Dienstag, 4. März 2014

It ain't over till it's over...

Moin ihr!

Woran merkt man, dass die Remission vermutlich dann bald vorbei ist?
Daran, dass die Werte mit dem üblichen Spritzen immer unansehnlicher werden und man mehr und mehr korrigieren muss.

Top.

Ich vermute ja, dass das Levemir meine restlichen Zellen getötet hat :D Wissenschaftlich natürlich nicht bestätigt. Aber vielleicht hat mir meine DiaBeraterin mit dem Wechsel einen Gefallen getan.
Das ist ja aber auch genau das, was ich mir schon so lange wünsche. Endlich keine Remission mehr... Aber! Pünktlich zum ersten Geburtstag meines Diabetes Mellitus Typ 1 darf ich jetzt quasi Faktoren neu bestimmen, Basal austesten, BE-Wirkung und IE-Wirkung analysieren. Alles neu!
Dafür bräuchte ich ungefähr eine Woche Urlaub und gute Nerven. Nur blöd, dass ich mir die Zeit dafür aktuell nicht nehmen kann, und auch was Nerven angeht, ist mein Regal grade ziemlich leer. Dazu kommt, dass, wenn ich jetzt alles austesten würde, es sich vielleicht in ein paar Wochen wieder alles ändert, weil dann noch weitere Zellen gestorben sind.

Ichweißnichtwasichtunsoll :(
Die Frage ist jetzt also:
Was tun? Einfach weiterspritzen, bis die Zeit da ist? Wann merkt man, dass die Zeit da ist? Immer weiter blauäugig drauflos schätzen, ob es dieses Mal reicht und dann bei Bedarf korrigieren? Wie habt ihr das so gemacht? War euer Remissions-Ende aprupt, so dass ihr akut handeln musstet?
Erzählt mir mehr... ich hab keine Ahnung, wie ich jetzt vorgehen soll...

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Kommentare:

  1. Bin da auch gerade drin und ich muss schon sagen, es ist mal wieder die unpassendste Zeit überhaupt :D
    Mitten im Abiturstress, denn mein letzter Monat Schule ist angebrochen und da muss man doch schon viel tun und arbeiten.
    Gerade hatte ich eine perfekte Basaleinstellung und tolle Morgenwerte, seit einer Woche sind sie nun wieder zu hoch, egal was ich tue, grr!

    Ich spitze immer ein wenig mehr und notiere alles fleißig und gucke mir dann abends an, wo ich am nächsten Tag noch ein bisschen mehr spritzen sollte oder ob es etwas anderes zu beachten gibt.

    Viel "Glück" dir ♥

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  2. Ich seh das immer kritisch mit dem "Urlaub nehmen". Im Urlaub läuft doch sowieso das meiste anders als im Alltag.
    Wenn's also an eine Um-/Neueintellung geht, dann würde ich mich auch lieber vorsichtig rantasten, alles notieren und abends analysieren, was ich am nächsten Tag ändern kann.
    Dabei lieber in kleinen Schritten vorgehen, eine Änderung nicht nur einen Tag beobachten, sondern lieber zwei oder drei Tage lang, und auf eventuelle Hypos vorbereitet sein.
    Toitoitoi, du schaffst das! :)

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    1. Den Urlaub würde ich mir nehmen wollen, um die ganzen Tests zu machen. Ich will einfach nicht zur Arbeit gehen und bis 12 nichts essen dürfen, damit der Basaltest stimmt. Da ist die Laune und Arbeitsfähigkeit einfach ziemlich unten. Ansonsten hast du natürlich Recht, es muss auf den Alltag angepasst sein.

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    2. Ich halte das immer ganz gut aus. Und ich weiß eben bei mir selbst, wenn ich zwischen 6 und 12 einen Basaltest zuhause machen soll, ich würde mich null bewegen und der Test wäre für mich wenig aussagekräftig. (Ich weiß schon, dass der Basaltest ja wirklich nur das Basal austesten soll, aber trotzdem. Laborbedingungen eben.)
      Aber Wochenenden gibt's ja auch noch ;)

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  3. Hallo Tine,
    ich verstehe gut, dass Dich die Situation Nerven kostet. Gerade eingewöhnt, ist nun wieder alles anders.
    Meiner Erfahrung nach (ich bin Ärztin und arbeite diabetologisch in Deutschlands größter Diabetesschwerpunktpraxis medicum Hamburg) ist Ausklingen der Honeymoon-Phase sehr unterschiedlich und wenig berechenbar, da es von diversen Faktoren abhängig ist (Infektionen, Stress und andere Ursachen, die Blutzuckerschwankungen begünstigen) und meist Schubweise verläuft. Also auch hier gilt wieder: kein Diabetesverlauf ist wie der andere.
    Ich rate Dir trotzdem, Deine Kräfte zu sammeln und einen Basalratentest zu machen, auch wenn Du diesen vielleicht bald wiederholen musst. Mit einer Stoffwechselentgleisung tust Du Dir auch nichts Gutes und es wird dann schwieriger, die Werte wieder einzufangen. Ich empfehle zur Nervenschonung häufig, die einzelnen Teile des Basalratentests nicht an aufeinander folgenden Tagen zu machen, sondern mindestens einen Tag Pause zu machen. So ist der Berg vor Dir in einzelne Etappen unterteilt.
    Ich wünsche Dir Kraft und starke Nerven, Anne Schwarz

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