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Donnerstag, 14. November 2019

Tag 14 - Was ich mir wünsche


Heute ist Weltdiabetestag! Aber für mich ist an jedem Tag Weltdiabetestag.

Ich habe dieses Foto heute morgen auf Instagram gepostet zusammen mit einer unvollständigen Liste an Themen, für die ich im Zusammenhang mit Diabetes mehr Aufmerksamkeit fordere. Ich wünsche mir große Veränderungen.

Dabei ist mir durchaus aufgefallen, dass ich mich in meiner Bildunterschrift wiederhole. Ähnliches hab ich letztes Jahr schon geschrieben. Warum das so ist? Naja, ich bin ganz ehrlich: In den letzten Jahren hat sich irgendwie nicht so vieles geändert.

Ja, mehr und mehr Menschen loopen und es kommen Pumpen auf den Markt, die zumindest allmählich endlich in die Richtung gehen. Das ist gut. Auch die CGM-Systeme werden hierzulande endlich von den Krankenkassen übernommen, auch ein alter Hut inzwischen. Uns geht's hier gut. Ja, hier und da dürfen Patient_innen mal zu Wort kommen. Aber wollen Außenstehende uns wirklich, wirklich zuhören? Ich habe aktuell mehr das Gefühl, es geht oft und viel um Sensation und die Geschichte einer Person mit Diabetes für die eigene Reichweite nutzen, statt irgendwas anderes. Ja, es ist besser als nichts. Aber bringt es uns weiter? Und sollen wir dafür auch noch applaudieren? I don't know.

Wir schreiben November 2019. Ich muss im Internet immer noch mit Menschen darüber diskutieren, warum ich "Mensch mit Diabetes" statt "Diabetiker" sage und warum ich mir das von stoffwechselgesunden Menschen wünsche - vor allem, wenn sie über Menschen mit Diabetes sprechen.

Auf der Welt haben immer noch nicht alle Menschen mit Diabetes gleichen Zugang zu Insulin und den neusten, oder überhaupt Therapien. Menschen sterben deswegen.

Es werden immer noch Menschen mit Uterus beim Gynäkologen oder in der Diabetespraxis ausgelacht und vom Fachpersonal nicht ernst genommen, wenn sie von starken Schwankungen während des Zyklus berichten. Das darf nicht sein!

Menschen haben auch hier nicht flächendeckend Zugang zu gut ausgebildeten Diabetesteams, die auf dem neusten Stand sind und ihnen auch zuhören. Immer wieder lese ich in der Onlinecommunity von absoluten Gruselgeschichten. Patient_innen werden von Ärzt_innen schlecht behandelt, diskriminiert, nicht ernst genommen. Patient_innen verlieren natürlich das Vertrauen und möchten sich überhaupt nicht mehr in die Praxen begeben. Und was daraus resultiert, können sich vielleicht alle denken.

Nur langsam, sehr langsam geht es voran im Bezug zu Diabetes und mentaler Gesundheit. Uns fehlen dennoch sehr viele Therapieplätze und nach wie vor Urteilt unsere Gesellschaft heftig über Krankheiten wie Depression. Auch Diabetes ist nach wie vor stark stigmatisiert.

Selbst auf der Diabetes-Charity-Gala in Berlin in diesem Jahr ging es mal wieder vor allem um eines: Abnehmen, den ach so bösen Zucker und die Folgekrankheiten, die auch hier als Angstmacher benutzt werden. Redezeit auf der Bühne hatten Menschen mit Diabetes kaum. Es wurde diskriminierende Sprache benutzt und über schlechte stigmatisierende Witze über Diabetes gelacht. Wenn es bei solchen Veranstaltungen schon nicht funktioniert, kann man es dann irgendwo sonst erwarten? Im Raum saßen weit über 30 Menschen mit Diabetes, die tolle, spannende Dinge hätten sagen können. Die das Publikum hätten mitreißen können, ohne zu diskriminieren. Die kostenlos Bildungsarbeit hätten leisten können. Niemand von ihnen wurde gehört. Es macht mich traurig.

Apropos traurig: Dank Kapitalismus können sich die Gerätschaften, die aktuell auf dem Markt sind, nach wie vor nicht alle untereinander verbinden. Unendliche Konnektivität und komplette Entscheidungsfreiheit für die_den mündige_n Patient_in - nach wie vor auch in 2019 ein großer, scheinbar unerreichbarer Traum, der uns so vieles leichter machen würde.

