Seiten

Dienstag, 20. August 2013

Möchte ich eine Pumpe?- Macht eine Pumpe Sinn? - Kriege ich eine Pumpe?

Hallo Welt,

heute morgen hatte ich eine kurze Unterhaltung auf Twitter. Es ging um meine Remission, und dass ich mittlerweile morgens schon einige Einheiten mehr Insulin benötige, so wie ich vor der Remission auch bereits morgens meinen höchsten Faktor hatte (2). Mit Pumpe könne das alles so einfach eingestellt sein, und für jedes Problem gäbe es eine Lösung, sagte man mir.

Daraufhin überlegte ich.

Als ich das letzte mal bei meiner DiaBeraterin (NICHT die coole, die mich motiviert hat, sondern die, die die...sagen wir mal Basic-Schulungen macht, die mir ja momentan auch schon zu wenig Inhalt haben) das Thema Pumpe erwähnt hatte, meinte sie zu mir, das hätte ja noch Zeit und dauert ja noch, bis ich mich mit dem Thema befassen müsse. Und auch im WWW lese ich oft, dass man Pumpen erst nach einem halben oder mehreren Jahren Diabetes beantragen darf. Im Gegensatz dazu wiederum lese ich an anderen Stellen oft von Kindern, die sofort nach der Diagnose eine Pumpe bekommen (und Eltern die sich damit total überfordert fühlen... aber das ist eine andere Geschichte). Ist das eine Sonderregelung oder bin ich einfach falsch informiert?

Ganz ehrlich, ich kann euch nicht sagen, ob ich eine Pumpe möchte. Das liegt aber daran, dass ich es noch nicht ausprobiert habe. Ich weiß nicht, ob meine Werte damit, trotz Remission, gut sein werden oder wie ich es finde, dass da dauerhaft etwas an mir hängt. Aber will ich es wissen? HELL YES!

OmniPod-Dummy

Ich werde morgen nach der Schulung einen Termin bei meiner ürsprünglichen coolen DiaBeraterin machen und mal hören, was sie dazu sagt.

Was sagt ihr denn? Ab wann sollte man eine Pumpe haben dürfen? Bringt mir das mit so ner halben Remission überhaupt was? Habt ihr eine Pumpe und seit wann? Sollte ich versuchen, so schnell wie möglich eine zu bekommen und zu lernen mit ihr umzugehen, damit ich mich, sobald die Remission um ist, damit weiterhin perfekt um meine Werte kümmern kann?

Bin auf eure Antworten gespannt!


x

6 Kommentare:

  1. Also aus meiner Sicht und nach fast fünf Jahren die ich mit der D Bitch verbracht habe, kann ich sagen ich möchte eine Pumpe. Und nicht etwa, weil ich denke das dadurch auf einmal alles einfacher wird (Probleme wirds auch mit Pumpe geben, nur eben andere ), sondern weil ich der Meinung bin dass mit einer Pumpe die Funktion der Bauchspeicheldrüse viel besser nachgeahmt werden kann als mit ICT bzw. Pens. Denn anstatt sich grössere Mengen Insulin ins Fettgewebe zu spritzen, welches von dort dann unterschiedlich schnell (je nach Injektionstelle) resorbiert wird, arbeitet eine Insulinpumpe nach einem anderen Prinzip. Hier wird kontinuierlich eine festgelegte Menge Insulin an den Körper abgegeben,ebenso wie es bei einer intakten Bauchspeicheldrüse auch der Fall wäre. Zu den Mahlzeiten wird diese Menge, entsprechend der vertilgten Kohlenhydrate erhöht (Mahlzeiten Bonus). Auch wie bei einer echten Bauchspeicheldrüse. Der Körper eines gesunden Menschen regelt bei körperlicher
    Belastung automatisch die Insulinausschüttung herunter und setzt
    gespeicherte Zuckerreserven (Glykogen) frei. Mit anderen Worten
    bedeutet das, die benötigte Energie wird nun nicht mehr primär aus
    der Glukose im Blut gewonnen, sondern aus den Zuckerspeichern
    abgerufen. Auch diese Insulineinsparung lässt sich mit der Pumpe viel einfacher und vor allem spontaner vornehmen als unter der ICT. Hinzu kommt noch dass der Körper durch die "Dauerbefeuerung" mit Insulin auch Insulinempfindlicher wird und weniger Insulin benötigt.Das sind für mich persönlich die Gründe warum ich gern eine Pumpe hätte. Natürlich kostet so ein Gerät ne Menge und das wird auch der Grund sein warum Ärzte/und Krankenkassen sich gern Zeit mit der Verordnung / Genehmigung lassen. Ob es Sinn macht ein Pumpe in der Remission einzusetzen, kann ich Dir nicht sagen. Vom Prinzip her sollte das aber möglich sein, denn die Basalrate der Pumpe kann ja leicht angepasst werden.

