Okay, gut. Ich gebe zu: Dieser Post kommt minimal verspätet. Inzwischen ist es nämlich nicht mehr ein Jahr, sondern schon 14 Monate ohne. Ohne was? Vor 14 Monaten habe ich die Pille abgesetzt. Was das für meinen Körper und meinen Diabetes bedeutet hat, schreibe ich nun für euch nieder.
Tl;dr - Es war die beste Entscheidung meines Lebens, auch wenn es kein einfaches erstes Jahr war und es sicher nicht unbedingt einfacher wird. Aber der Reihe nach:
Warum wollte ich die Pille absetzen? Hormone, Hormone, Hormone. Die Pille kommt mit Nebenwirkungen, die ich nicht mehr aushalten wollte. Sitzen wie unter einer Glasglocke, depressive Episoden, dünnes Haar und brüchige Nägel, wenig Libido und und und, nur damit ich einen vorgetäuschten regelmäßigen "Zyklus" habe und nicht schwanger werden kann? Irgendwie war ich nicht mehr bereit, all diese Dinge einfach so auf mich zu nehmen und dafür täglich eine Pille zu schlucken und das meinem Körper anzutun. Außerdem kannte ich meinen regelmäßigen, echten Zyklus gar nicht, kannte mein echtes Selbst im erwachsenen Zustand nicht ohne Hormone. Ein verrückter Gedanke, oder? Ich habe die Pille seit Teenagertagen genommen und hatte Angst, eigentlich eine vollkommen andere Person zu sein. Ich wollte mich endlich kennen lernen. Mein selbst, (halbwegs) erwachsen, mit Diabetes und ohne Pille.
Im Oktober letzten Jahres war es dann soweit: Ich nahm die letzte Pille am 18.10.2016 ein, es war ein Dienstag.
Ein Leben nach der letzten Abbruchblutung
Was nach der letzten Abbruchblutung folgte, sind nun im vergangenen Jahr die verschiedensten Zyklen, die ihr euch nur vorstellen könnt. Ich habe quasi einmal die bunte Welt der Zyklen durch gemacht: ganz kurze Zyklen, sehr lange Zyklen, die schmerzhaftesten und längsten Perioden, super kurze und leichte Perioden, PMS aus der Hölle, kein PMS whatsoever, Pickel im Gesicht so groß wie Fernseher, die kleinsten Pickelchen der Welt oder gar keine. Perioden, die ich nur mit Schmerzmitteln überlebt habe und das genaue Gegenteil, alles und nichts von all dem und noch viel, viel mehr. Dazu hatte ich die ersten Monate krassen Haarausfall und meine Haut hat sich radikal verändert. Außerdem existierte nun das totale Diabetes-Blutzucker-Zyklus-Chaos, jeden Zyklus anders - oh, was ein Spaß!
Von meiner Gynäkologin und vielen Freundinnen, die auch die Pille abgesetzt haben, weiß ich, dass es bis zu zwei Jahre dauern kann, bis der Körper sich auf normalen Betrieb umgestellt hat. Das wusste ich vor dem Absetzen und darauf habe ich mich eingestellt. Unser Körper ist auch was den Zyklus angeht keine Maschine. Jeder Mensch ist anders. Bei manchen hat sich der Zyklus nach drei Monaten "normalisiert", andere brauchen ein Jahr oder zwei oder haben niemals auch nur einen Zyklus der so ist, wie ein anderer. Kommt natürlich zusätzlich auch noch auf die Länge der Pilleneinnahme und die Art des Präparates, aber auch auf den eigenen Körper an.
Was ist neu? Ich habe im Laufe des Jahres eine etwas mehr zu Unreinheiten neigende Haut bekommen, eine Körbchengröße verloren (weil ja immer alle sagen, man nimmt nach dem Pille absetzen zu, aber auch das ist individuell), aber meine Haare haben sich nach dem Ausfall erholt und sind nun kräftiger und wachsen schneller als zuvor. Und auch meine Nägel sind gesünder, wachsen schneller, sind stabiler geworden. Mein Diabetes benimmt sich inzwischen etwas vorhersehbarer und auch meine Zyklen sind abschätzbarer geworden, auch wenn ich jedes Mal noch ganz unterschiedliche Stärken von PMS und Schmerzen generell habe. Ich benutze weiterhin Clue und tracke damit inzwischen Zyklus und Insulinempfindlichkeit, um eine bessere Übersicht zu bekommen. Ich habe durch NFP ein besseres Verständnis meiner Zyklen bekommen, nutze eine Menstruationstasse und habe mich durch beides noch intensiver mit dem Aufbau und den Funktionen meines Körpers beschäftigt, verstehe inzwischen auch, was mir wie gut tut und was zum Beispiel auch gut gegen Schmerzen bei mir funktioniert. Und psychisch? Geht es mir auch besser. Ich fühle mich, als hätte jemand die Glasglocke weg genommen. Es geht mir seltener richtig, richtig schlecht. Als hätte man mir den Schleier vom Kopf gezogen und ich habe eine klarere Sicht auf die Welt. Fühle mich insgesammt besser. Auch die Libido ist zurück gekommen.