Wie können wir aktiv gegen die Diskriminierung von Menschen mit Diabetes wirken? Was muss passieren, damit ein Umdenken in unserer Gesellschaft erfolgt? Ich bin wütend an diesem Weltdiabetestag. Mir geht's nicht schnell genug, aber gleichzeitig fühle ich mich auch ohnmächtig und weiß nicht, was ich tun soll.

Ich fühle mich nicht gehört, nicht gesehen, nicht ernst genommen, nicht für mündig erklärt. 
Und wie jedes Jahr sage ich: Es gibt noch viel zu tun.

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Freitag, 1. November 2019

Tag 1: Update und der Versuch eines Großprojektes - Diabetesmonat November

Moin!

Hallo, ja, ich bin noch da. Hey, hi, guten Tag, geht's euch gut?


Während ich diesen Text verfasse, schreiben wir bereits November 2019 - könnt ihr das fassen? Gleich ist das Jahr zu Ende und mit ihm dann auch ein ganzes Jahrzehnt. Vorher zelebrieren wir hier aber noch den Diabetesmonat und den Weltdiabetestag (mein 7. Mal schon!) gemeinsam, oder? Dazu folgt weiter unten noch eine Ankündigung.

Zwischen meinem letzten hier veröffentlichten Text (wer mich auf dem Blog vermisst hat, kann auch mal hier oder hier schauen, was ich in der Zwischenzeit so geschrieben habe) liegt gefühlt ein ganzes Leben. Mittlerweile bin ich in der Vollzeit-Arbeitswelt angekommen. Und versteht mich nicht falsch: Es ist super, ich habe 'nen tollen Job und mein Leben hat sich quasi komplett auf den Kopf gestellt. Aber die Zeit ist eben weniger geworden. Ihr kennt das vielleicht. 

Der Diabetes geht halt so mit (Unbeauftragte, unbezahlte Markennennung: ich hab durch GlucoGram meine Werte immer im Blick, das ist ganz praktisch!), es funktioniert alles irgendwie und im Moment geht es mir gut, das kann ich wirklich so sagen und das ist richtig cool! Mit meinen Sensoren habe ich aktuell überraschenderweise auch keine Probleme oder Ausfälle mehr. Zum Berufsstart ist mir wohl eine Zeit gegönnt, in der alles glatt läuft. Wer weiß für wie lange das noch anhalten wird.

Dieser Blog und meine Social-Media-Präsenz leiden natürlich unter den ganzen Veränderungen. Ich muss meine Alltagsroutine noch finden, alles ist neu, alles ist anders. Ich vermisse das Schreiben und den Austausch hier und habe nach wie vor ständig neue Ideen für Texte. Meine Liste ist lang und das nervt mich ziemlich, denn Listen mag ich am liebsten abgearbeitet und kurz.

So, und das ist auch schon der knappe aktuelle Stand der Dinge (ich hole morgen nochmal etwas aus) und der perfekte Moment für die Überleitung zu meiner Ankündigung: Weil meine Liste so lang ist und ich mich gerne Deadlines und Stress stelle (haha!), habe ich mir ein heftiges Großprojekt für den Diabetesmonat November ausgedacht, um endlich mal meine lange, lange eingestaubte Ideenliste abzuarbeiten und meine Gedanken an euch zu tragen: Jeden Tag eine neue Veröffentlichung hier auf dem Blog, ab heute, ab diesem Text. Richtig gelesen. 30 Tage, 30 Posts. Die Themen habe ich ja schon, Texte vorgeschrieben allerdings keine. Eine wahre Schreibübung für mich also und hoffentlich ein wirklich spannender Monat für uns alle.

Das Motto des diesjährigen Weltdiabetestages und Diabetesmonats lautet Diabetes und Familie. Definitiv ein wichtiges Thema, welches in meinem Alltag mit Diabetes aber nur bedingt Relevanz hat. Dennoch wird es auch dazu natürlich einen Text geben, der auch schon länger darauf wartet, geschrieben zu werden. Hinzu kommen in diesem Monat Texte zu ganz verschiedensten Themen, von A wie Augenarzt über S wie Sprache bis hin zu Z wie Zyklus. Zwischendurch gibt's vielleicht auch die eine oder andere kleine Geschichte aus dem Alltag mit Diabetes, ein Rezept aus meiner Sammlung oder ein klassisches "Immer wieder sonntags" für einen kleinen Zwischenstand.

Natürlich würde ich mich freuen, wenn wir durch die Texte ins Gespräch kommen. Also schreibt mir fleißig, schickt mir eine Mail oder kommentiert auf Facebook - ich freue mich über regen Austausch!