    AntwortenLöschen
  2. Ich habe seit 15 Jahren Diabetes und habe die Pumpe jetzt schon 4 Jahre :) Bevor ich mich dazu entschloss, hatte ich voll den Horror davor: Zu gruslig sah das ganze aus, zu grob, zu umständlich. Aber meine Kinderärztin versicherte mir, dass ich nur so meinen Diabetes in den Griff bekomme - und der war zu dieser Zeit einfach schrecklich, schrecklicher als die Jahre davor.
    Dann bekam mich also die Pumpe und ich bin plötzlich erleichtert - keine peinlichen Bauchenthüllungen für mein Bolus mehr, die hässlichen blauen Flecken von den Spritzen verblassten...
    Ich weiß nicht, wie früh ich eine Pumpe hätte haben können, aber zu der Zeit war die Technologie auch nocht nicht so sexy wie heutzutage :) Diabeteskranken Kindern stecken sie sowieso gleich die Pumpe an, hab ich auch vom Arzt gehört weiiil man da eben minimalste Einheiten spritzen kann, ich glaub 0,05 oder weniger!

    Ich glaube, dass man ein bisschen Diabetes Erfahrung ohne Pumpe schon noch haben darf - damit du weißt, was für ne erleichterung so ein Teil ist :) Aber da du noch in der Remission steckst ist es glaub ich besser, noch keine Pumpe zu tragen, die wär dann eh die meiste Zeit überflüssig! Und du brauchst ja auch einen gewissen HBa1c Wert, und mehr als einen davon. Bei euch in Deutschland ist das sogar noch strenger wie bei uns kommt mir vor!

    Ich finds aber interessant, dass du mehr auf Pod bist, der reizt mich nämlich so gar nicht! Da hab ich lieber einen Schlauch, den ich mir abnehmen kann wann ich will. Dadurch, dass ich den Sensor auch mal hatte (problematisch durch und durch) möchte ich kein Ding mehr zu nah an meinen Körper lassen, glaub ich. Aber ich find die Auswahl toll, die man als Diabetiker schon hat :)

    Bin ja gespannt, wie's bei dir so weitergeht und wann du ne Pumpe bekommst :)

    Alles Liebe, Jasmin

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. hey! Danke für deine Erfahrungen :) Ich bin nicht so sehr auf Pod, aber das war eben das einzige Teil, von dem ich bisher einen Dummy am Körper hatte. Mit der Remission hast du vielleicht Recht, stimmt wohl, oft würde sie unnötig rumhängen, und ich habe bisher erst einen HbA1c-Wert nach der Diagnose.

      Löschen
  3. Sehr guter Post! Die Frage habe ich mir auch schon gestellt! Freue mich auf Antworten. Gruß Käte

    AntwortenLöschen
  4. Ich komme mir zwar wie ein Oldtimer vor - aber egal, da muss ich dann halt durch. Ich habe meinen Diabetes seit 34 Jahren und seit knapp 2 Monaten die Pumpe. Die Vorteile bei völlig toter eigener Insulinversorgung sind merklich - ich konnte einige Unterzuckerungen loswerden und habe eine deutlich bessere Einstellung erreicht.

    Aber: Es kommen neue Probleme dazu (Pumpen, Schlauch und Injektionsstellenprobleme), die es mit Pen nicht gab. Daher sind (mir) neue, extrem hohe Blutzuckerwerte möglich geworden. Das gab es so mit Pen einfach nicht, weil eben die Basalrate als Depot im Körper liegt und abgegeben wird.

    Ich will (bei normalem Blutzucker) nicht mehr auf die Pumpe verzichten - dazu sind die Ergebnisse viel zu gut. Wenn ich aber nachts um 23.30h bemerke, dass mein BZ unerklärlich deutlich angestiegen ist, ich einen Korrekturbolus abgebe und nach 30 Minuten keine Verbesserung bemerke sitze ich eben mit einem neuen Problem im Wohnzimmer. Schlauch wechseln, neuen Katheter legen, Korrekturbolus erneut abgeben und hoffen, dass der erste wirklich nicht ankam. Alle 30 Minuten messen bis der BZ anfängt zu sinken und dann bis 03.00h wach bleiben um sicher zu stellen, dass ich nicht zu tief absinke. An solchen Tagen vermisse ich meine gespritzte Basalrate.

    Meine Minizusammenfassung: Solange noch keine Unterzuckerungen als Resultat der notwendigen Basalrate entstehen und die Einstellung größtenteils in Ordnung ist hätte für mich eine Kontinuierliche Glukosemessung höhere Priorität als eine Pumpe. Mit mehr Daten kann ich auch mit dem Pen viel anfangen. Solange noch ein Rest eigene Insulinversorgung besteht ist's vielleicht noch nicht nötig.

    AntwortenLöschen
  5. Meine Tochter (4) hat seit ihrer Diagnose eine Pumpe und wir sind sehr glücklich damit. Alle 2-3 Tage ein Mini-Pieks und das war`s. Bei ihr läuft im Moment auch nur eine Minimale Basalrate (9:00-12:00 jeweils 0,025). Das klappt mit der Pumpe super. Im Krankenhaus wurde uns gesagt, dass Kinder bis 6 Jahren automatisch eine Pumpe bekommen. Erst danach gibt es den Pen.

    LG Nina

    AntwortenLöschen