Was erhoffe ich mir noch? Nun ist das erste Jahr vorbei und ich denke, meine Verwandlung ist noch lange nicht abgeschlossen. Ich hoffe, dass meine Zyklen noch regelmäßiger werden und auch mein Diabetes vorhersehbarer darauf reagiert, so dass ich da wirklich rechtzeitig handeln kann. Ich hoffe, dass meine Haut sich etwas beruhigen wird und irgendwann wieder zu einem klareren Hautbild zurückkehren kann. Und ich hoffe, dass die Schmerzen sich irgendwann auf einer mittleren Ebene treffen, anstatt mich ab und an einfach komplett weg zu knallen.
Wichtig zu wissen ist, glaube ich, dass falls ihr wirklich absetzen wollt oder vor Kurzem abgesetzt habt, dass alles, was dann auf euch zukommen kann, nicht passiert, weil euer Körper so scheiße ist und er ohne die "tolle" Pille nicht "richtig" funktioniert, sondern dass euer Körper verdammt nochmal Zeit braucht, sich nach langer Zeit mit Hormonen und künstlichem Zyklus zu regenerieren und überhaupt wieder so zu funktionieren. Dafür braucht man leider etwas, das sich Geduld nennt. Ja ich weiß, verrücktes Konzept.
Ich lese immer wieder, wie sehr das alles nach dem Absetzen nervt und wie sehr man sich einfach einen regelmäßigen Zyklus und keine Probleme wünscht, vor allem auch bezogen auf die Blutzuckerwerte. Es nervt mich auch alles, aber wer hormonfrei sein will, muss da wohl (meistens) durch. Und es wird besser! Ehrlich gesagt hat mich die Zeit nach dem Absetzen am meisten erschreckt, weil ich gesehen habe, was für einen großen Einfluss die kleine Pille auf meinen Körper hatte. Inzwischen bin ich ganz klar der Meinung, dass es eine der besten Entscheidungen war, die ich in meinem Leben getroffen habe. Ich wünschte mir sogar, ich hätte die Pille nie genommen. Ach, man bekommt sie doch so einfach als junger Mensch. Hauptsache nicht schwanger, nicht mit dem Körper auseinander setzen und tolle Haut, alles andere ist egal. Und es erschreckt mich, wie viele Frauenärzte die Pille mit wenig bis keiner Erklärung herausgeben oder regelrecht dazu drängen, die Pille einzunehmen. Auch erzählen viele von Partnern oder Ehemännern, die zur Pilleneinnahme drängen. Geht's eigentlich noch???
Wie sind eure Gedanken und Erlebnisse mit der Pille, eurem Zyklus und dem Diabetes? Wollt ihr vielleicht auch die Pille absetzen, zögert aber noch? Oder habt ihr Fragen zu Menstruationstasse oder Muttermund? Schreibt mir gerne!
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PS: Das hier sind alles meine Erfahrungen und Gedanken als Cis-Hetero-Mensch mit Diabetes Typ 1 ohne weitere Erkrankungen. Natürlich weiß ich, dass es Menschen gibt, für die eine regelmäßige Pilleneinnahme aus verschiedenen Gründen oder auch wegen anderer Krankheiten absolut Sinn machen kann. Meine Erfahrungen und Gedanken dazu sollen keineswegs eure Erfahrungen und Gedanken unsichtbar machen oder ihnen die Wichtigkeit nehmen. Wenn die Pille für euch funktioniert, ist das großartig. Ich versuche lediglich Menschen, die Austausch zum Thema Pille absetzen mit Diabetes wollen, mit meinen Erfahrungen vielleicht eine Hilfe anzubieten.
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Donnerstag, 7. Dezember 2017
Freitag, 3. November 2017
ENDLICH!