Und damit wäre der erste Tag auch schon geschafft. Ich bin ein kleines Bisschen aufgeregt ob der folgenden Tage und Wochen und freue mich, dass ich dieses Jahr den Diabetesmonat so ein kleines Bisschen auf dem Blog zelebrieren kann, mit euch!

In diesem Sinne, bis morgen!

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Freitag, 3. November 2017

ENDLICH!

Leute, ich schreibe diesen Text während einer Arbeitspause in der Bibliothek. Wie ihr sicher wisst, ist am 14.11. der Weltdiabetestag und in jedem Jahr hat dieser ein großes Überthema. Da ich das Thema dieses Weltdiabetestages noch nicht kannte, wollte ich kurz auf der Website nachschauen und wurde sehr positiv überrascht!

"Frauen und Diabetes - unser Recht auf eine gesunde Zukunft"

Poster von www.weltdiabetestag.de

Ich könnte gerade ein paar Freudensprünge machen, aber ich sitze in einer mucksmäuschenstillen Bibliothek. Wie passend! Wirklich, es ist an der Zeit, diesem Thema endlich die Aufmerksamkeit zu geben, die es braucht! Auf der Website steht: "Alle Frauen mit Diabetes benötigen einen erschwinglichen und gerechten Zugang zu Pflege und Bildung, um ihren Diabetes besser zu bewältigen und ihre Gesundheitsergebnisse zu verbessern." Ja, so ist es! Aber warum ausgerechnet Frauen, fragt ihr euch vielleicht an dieser Stelle? Vielleicht helfen euch da ein paar Fakten und Forderungen, die ihr ebenfalls auf der Website nachlesen könnt:

Frauen weltweit benötigen erschwinglichen und gerechteren Zugang zu Pflege und Bildung, Insulin und Technologie, um den Diabetes besser bewältigen zu können. Derzeit leben über 199 Millionen Frauen mit Diabetes auf unserer Erde. Zwei von Fünf Frauen sind im forpflanzungsfähigen Alter (Thema Diabetes und Menstruation! Thema Diabetes und Schwangerschaft! Thema Diabetes und Wechseljahre!). Frauen mit Typ-2-Diabetes haben fast 10-mal häufiger eine koronare Herzkrankheit als Frauen ohne. Frauen mit Typ-1-Diabetes haben ein erhöhtes Fehlgeburtenrisiko. Wir leben immer noch in einer Welt, in der (wenn überhaupt vorhanden!) Gesundheitssysteme nicht auf die spezifischen Bedürfnissen von Frauen mit Diabetes achten und nicht darauf eingehen. Alle Frauen mit Diabetes müssen Zugang zu essentiellen Diabetesmedikamenten- und Technologien erhalten, genügend Informationen fürs Selbstmanagement bekommen und können nur so optimale Ergebnisse in ihren Therapien erzielen! Eine Schwangerschaft mit Diabetes ist sowieso schon eine Risikoschwangerschaft. Schwangere müssen - sowieso schon - auf so viele Dinge achten. Es muss gewährleistet werden, dass schwangere Frauen mit Diabetes Zugang zu Vorsorge, Pflege und Bildung bekommen, um für die eigene Gesundheit und die des ungeborenen Kindes sorgen zu können! Beschäftigte im Gesundheitswesen müssen zum Thema Diabetes geschult sein, um die Frauen besser Informieren zu können und sie nicht alleine zu lassen. Thema Gewicht und Körper... UNDUNDUND. Leute! Es gibt so viel zu tun und es freut mich so unglaublich, dass der Weltdiabetestag sich in diesem Jahr um diese Themen drehen wird, denn das war überfällig. Hoffentlich können damit weite Kreise gezogen und langfristig etwas bewirkt werden!

Im Rahmen des diesjährigen Weltdiabetestages und des Themas "Frau und Diabetes" möchte ich heute dazu aufrufen, dass ihr mir, wenn ihr möchtet, eure Geschichten zum Thema schicken könnt. Ich würde dann - mit eurem Einverständnis und natürlich anonymisiert -  eine Auswahl im Laufe des Monats hier auf meinem Blog veröffentlichen, um noch mehr Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken. Lustig, emotional, wütend, alles ist erlaubt! Diabetes und Frauen in anderen Ländern, Diabetes und Wechseljahre, LGBTQIA+ Menschen mit Diabetes (Thema Gesundheitssystem etc.), Schwangerschaft und Geburt mit Diabetes, Hypoglykämie als Frau mit Diabetes, Menstruation und Diabetes, Mutter sein und Diabetes, Mutter und Tochter mit Diabetes, Frau und Diabetes... Wenn ihr eine Geschichte zum Thema habt und ihr die Kraft habt, diese zu erzählen und mit uns zu teilen, schreibt mir gerne an icaneateverything @ web . de ! 

