Donnerstag, 26. Juni 2014

Ja, nein, vielleicht, jein?!

Moin ihr!

In letzter Zeit machte ich mir immer öfter Gedanken zum Thema 'Behindertenausweis'.
Ich hab noch keinen, aber oft schon mitbekommen, wie jemand den Versuch startete, ihn zu beantragen. Habt ihr einen?
Im Moment bin ich Studentin. Das wird noch eine Weile so andauern und ich rechne damit, danach Selbstständig sein zu müssen. Das bringt der Job einfach automatisch mit. Aber wie ist es da - bringt es mir etwas?

Und möchte ich überhaupt einen Behindertenausweis? Möchte ich das?

Möchte ich überhaupt den Stress entgegennehmen, den es anzunehmen gilt, wenn man ihn beantragt?



Ich würde mich freuen, wenn hier eine kleine Diskussion zum Thema entstehen würde und ihr mir von euren Erfahrungen berichtet!


In diesem Sinne,

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Kommentare:

  1. Nach vielen Überlegungen, habe ich meins beantragt... Mal schauen... Es soll sich alles verschärft haben und es soll nicht mehr so ganz einfach sein, den 50 Grad zu bekommen. ich berichte...

    GLG Amice

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  2. Ich bin auch am Überlegen einen zu beantragen... Muss mich mal bei meinem DiaDoc erkundigen was der davon hält.

    LG Kerstin

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  3. Hallo Tine,
    kein ganz leichtes Thema und es gibt viiieele Meinungen dazu... Ich habe meinen Behindertenausweis auch erst seit knapp 2 Monaten, es ist also noch nicht lange her, da habe ich mich mit den gleichen/ähnlichen Fragen rumgeschlagen. Basic-Infos: bin 32 Jahre, Typ 1 seit meinem 10. Lebensjahr, Pumpe. Ich habe mich all die Jahre ganz bewusst gegen den Ausweis entschieden, weil ich der Meinung war/bin, ich bin zwar Diabetikerin, aber nicht behindert. Als dann aber beruflich in meinem Büro Stellen abgebaut wurden, erinnerte ich mich an den Sonderkündigungsschutz der mit dem Ausweis verbunden ist und habe mich mit dem Thema nochmals beschäftigt. Und schnell wurde klar, dass es diesbezüglich auf jeden Fall Vorteile hat. Und ehrlich gesagt, ich bleibe dabei, ich fühle mich in dem Sinne nicht behindert, aber wir plagen uns trotz alledem Tag ein Tag aus schon mit soo vielen Dingen rum die anderen Menschen erspart bleiben, warum darf ich mir dann nicht auch mal irgendwo einen "Vorteil" verschaffen... Meine Bedingung war nur, wenn ich den beantrage, dann will ich auch wirklich die 50% haben (Sonderkündigungsschutz, steuerliche Vorteile, ...), denn alles was darunter ist, ist dann nicht mehr der SCHWER-Behindertenausweis, sondern quasi der undankbare vierte Platz... Habe dann mit meinem Doc drüber gesprochen und der sah darin gar kein Problem. Er sagte, als Pumpenträger ist man eigentlich sowieso schon ganz gut dabei. Und dann ging es relativ "schnell". Antrag ausgefüllt und BZ-Tagebuch (!!!) beigefügt und abgeschickt. Das Tagebuch ist elementar! Ganz nach dem Motto viel hilft viel habe ich mich für 6 Monate Dokumentation entschieden, denn das müssen die erstmal alles prüfen... ;) da ich aber meine Daten ausgiebig in einer App speichere (inklusive Sport und sonstigen Ereignissen) musste ich das einfach nur ausdrucken. Und nach 3 Monaten hatte ich den Status "Schwebehindert" also 50%. Wichtig ist nur, dass man seine angegebenen behandelnden Ärzte darüber informiert, denn die müssen einen Bericht dazu verfassen und sollten vorgewarnt sein.
    Du siehst, das war kein großer Aufwand. Im Kleingedruckten steht dann allerdings, ich habe meinen Job verloren und im Endeffekt von dem Sonderkündigungsschutz keinen Gebrauch gemacht, denn in dem Moment wenn einem mitgeteilt wird, dass man das Unternehmen verlassen soll, haben die sich bereits gegen einen entschieden, und möchte man wirklich noch da arbeiten wo man wissentlich nicht erwünscht ist?! nein! Das steht aber auf einem ganz anderen Zettel... Ich bin allerdings mal gespannt, inwieweit sich der Ausweis in meinem laufenden Bewerbungsverfahren als Vor- oder Nachteil erweist, oder bestenfalls gar nicht zur Sprache kommt...
    So, das auf die schnelle zu meinen Erfahrungen mit dem Thema. Zusammengefasst kann ich nur sagen, es ist nicht stressig den Ausweis zu beantragen, man sollte sich aber Gedanken dazu machen ob man mit dem Status "Schwerbehindert" leben kann/will... ich kann! Vielleicht hilft dir das ja etwas weiter bei deiner Entscheidungsfindung...
    liebe Grüße, Kathrin :)

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