Leute, ich schreibe diesen Text während einer Arbeitspause in der Bibliothek. Wie ihr sicher wisst, ist am 14.11. der Weltdiabetestag und in jedem Jahr hat dieser ein großes Überthema. Da ich das Thema dieses Weltdiabetestages noch nicht kannte, wollte ich kurz auf der Website nachschauen und wurde sehr positiv überrascht!
Ich könnte gerade ein paar Freudensprünge machen, aber ich sitze in einer mucksmäuschenstillen Bibliothek. Wie passend! Wirklich, es ist an der Zeit, diesem Thema endlich die Aufmerksamkeit zu geben, die es braucht! Auf der Website steht: "Alle Frauen mit Diabetes benötigen einen erschwinglichen und gerechten Zugang zu Pflege und Bildung, um ihren Diabetes besser zu bewältigen und ihre Gesundheitsergebnisse zu verbessern." Ja, so ist es! Aber warum ausgerechnet Frauen, fragt ihr euch vielleicht an dieser Stelle? Vielleicht helfen euch da ein paar Fakten und Forderungen, die ihr ebenfalls auf der Website nachlesen könnt:
Frauen weltweit benötigen erschwinglichen und gerechteren Zugang zu Pflege und Bildung, Insulin und Technologie, um den Diabetes besser bewältigen zu können. Derzeit leben über 199 Millionen Frauen mit Diabetes auf unserer Erde. Zwei von Fünf Frauen sind im forpflanzungsfähigen Alter (Thema Diabetes und Menstruation! Thema Diabetes und Schwangerschaft! Thema Diabetes und Wechseljahre!). Frauen mit Typ-2-Diabetes haben fast 10-mal häufiger eine koronare Herzkrankheit als Frauen ohne. Frauen mit Typ-1-Diabetes haben ein erhöhtes Fehlgeburtenrisiko. Wir leben immer noch in einer Welt, in der (wenn überhaupt vorhanden!) Gesundheitssysteme nicht auf die spezifischen Bedürfnissen von Frauen mit Diabetes achten und nicht darauf eingehen. Alle Frauen mit Diabetes müssen Zugang zu essentiellen Diabetesmedikamenten- und Technologien erhalten, genügend Informationen fürs Selbstmanagement bekommen und können nur so optimale Ergebnisse in ihren Therapien erzielen! Eine Schwangerschaft mit Diabetes ist sowieso schon eine Risikoschwangerschaft. Schwangere müssen - sowieso schon - auf so viele Dinge achten. Es muss gewährleistet werden, dass schwangere Frauen mit Diabetes Zugang zu Vorsorge, Pflege und Bildung bekommen, um für die eigene Gesundheit und die des ungeborenen Kindes sorgen zu können! Beschäftigte im Gesundheitswesen müssen zum Thema Diabetes geschult sein, um die Frauen besser Informieren zu können und sie nicht alleine zu lassen. Thema Gewicht und Körper... UNDUNDUND. Leute! Es gibt so viel zu tun und es freut mich so unglaublich, dass der Weltdiabetestag sich in diesem Jahr um diese Themen drehen wird, denn das war überfällig. Hoffentlich können damit weite Kreise gezogen und langfristig etwas bewirkt werden!
Im Rahmen des diesjährigen Weltdiabetestages und des Themas "Frau und Diabetes" möchte ich heute dazu aufrufen, dass ihr mir, wenn ihr möchtet, eure Geschichten zum Thema schicken könnt. Ich würde dann - mit eurem Einverständnis und natürlich anonymisiert - eine Auswahl im Laufe des Monats hier auf meinem Blog veröffentlichen, um noch mehr Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken. Lustig, emotional, wütend, alles ist erlaubt! Diabetes und Frauen in anderen Ländern, Diabetes und Wechseljahre, LGBTQIA+ Menschen mit Diabetes (Thema Gesundheitssystem etc.), Schwangerschaft und Geburt mit Diabetes, Hypoglykämie als Frau mit Diabetes, Menstruation und Diabetes, Mutter sein und Diabetes, Mutter und Tochter mit Diabetes, Frau und Diabetes... Wenn ihr eine Geschichte zum Thema habt und ihr die Kraft habt, diese zu erzählen und mit uns zu teilen, schreibt mir gerne an icaneateverything @ web . de !