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Donnerstag, 27. Oktober 2016

Der Diabetesmonat kommt! 9 Wege, den Monat zu nutzen und zu genießen

Der November ist der Monat zur Diabetes-Aufklärung und am 14. November ist Weltdiabetestag. 

Wenn diese beiden Fakten jetzt für Überraschung bei euch sorgen sollten, dann seid ihr an dieser Stelle genau richtig! Und auch wenn ihr das alles bereits wusstet. Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wie jedes Jahr dreht sich der November ganz um den Diabetes und die Diabetesaufklärung. Heute möchte ich euch, extra mit ein wenig Vorlauf, 9 ganz verschiedene Wege vorstellen, wie jeder von uns im Diabetesmonat November Mitmenschen über das Thema Diabetes aufklären kann, vielleicht selbst als Mensch mit Diabetes besser leben oder/und auf das Thema Aufmerksamkeit ziehen kann, damit in Zukunft mehr Menschen über die Krankheit und ihre verschiedenen Typen und Verläufe Bescheid wissen, schneller geholfen werden kann und wir den für uns ganz besonderen Monat gemeinsam genießen können!

1. Ganz nebenbei eine Unterhaltung starten
Beim Mittagessen mit den Kollegen, am Wochenende beim Feiern im Club, beim Sonntagsessen mit den Großeltern, beim gemeinsamen Kochen in der WG - egal! Immer, wenn ihr irgendwo mit Freunden, Bekannten oder der Familie zusammen seid und eurem Diabetesalltag nachgehen müsst - also messen, rechnen und spritzen - versucht ihm Gespräch ein paar seichte Fakten zum Thema Diabetes einfließen zu lassen. Es gibt ungefähr 450.000 Menschen mit Typ-1-Diabetes in Deutschland. Zum Mittagessen einen Wert von 122mg/dl, das ist gut, weil... Nein, wir müssen nicht nur ein Mal am Tag euren Blutzucker messen, weil... Beantwortet geduldig Fragen, die dann gestellt werden oder lenkt das Thema etwas um, um euren Liebsten ganz nebenbei ein paar Fakten näherbringen zu können, ohne ein großes Fass auf zu machen. Dabei cool bleiben. Keine Frage ist dumm und nur, weil eure Liebsten etwas nicht wissen, lieben sie euch nicht weniger.

2. Trage blau!
Den ganzen Monat über an jedem Freitag und zusätzlich und ganz besonders am Weltdiabetestag tragen Menschen auf der ganzen Welt Kleidung in der Farbe blau, machen Fotos von sich und laden sie mit dem Hashtag #bluefridays hoch, um auf Diabetes aufmerksam zu machen. Seid ihr dabei? Habt ihr was Blaues zum Anziehen (ich habe ein Oberteil und eine Jeans!)?
Blau ist die Farbe des blue circle, des internationalen Zeichens für Diabetes. Das Blau steht für den Himmel und die Flagge der Vereinten Nationen.


















3. Versuche dir einen Monat lang eine neue Angewohnheit anzueignen
Du vergisst ständig dein Basalinsulin? Deine Werte nach dem Essen sind eine Katastrophe, weil du eigentlich einen Spritz-Ess-Abstand einhalten solltest? Den Basalratentest wolltest du wirklich schon sehr lange machen? Du misst tagsüber viel zu selten deinen Blutzucker? Du wolltest schon immer mal sehen, wie blutzuckerfreundliches Essen sich langfristig auf deinen Blutzucker auswirken könnte? Du wolltest eigentlich vor Wochen schon wieder mit dem Laufen loslegen?
Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt! Versuche den November auch für dich persönlich zu nutzen. Wir müssen auch an uns selbst arbeiten, sonst verlieren wir die Kraft, etwas für andere zu tun. Nach 30 Tagen hat der Mensch etwas zur Routine gemacht, und dafür eignet sich der November doch perfekt! Wer's nicht ausprobiert, kann nie was dazu sagen.

