Dienstag, 4. Februar 2014

Pieksstellen - Ich brauche Tipps, glaube ich...

Moin ihr!

Momentan mache ich mir sehr viele Gedanken über meine Pieksstellen fürs Blutzuckermessen.
Ich habe das Gefühl, dass ich mir mit der Stechhilfe immer an die gleichen Stellen pieke und ich weiß nicht, ob das gut ist.

Analysieren wir mal meine Vermutungen anhand meiner bevorzugten Pieksstellen.
Zuallererst gibt es da ja nur sechs Finger, die in Frage kommen. Mittel-, Ring-, und kleiner Finger und das jeweils an der rechten und an der linken Hand. Zeigefinger und Daumen bleiben verschont. Die Finger versuche ich regelmäßig durchzuwechseln. Ich habe da jetzt kein großartiges Schema oder einen Zählreim, aber ich versuche wirklich durchzuwechseln.
Der Piek wird direkt in die Seite der Fingerbeere gesetzt. Nicht direkt oben an der Fingerkuppe - da sitzen so viele Nerven, die brauch ich noch zum Tasten :) .

Jetzt habe ich aber das Gefühl, dass eben diese Seiten der Fingerkuppe von mir zu sehr ausgereizt werden, weil ich nämlich nur an der oberen Hälfte ohne starkes Drücken und ohne große Anstrengungen eine geeignete Menge Blut bekomme. Ich zeichne euch das nochmal auf:

 
Macht das Sinn für euch? Bisschen krakelig, aber ich hoffe, ihr versteht es. Auf jeden Fall habe ich das Gefühl, dass ich die Seiten meiner Finger noch besser ausnutzen könnte. Oft fallen mir nämlich die kleinen dunklen Punkte aka abheilende Piekser auf. Und dann denke ich zurück an den Satz der Frau, die mir mein erstes Messgerät gegeben hat: "Guck mal, meine Hände. Ich bin jetzt 20 Jahre lang Diabetikerin und meine Hände sind immer noch weich und man sieht ihnen nichts an!" 

Jetzt meine Frage an euch: Mach ich das richtig? Macht ihr das genauso? Welche Tipps habt ihr noch für mich? 
Nach über 10 Monaten habe ich immer noch nicht das Gefühl, hier 100% Profi zu sein. Aber ich habe einfach die Befürchtung, dass ich nur aus den Stellen ordentlich Blut bekomme, ohne mir einen abzuquetschen. 
Gerne lese ich, was ihr dazu zu sagen habt.
Danke.

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Kommentare:

  1. Was z.B. hilft, ohne viel Quetscherei an Blut zu kommen, ist, die Hände vor dem Messen mit warmem Wasser zu waschen. Waschen soll man ja eh nach Möglichkeit immer und ich habe bei mir entdeckt, dass das Blut dann irgendwie besser fließt, wenn ich die Hände vorher unter warmes Wasser halte. Vielleicht hilft dir das ja auch :)
    Ansonsten sollte man wirklich drauf achten die Lanzetten häufig zu wechseln...das ist ja vom Prinzip her das gleiche wie bei den Pennadeln. Je länger in Betrieb, desto stumpfer, desto "größer" das Loch...:)

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  2. Ich weiß leider auch nicht, was ich falsch mache.
    Meine Finger sehen seitlich oben nach 2 Jahren einfach durchlöchert aus.
    Obwohl ich oft sowohl Stelle als auch Lanzette wechsle!

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  3. Hey,
    hab auch meine Lieblingsstellen aber merke dann, dass wenn ich sie zu oft nutze, da leichte Verhornungen bekomme. Nimmst Du nur eine Seite vom Finger? Ich hab mir angewöhnt, beide Seiten vom Finger zu nehmen. Und wenn ich dran denke (was selten der Fall ist) nehme ich jeden Tag ne andere Hand, so werden die Stellen nicht so arg gereizt.

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  4. Hey Tine, willst du denn unbedingt in die Fingerbeere pieksen? Steche dort genauso wie du. Alternativ geht noch Handballen (in etwa so genau wie der "Fingerblutwert") oder Oberseite Unterarm (Wert ca 20 min verzögert, bei Hypo-Gefühl definitiv nicht zu empfehlen) - dazu nehm ich aber ne Stechhilfe mit einem anderen Aufsatz.
    Mein ultimativer Tipp: BD Micro Fine 0,20mm 33G sind seit Jahreeeen die feinsten Piekser. Ich hab kaum Hornhaut und piekse auch mit Stechtiefe 1 am Finger und Handballen, am Arm 2. Kannst du auch mal ausprobieren.
    Ich creme auch jeden Abend meine Hände mit Handcreme ein - brauch ich wohl aber auch, weil ich eh zu trockenen Händen neige.
    liebe Grüße, Beate (haben uns am Typ1-Tag flüchtig kennengelernt)

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  5. hm...ich versuche auch immer die finger durchzuwechseln und darauf zu achten, dass ich nicht immer nur in eine bestimmte seite des fingers steche. dann die hände (je nachdem wie kalt sie sind) reiben bzw. unter warmes wasser halten und/ oder blut in die finger schütteln und/ oder das blut stauen. wenn es schnell gehen muss, ich mitten in der u-bahn stehe, es draußen kalt ist oder das messgerät mehr blut verlangt, als der angestochene finger hergeben will, dann müssen allerdings oft die kleinen finger herhalten. da geht immer was *juhu*

    ansonsten regelmäßig die lanzette wechseln und die stechtiefe (heißt das so?) so gering wie nötig einstellen. das klappt bei mir bisher ganz gut.
    allerdings sind die lanzetten von meinem accuchek mobile auch echt genail! ich hatte davor eine andere stechhilfe und die hat mir richtige krater in die finger gehauen.

    ach ja, mein cousin (ebenfalls 1er-typ) hat jedem wochentag einen anderen finger zum stechen zugeordnet. er schwört auf die methode.

    Grüßle, Anja

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  6. Wenn ich mir das Foto so ansehe, würde ich sagen, dreh die Hand doch mal um. Dann kommt man dem Pieker gut an die andere Seite der Finger und das macht dann 12 verschiedene Oberflächen zum anzapfen. So mach ich das, und mit den heutigen Nadeln (z.B. Fastclix) ist das doch schon ein großer Unterschied. Habe vor drei Jahren mit einem konventionellen "Schlachtermesser" von Bayer mit diesen Lanzetten angefangen ;-) Und nach einem schönen Bad sind auch alle schwarzen Punkte wie weggezaubert. Liebe Grüße von Melanie

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  7. Hallo,

    aprospos Pieksten: Die Basics werden immer wieder falsch gemacht. In unserer Sprechstunde im medicum Hamburg empfehlen wir: Zuerst  Deine Hände immer gründlich, am besten mit lauwarmen Wasser, zu waschen. Das fördert die Durchblutung.
    Dann seitlich der Fingerbeere stechen- da wo es etwas „fleischiger“ ist, nicht zu dicht am Fingernagel und so das Blut sanft herausstreichen.
    Die Lanzette ruhig nach jeder Messung wechseln und im Anschluss die Hände gut pflegen/ eincremen.
    Dann sollte es auch mit dem Pieksen auf Dauer gut klappen.

    LG MR

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