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"Frauen und Diabetes - unser Recht auf eine gesunde Zukunft"
| Poster von www.weltdiabetestag.de |
Ich könnte gerade ein paar Freudensprünge machen, aber ich sitze in einer mucksmäuschenstillen Bibliothek. Wie passend! Wirklich, es ist an der Zeit, diesem Thema endlich die Aufmerksamkeit zu geben, die es braucht! Auf der Website steht: "Alle Frauen mit Diabetes benötigen einen erschwinglichen und gerechten Zugang zu Pflege und Bildung, um ihren Diabetes besser zu bewältigen und ihre Gesundheitsergebnisse zu verbessern." Ja, so ist es! Aber warum ausgerechnet Frauen, fragt ihr euch vielleicht an dieser Stelle? Vielleicht helfen euch da ein paar Fakten und Forderungen, die ihr ebenfalls auf der Website nachlesen könnt:
Frauen weltweit benötigen erschwinglichen und gerechteren Zugang zu Pflege und Bildung, Insulin und Technologie, um den Diabetes besser bewältigen zu können. Derzeit leben über 199 Millionen Frauen mit Diabetes auf unserer Erde. Zwei von Fünf Frauen sind im forpflanzungsfähigen Alter (Thema Diabetes und Menstruation! Thema Diabetes und Schwangerschaft! Thema Diabetes und Wechseljahre!). Frauen mit Typ-2-Diabetes haben fast 10-mal häufiger eine koronare Herzkrankheit als Frauen ohne. Frauen mit Typ-1-Diabetes haben ein erhöhtes Fehlgeburtenrisiko. Wir leben immer noch in einer Welt, in der (wenn überhaupt vorhanden!) Gesundheitssysteme nicht auf die spezifischen Bedürfnissen von Frauen mit Diabetes achten und nicht darauf eingehen. Alle Frauen mit Diabetes müssen Zugang zu essentiellen Diabetesmedikamenten- und Technologien erhalten, genügend Informationen fürs Selbstmanagement bekommen und können nur so optimale Ergebnisse in ihren Therapien erzielen! Eine Schwangerschaft mit Diabetes ist sowieso schon eine Risikoschwangerschaft. Schwangere müssen - sowieso schon - auf so viele Dinge achten. Es muss gewährleistet werden, dass schwangere Frauen mit Diabetes Zugang zu Vorsorge, Pflege und Bildung bekommen, um für die eigene Gesundheit und die des ungeborenen Kindes sorgen zu können! Beschäftigte im Gesundheitswesen müssen zum Thema Diabetes geschult sein, um die Frauen besser Informieren zu können und sie nicht alleine zu lassen. Thema Gewicht und Körper... UNDUNDUND. Leute! Es gibt so viel zu tun und es freut mich so unglaublich, dass der Weltdiabetestag sich in diesem Jahr um diese Themen drehen wird, denn das war überfällig. Hoffentlich können damit weite Kreise gezogen und langfristig etwas bewirkt werden!
Im Rahmen des diesjährigen Weltdiabetestages und des Themas "Frau und Diabetes" möchte ich heute dazu aufrufen, dass ihr mir, wenn ihr möchtet, eure Geschichten zum Thema schicken könnt. Ich würde dann - mit eurem Einverständnis und natürlich anonymisiert - eine Auswahl im Laufe des Monats hier auf meinem Blog veröffentlichen, um noch mehr Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken. Lustig, emotional, wütend, alles ist erlaubt! Diabetes und Frauen in anderen Ländern, Diabetes und Wechseljahre, LGBTQIA+ Menschen mit Diabetes (Thema Gesundheitssystem etc.), Schwangerschaft und Geburt mit Diabetes, Hypoglykämie als Frau mit Diabetes, Menstruation und Diabetes, Mutter sein und Diabetes, Mutter und Tochter mit Diabetes, Frau und Diabetes... Wenn ihr eine Geschichte zum Thema habt und ihr die Kraft habt, diese zu erzählen und mit uns zu teilen, schreibt mir gerne an icaneateverything @ web . de !
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Mittwoch, 1. November 2017
Re: Die Kurve nach der Pizza
Liebe Leute!
Es ist November, der Weltdiabetestag ist um die Ecke. Aber darum soll es heute und hier (noch) nicht gehen. Vergangene Woche postete ich ein Bild auf meiner Blog-Facebookpage und auf Instagram. Es zeigte mein Sensor-Messgerät und eine relativ gerade Linie auf dem Display. Dazu die Zahl 123, welche meinen damaligen Nüchternwert beschrieb. Am Abend zuvor gab es relativ spät Pizza bei mir. Ob die jetzt aus einer Pappverpackung kam, wie jemand unter dem Bild mutmaßte, ob ich sie unterwegs irgendwo im Gehen gegessen habe oder ob ich eben einfach spät abends noch in einem italienischen Restaurant saß, ist an dieser Stelle übrigens wirklich total egal. Fakt ist: Es gab Pizza und das zu relativ später Stunde. Eigentlich mein Absoluter Endgegner, vor allem in dieser Kombination. Vielleicht sogar der Endgegner von vielen von uns. 'Ne Menge Kohlenhydrate, aber auch ein fettiger, eiweißhaltiger Belag sorgen dafür, dass jede Pizza anders zu berechnen ist und jeder von uns selbst jedes Mal neu austarieren muss, wie er sie am ehesten behandelt, um nicht mit schwindelerregend hohen Werten aus dem Ganzen heraus zu kommen.