4. Das diesjährige Motto wörtlich nehmen
Das Motto für den Weltdiabetestag 2016 ist "Augen auf den Diabetes". Mal ehrlich: Wann wart ihr das letzte Mal beim Augen-Screening? Wenn ihr dieses Jahr noch keinen Termin beim Augenarzt hattet, nutzt den November um einen Termin zu machen. Eure Augen werden es euch danken.
Und: Habt ihr Menschen in eurer Umgebung, bei denen ihr vielleicht Diabetes vermuten würdet? Auch dafür gibt es spezielle Screenings. Gerade Typ-2-Diabetes wird häufig gut 10 Jahre zu spät bei den Patienten entdeckt. Sprecht liebevoll mit eventuell Erkrankten. Weist sie auf den dife-Test hin. Bietet ihnen an, den Test mit ihnen zusammen zu machen. Es ist jetzt die Zeit, nicht mehr wegzuschauen!

5. Sei Teil eines Spendenlaufs zum Thema
Wenn ihr um den 06.11. in und um Hannover seid, schaut vorbei beim 1. Diabetes-Spendenlauf! Startet selbst (das Startgeld unterstützt das Closed-Look-Forschungsprojekt von Prof. Dr. Thomas Danne!) oder feuert die Läufer an - egal ob mit Diabetes oder ohne! Staeff vom Blog Diabetes-Leben hat diesen Lauf organisiert.

6. Lern was Neues über deinen Diabetes!
Du weißt schon alles über deinen Diabetes? Bestimmt wissen wir alle vieles, aber nicht alles. Also recherchier mal die Antwort auf eine Frage, die dir schon lange auf der Zunge brennt und ich wette mit dir, dass du etwas Neues herausfinden wirst!

7. Tu dich zusammen mit anderen Menschen mit Diabetes!
Egal ob du dich offline mit Freunden oder Bekannten triffst, die auch Diabetes haben, oder ob du dich auf Blogs, in Tweetchats oder auf Facebook online mit deinen Diabetes-Freunden austauschst, kommt zusammen! Seid im November besonders füreinander da, klärt gemeinsam auf oder geht zusammen auf eine Veranstaltung zum WDT in eurer Nähe! Gemeinsam sind wir stärker!

8. Teile kurze Facts über Diabetes in deinem Twitterfeed
& kläre deine Follower ein Bisschen mehr über Diabetes auf. 30 Tage, 30 Facts, je 140 Zeichen.

9. Zeige der Welt dein Leben mit Diabetes auf Instagram
Unter dem Hashtag #projectbluenovember teilen Menschen aus der ganzen Welt einen Monat lang auf Instagram Momente aus ihrem Leben mit Diabetes. 30 Tage lang gibt es jeden Tag ein anderes Thema, unter dem Hashtag finden sich alle zusammen!




















Habt ihr noch weitere Ideen?
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Freitag, 16. Oktober 2015

Mach mit! - Über kollektives Blutzuckermessen (Diabetes Charity Gala 2015)

Hallo Welt!

Gestern war es mal wieder Zeit, mich in meinen schicken Fummel zu werfen: Die alljährliche Diabetes Charity Gala fand in Berlin statt und es war ein bunter Abend mit vielen bekannten Gesichtern, moderiert von Franziska Schenk.
Das für mich Besondere an dem Abend war, dass zum ersten Mal ein großer Teil der #dedoc° die Möglichkeit bekommen hat, Teil des Galaabends zu werden. Ich sprach kurz mit Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin DiabetesDe Deutsche Diabeteshilfe, darüber und auch sie stellte fest: Wir werden mehr, die Community ist wichtig, und auch sie muss bei solchen Veranstaltungen vertreten sein. Schön zu sehen, welch starke Außenwirkung wir als Community haben können. Alles in Allem war es wieder ein toller Abend, vielen Dank für die Einladung. Ich habe mich wieder sehr wohl gefühlt. Aber ich möchte gar nicht allzu viel auf die Gala eingehen, da gibts die Tage bestimmt auf einigen Blogs was zu lesen. Ich möchte nur auf einen Punkt hinweisen: Prof. Dr. Danne hat in seiner kurzen Ansprache die Kampagne "Deutschland misst! Blutzuckerbingo" vorgestellt.

