mich herum nicht wirklich jemand (bis auf die Typ1er natürlich). Gestern meinte jemand zu mir, das ist was Hormonelles und das könnte ich durch meine Gedanken steuern. Ja, stimmt. Wieso heile ich mich nicht gleich einfach selbst durch meine Gedanken? Qualifizierte Beiträge en Masse. Und dass ich heute wieder verschlafen habe und zu spät zur Arbeit genommen bin, genau wie gestern, weil ich, genau wie gestern, mitten in der Nacht ne krasse Hypo hatte und das einfach schlaucht, glaubt mir meine Chefin vielleicht auch nur noch so semi. Dafür bräuchte ich einfach mehr Erklärungszeit, die ich nicht habe.

Ich werde jetzt, bis ich Zeit für einen Faktortest finde, erstmal wieder zu meinem vorsichtigen Spritzen zurückkehren, von dem ich gerade eigentlich endlich Abschied genommen habe, endlich mutiger geworden bin. Naja, was willste machen?

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Kommentare:

  1. Hallo Tine!
    Die Remission ist einfach unberechenbar aber teils ganz gut um sich sagen wir mal sich an den Diabetes zu gewöhnen! Als ich 1991 meinen Diabetes bekam funktionierten meine Zellen erst ca. ein Dreivirtel Jahr überhaupt nicht. Erst dann kam langsam die Remissionsphase und ich brauchte dann für gute 12 Monate gar kein Insulin mehr und konnte alles ganz normal essen!
    Leider Verschlechterten sich dann die BZ Werte innerhalb von nur zwei Wochen dermaßen das ich dann sogar ins Koma fiel und seitdem nun doch wieder ein (vollwertiger) Diabetiker bin!
    Die Ärzte (und auch ich) hatten damals geglaubt und ich gehofft das ich wieder geheilt war. Erklären konnte mir das bis heute keiner was da los war aber ich bin froh das ich die Chance bekommen habe doch noch für ein Jahr von der Diabetes-Sau verschont geblieben bin!

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  2. Hallo Tine, meine Zellen sind seit einer Grippe im Frühjahr 2012 alle tot und trotzdem gibt es bei mir Zeiten, wo ich aus hormonellen Gründen sehr viel weniger Insulin brauche als sonst (Sport, viel unterwegs und in Bewegung sein, Früh-Schwangerschaft). Du siehst: es ist und bleibt unberechenbar. Gerne hätten wir alle mal Ruhe im Sturm des Wasserglases, aber das ist leider nicht so. Mach Dir keinen Stress, keep calm and holf on! Jeah!!! LG, Melanie

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