Egal ob auf Instagram oder auf Facebook, als Kommentar oder Nachricht, eure Reaktionen waren ungefähr gleich: Wie machst du das? Was ist dein Geheimrezept? Wie spritzt du für Pizza?
Eines vorab: Ihr glaubt doch hoffentlich nicht, dass das immer so aussieht bei mir, weil ich euch ein Mal ein tolles Bild meiner Kurve gezeigt habe (weil ich extrem stolz darauf war)? Ich wünschte zwar, dass ich jede Pizza so toll meistern könnte, in der Realität sieht es aber leider oft anders aus. Denn, wie schon gesagt (und es tut mir leid, wenn ich damit jetzt einige Diabetesneulinge demotivieren sollte, aber): Jede Pizza ist anders. Alle Pizzen sind unterschiedlich groß, haben unterschiedlich dicken Boden, sind belegt mit unterschiedlich viel Käse und sonstigen Zutaten und haben teilweise auch Zucker in der Tomatensoße. Von der Pappverpackung einer TK-Pizza bekommt man ja immerhin noch die Nährwerttabelle gratis dazu, aber die Pizza vom Imbiss oder aus dem Restaurant hat diese leider nicht in die obenauf gedruckt. Dazu gesellt sich mein jeweiliger eigener aktueller Zustand. Denn auch, wenn viele DiabetologInnen und DiabetesberaterInnen Menschen mit Diabetes am liebsten immer noch gleich und nach Schema F behandeln wollen, wissen wir, dass eben nicht nur Ernährung und Sport eine große und wichtige Rolle in der Therapie spielen und wir eben nicht alle gleich sind. Meine eigenen Erfahrungen und die, die andere Menschen mit Diabetes mit mir geteilt haben, sprechen Bände. So viel mehr muss bei der modernen Therapie heutzutage beachtet werden. Nicht umsonst arbeiten viele Menschen zum Glück inzwischen daran, Therapie zu individualisieren. Wie habe ich mich die letzten Tage ernährt, wie waren meine Werte über die letzten Tage, wie insulinempfindlich bin ich deswegen im Moment und wo in meinem Zyklus befinde ich mich eigentlich gerade? Das alles sind auch Dinge, die eigentlich im Alltag beachtet werden müssen, damit eine gute Therapie gewährleistet werden kann. Und jetzt mal Hand aufs Herz: Wer trackt das alles im Alltag und schafft es, all diese Dinge in seiner Therapie unter einen Hut zu bringen und trotzdem noch ein Leben zu haben?
Aber nochmal zurück zu dem, was ich eigentlich sagen wollte: Puh, Leute! Fragt mich bitte nie nach Spritz-Anleitungen! Ich dachte wirklich, wir sind darüber hinaus. Ich habe nie verstanden, wie Menschen mit Diabetes sich im Internet unter Bildern von Kuchen oder Pizza erzählen, wie viel sie dafür jeweils spritzen würden und andere das teilweise einfach so leichtsinnig übernehmen. Leute, das kann ganz schnell gefährlich werden! Macht euch das bitte bewusst. Das sind Dinge, die ihr zum Beispiel mit euren DiabetologInnen und DiabetesberaterInnen besprechen könnt, wenn sie euch im Alltag bewegen. Fragt sie beim nächsten Besuch, was sie euch zum Thema Pizza raten können, erzählt von euren Erlebnissen und tastet euch dann immer wieder ran. Aber ich bin keine Diabetologin. Ich kenne mich mit meinem eigenen Diabetes ganz gut aus, wage ich jetzt zu behaupten. Aber euer Diabetes ist nicht meine Baustelle.