Für die gute Sache: Deutschland misst! Blutzuckerbingo

"Deutschland misst! - Blutzuckerbingo" ist die Kampagne zum Weltdiabetestag am 14. November! Quasi jeder kennt den Weltaidstag, aber was ist mit dem Weltdiabetestag? Etwa ZWEI Millionen Menschen haben in Deutschland Diabetes, ohne davon zu wissen, ohne diagnostiziert worden zu sein. Das ist furchtbar schlimm. Deswegen versucht die Kampagne "Deutschland misst! - Blutzuckerbingo" Aufmerksamkeit auf diese Dunkelziffer zu lenken. Zum allerersten Mal wurde die Kampagne nämlich am gestrigen Galaabend der öffentlichkeit vorgestellt, und das positive Echo war groß. Die Kampagne soll dazu aufrufen, am 14. November landesweit kollektiv Blutzucker zu messen, egal ob Typ 1, Typ 2 oder Nichtdiabetiker, Familie oder Freunde. Sie will auf den Weltdiabetestag aufmerksam machen, über Diabetes und seine Formen aufklären, Nichtdiabetikern ihr eventuelles Diabetesrisiko näherbringen und präventiv gegen Typ-2-Diabetes vorzugehen.

Am 14. November kollektiv Blutzuckermessen - und dabei Gutes tun und darüber sprechen! 

Am Weltdiabetestag wollen wir gemeinsam unseren Blutzucker messen. Den Wert könnt ihr auf der Website oder per Telefon eintragen. Für jeden Wert spenden die Partner der Kampagne 1,-€ an Kinderfreizeiten für Kinder mit Diabetes. Cool, oder? Am Brandenburger Tor gibt es am 14.11. um 14.11Uhr einen gemeinsamen Messmob, bei dem so vielen Menschen wie möglich der Blutzuckerwert gemessen werden soll. Auch ihr könnt den Messmob in eure Stadt, eure Praxis holen, mit euren Freunden und Familien an diesem Tag über das unsichtbare Risiko Diabetes sprechen und das Wort teilen. Und das war's noch nicht. Es steckt noch so viel mehr hinter der Kampagne. Weitere Infos bekommt ihr über blutzuckerbingo.de!

Ich freue mich dieses Jahr sehr auf den Weltdiabetestag. Endlich kommt mal was in Bewegung!

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Freitag, 14. November 2014

#dedoc Blogparade: Hallo, ich bin Tine und ich feiere den #WDT!

Dieses Jahr zur #dedoc Blogparade zum Weltdiabetestag soll es um uns gehen, denn #WIR sind die #dedoc!
Es wird also persönlich heute.

Hallo, ich bin Tine!
Ich bin so vieles. Im Moment Studentin, Fotografin, Fotoredakteurin und Bloggerin. Außerdem bin ich 24 Jahre alt und wohne in Berlin, obwohl mein Kopf sich meistens über den Wolken in Hamburg befindet. Ich bin leidenschaftliche Köchin, backe unheimlich gerne und selbstverständlich esse ich für mein Leben gerne. Genuss ist mir ganz wichtig. Ich bin Social Media-Suchti und immer auf der Suche nach der perfekten Zimtschnecke. Ich bin kritisch, vermutlich bin ich auch meine allergrößste Kritikerin. Ich provoziere gerne. Aber irgendeiner muss diesen Job ja übernehmen. Ich bin leise, aber ich höre gut zu. Ich komme nicht an rotem Lippenstift vorbei. Ich laufe regelmäßig, am liebsten morgens, da ist die Luft noch so schön klar. Ich habe 10000 Baustellen und Probleme im Leben, wie man das eben so hat als heranwachsende junge Frau. Achso, und ich habe Diabetes Typ 1. Letztes Jahr im März kam die Diagnose, da war ich 22. Ich hatte die Symptome, nachdem ich im Herbst 2012 von NYC nach Berlin zurückkam, monatelang ignoriert oder besser: in mein Leben integriert. Inzwischen lebe ich froh und frei mit der Autoimmunkrankheit, nicht zuletzt dank dem Internet und der #dedoc. Es geht mir gut, ich habe hier mit dem Blog meinen eigenen Raum im Netz, in den ich meine Meinung und meine Erlebnisse hineinwerfen kann.

Heute zum Weltdiabetestag ist hier und überall sonst, wo sich Menschen online mit Diabetes vernetzen, viel los. Brauchen wir einen Tag für uns? Noch einen weiteren Tag im Jahr, an dem wir alle mit unseren Themen vollspammen können? Lasst es euch von einer Frau mit Diabetes sagen: JA. Wir wissen am Besten, wie die Realität aussieht. Was gemacht werden muss, wo dringend mehr diskutiert werden sollte. Wir brauchen diesen Tag, um zu zeigen, wie das echte Leben mit Diabetes aussieht. Wir müssen es nach draußen tragen: wie es uns wirklich geht, und warum das so ist. Wir können berichten, wie es uns nach einer schlimmen Hypo geht, wie scheiße es sich anfühlt, auch wenn wir danach wieder aussehen, als wäre nichts. Man sieht es uns nicht an, aber wir müssen davon erzählen. Damit die Menschen um uns herum wissen, was bei uns los ist. Damit sie wissen, dass wir nicht geheilt wären, wenn wir einfach unser Leben lang nur noch Salat essen würden. Damit man uns helfen kann, sollten wir uns nicht selbst helfen können. Damit unsere Ärzte wissen, dass eben nicht immer alles okay ist, obwohl wir in den 15 Minuten gegenüber von ihnen sitzen und lächeln.


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Weißt du, Frederick,...

Weißt du, Frederick, der Tag meiner Diagnose ist wie mein zweiter Geburtstag im Jahr. Und der heutige Weltdiabetestag ist ein weiterer wichtiger Tag, dem ich mich gerne annehme und den ich mit anderen Typ-1-Diabetikern zelebriere. Ein Tag, der genutzt werden soll, um die Gesellschaft weiter aufzuklären und Menschen zu danken, denen wir unser Leben zu verdanken haben.
Weißt du, Frederick, durch deine Neugier und dein großes Interesse für die Krankheit Diabetes Mellitus bist du nicht einfach nur der jüngste Medizinnobelpreisträger aller Zeiten geworden, nein, du hast dafür gesorg, dass wir alle weiterleben können. Du hast alles aufgegeben, um Tag und Nacht Versuche durchzuführen, wie ein Wahnsinniger auf der Suche nach diesem Hormon, welches den Blutzucker reguliert. Und das zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wow!
Weißt du, Frederick, wo ich ohne Insulin wäre? Nicht hier. Was würden mir meine Pens oder mein Messgerät ohne Insulin bringen? Nichts. Früher hätte ich mir darüber keine Gedanken gemacht. Aber so ist das ja immer: erst, wenn es einen selbst betrifft, denkt man mal drüber nach. Und genau deswegen müssen wir uns der Sache annehmen und gegen Stigmen und Vorurteile ankämpfen, informieren und uns vernetzwerken, denn gemeinsam können wir einiges erreichen.
Weißt du, Frederick, wenn ich dich heute treffen könnte, würde ich dir vermutlich nicht einmal wissenschaftliche Fragen stellen - ich wäre viel zu nervös. Ich würde dich zu einem gemeinsamen Blutzuckermessen auffordern und du würdest vermutlich gewinnen, weil du näher am Zielwert wärst, und dann würden wir lachen.
Weißt du, Frederick, ich wünsche mir, dass es auch weiterhin solche hartnäckigen Forscher wie dich gibt und geben wird. Forscher, die nicht aufhören zu suchen, bis sie Lösungen gefunden haben.




Frederick Banting war zu Beginn des 20. Jahrhunderts Arzt in Kanada. Er gilt zusammen mit Charles Best als Entdecker des Hormons Insulin. Er ist bis heute jüngster Medizinnobelpreisträger.

dbw


Sonntag, 24. November 2013

#dedoc Wochenende in Berlin - so war's

Moin!

Vor einer Woche war ich noch in Berlin und es ging endlich los! Seit Mai etwa hatte ich auf dieses Wochenende gewartet.
Am Samstag startete ich mit Lena, wir gingen endlich Burritos essen! Lecker wars, und die perfekte Einstimmung auf den Tag!

Samstagabend traf die #dedoc-Community in Berlin im Via Nova 2 ein, dort, wo sonst immer meine tolle berliner Stammtischgruppe sitzt. Ich hatte mich riesig gefreut, der Raum war voll, alle gut gelaunt und es gab viel zu bequatschen und natürlich hatten wir auch HUNGER xD
Mit dabei waren viele Blogger, altbekannte Gesichter und einige Neuzugänge. Es war super, endlich mal zu allen Onlinecharakteren ein Gesicht zu haben und Bekannte wiederzutreffen. Und natürlich konnten wir nicht auseinandergehen, ohne kollektives BZ-Bingo zu spielen :)

Kollektives BZ-Bingo
Am Sonntag war dann der Tag der Tage: Weltdiabetesmesse in Berlin. Ich war wahnsinnig gespannt auf diesen Tag, auch, weil er mit einem Talk zum Thema Diabetes & Social Media enden sollte und mein Diabuddy Julian vorbeikommen würde.
Gewappnet mit blauer Farbe, dedoc-Flyern, Luftballons und uns selbst zogen wir durch das Gebäude, malten Menschen blaue Kreise ins Gesicht, notierten Blutzuckerwerte (die direkt mit Foto an unsere Live-Twitterwall gepostet wurden:) ) und informierten sie kurz zum Thema dedoc.
Außerdem informierten wir UNS natürlich auch an dem Tag. An den Ständen der verschiedenen Pharmafirmen bekam man Infos zu neuen Produkten, einen netten Plausch und so manche Goodies. Am Stand von mylife blieb ich etwas länger stehen und quatschte dort kurz mit Dany, von der ihr bald zusammen mit ihren Kollegen noch mehr hören werdet - stay tuned, es wird cool :)
BZ vor der Live-Twitterwall

Natürlich wollte ich auch unbedingt einige der Vorträge anschauen. Und das ist echt ein Thema für sich. Ich war in zwei Vorträgen: "Diabetes & Alkohol" und "Pen oder Pumpe?". Leider waren sämtliche oder um nicht zu sagen alle Vorträge auf Typ2er ausgerichtet (so wie fast die ganze Messe.... Walnüsse für guten BZ?) Typ2er werden anscheinend meist nur von ihrem Hausarzt behandelt, bekommen keine Schulungen und nichts. Dementsprechend wenig sind sie leider oft über ihre Krankheit informiert. Dies hat für die Vorträge zufolge, dass wir Typ1er mit unseren Schulungen, unserem Hintergrundwissen uns total langweilen. Ich weiß, welche Wirkung Alkohol auf meinen Blutzucker hat. Die meisten Diabetiker im Vortrag wussten das nicht.
Und wenn ich freudig auf einen Vortrag mit dem Namen "Pen oder Pumpe?" gehe, erwarte ich ein Streitgespräch, was hat für wen welche Vorteile? Braucht jeder eine Pumpe? Was sind die Neuheiten, an denen jetzt getüftelt wird? Etc. Der kompetente Herr hat leider nur Pen und Pumpe vorgestellt und einige Fragen von Typ2ern beantwortet. Das wars. Sorry, aber das hätten einige von uns da draußen besser machen können.
Vor allem stelle ich mir auch oft die Frage, wie die Vortragenden ihren Auftritt planen. Nicht? Es gibt so viele Möglichkeiten, Vorträge spannend und interessant zu gestalten, an so einem Tag möchte ich mich nicht fühlen wie im ehemaligen Deutschunterricht meines Fastrentnerlehrers. Die, die am Vortag bei der Diabetestagung dabei sein durften, erzählten mir, dass die Vorträge dort deutlich besser waren. Weißte Bescheid, wo du mich nächstes Jahr finden kannst.
Julia und ich

Oh, aber später ich wurde so glücklich gemacht! Die liebe Julia kam auf mich zu und sagte mir, wie gerne sie meinen Blog liest. Und das ist so ein großes Kompliment für mich, vor allem, weil sie selber gar keine Typ1erin ist. Ich hab mich gefreut wie Bolle, mir wurde richtig warm um mein kleines Diabetikerherz. Dass jemand sowas zu mir sagen würde, dass jemand wirklich gerne liest, was ich hier angefangen habe zu schreiben für mich, um besser mit mir und dem Diabetes klarzukommen, das hätte ich mir nie erträumt. So ein schönes Gefühl. Hach. Und keine Angst, Julia, es ist weniger geworden, das hat mit meinem Umzug nach Hamburg zu tun, aber aufhören werde ich so schnell nicht! :)

Nachmittags war es auch für den dedoc-Talk soweit.
Das war supersüß. Cori vom Berlinstammtisch, Ilka, Richard, Basti und ich hatten glaube ich ganz gut Spaß, auf dem Podium zu sitzen, auch wenn um uns herum schon die Messe abgebaut wurde.

Alles in allem ein sehr erfahrungsreiches tolles Wochenende, von dem wir alle sicher noch eine Weile zehren werden.
Wart ihr auch da?

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Samstag, 16. November 2013

Ich bin Talkgast :)

Moin ihr Lieben!

Uuuh! News!

Morgen um 15.30h bin ich (u.A. zusammen mit Ilka von mein-diabetes-blog.com) Gast bei der großen #dedoc Talk-Runde zu Diabetes und Social Media auf dem Weltdiabetestag Berlin! :) 
Kommt vorbei, besucht uns, ich würde mich freuen, ein paar von euch dort zu sehen!
Diskutiert mit, stellt Fragen, gerne auch über Twitter.

Das Programm zum Weltdiabetestag in Berlin könnt ihr hier nochmal einsehen. 


Ich freu mich,
bis morgen! :)
 
Blaue Nägel und Bier zum WDD ;)