Dieses Bild habe ich nicht gepostet, um darunter zu erzählen, wie genau ich für welche Pizza gespritzt habe. Denn das bringt einfach schlichtweg niemandem von euch etwas und kann sehr gefährlich sein! Ich habe es gepostet, weil ich stolz darauf war, dass mein Plan aufgegangen ist und ich das mit der Welt teilen wollte. Weil ich damit vielleicht etwas in euch bewegen wollte, ihr euch möglicherweise deswegen mal mit dem Thema Blutzuckerspitzen nach Pizza beschäftigen wollt oder mal wieder (mit eurer DiabetologIn) an eurer eigenen Therapie tüftelt, damit eure eigenen Werte so aussehen können. Weil ich Gleichgesinnte finden wollte, denen es mit Pizza ähnlich geht, die sich über solche Kurven auch freuen können, die sich für mich mit mir freuen, die ähnliches berichten können. Das ist für mich der Sinn hinter diesem Blog, und auch hinter jedem Bild oder Text, den ich poste. Stichwort Community.
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Es ist November, der Weltdiabetestag ist um die Ecke. Aber darum soll es heute und hier (noch) nicht gehen. Vergangene Woche postete ich ein Bild auf meiner Blog-Facebookpage und auf Instagram. Es zeigte mein Sensor-Messgerät und eine relativ gerade Linie auf dem Display. Dazu die Zahl 123, welche meinen damaligen Nüchternwert beschrieb. Am Abend zuvor gab es relativ spät Pizza bei mir. Ob die jetzt aus einer Pappverpackung kam, wie jemand unter dem Bild mutmaßte, ob ich sie unterwegs irgendwo im Gehen gegessen habe oder ob ich eben einfach spät abends noch in einem italienischen Restaurant saß, ist an dieser Stelle übrigens wirklich total egal. Fakt ist: Es gab Pizza und das zu relativ später Stunde. Eigentlich mein Absoluter Endgegner, vor allem in dieser Kombination. Vielleicht sogar der Endgegner von vielen von uns. 'Ne Menge Kohlenhydrate, aber auch ein fettiger, eiweißhaltiger Belag sorgen dafür, dass jede Pizza anders zu berechnen ist und jeder von uns selbst jedes Mal neu austarieren muss, wie er sie am ehesten behandelt, um nicht mit schwindelerregend hohen Werten aus dem Ganzen heraus zu kommen.
Egal ob auf Instagram oder auf Facebook, als Kommentar oder Nachricht, eure Reaktionen waren ungefähr gleich: Wie machst du das? Was ist dein Geheimrezept? Wie spritzt du für Pizza?
Eines vorab: Ihr glaubt doch hoffentlich nicht, dass das immer so aussieht bei mir, weil ich euch ein Mal ein tolles Bild meiner Kurve gezeigt habe (weil ich extrem stolz darauf war)? Ich wünschte zwar, dass ich jede Pizza so toll meistern könnte, in der Realität sieht es aber leider oft anders aus. Denn, wie schon gesagt (und es tut mir leid, wenn ich damit jetzt einige Diabetesneulinge demotivieren sollte, aber): Jede Pizza ist anders. Alle Pizzen sind unterschiedlich groß, haben unterschiedlich dicken Boden, sind belegt mit unterschiedlich viel Käse und sonstigen Zutaten und haben teilweise auch Zucker in der Tomatensoße. Von der Pappverpackung einer TK-Pizza bekommt man ja immerhin noch die Nährwerttabelle gratis dazu, aber die Pizza vom Imbiss oder aus dem Restaurant hat diese leider nicht in die obenauf gedruckt. Dazu gesellt sich mein jeweiliger eigener aktueller Zustand. Denn auch, wenn viele DiabetologInnen und DiabetesberaterInnen Menschen mit Diabetes am liebsten immer noch gleich und nach Schema F behandeln wollen, wissen wir, dass eben nicht nur Ernährung und Sport eine große und wichtige Rolle in der Therapie spielen und wir eben nicht alle gleich sind. Meine eigenen Erfahrungen und die, die andere Menschen mit Diabetes mit mir geteilt haben, sprechen Bände. So viel mehr muss bei der modernen Therapie heutzutage beachtet werden. Nicht umsonst arbeiten viele Menschen zum Glück inzwischen daran, Therapie zu individualisieren. Wie habe ich mich die letzten Tage ernährt, wie waren meine Werte über die letzten Tage, wie insulinempfindlich bin ich deswegen im Moment und wo in meinem Zyklus befinde ich mich eigentlich gerade? Das alles sind auch Dinge, die eigentlich im Alltag beachtet werden müssen, damit eine gute Therapie gewährleistet werden kann. Und jetzt mal Hand aufs Herz: Wer trackt das alles im Alltag und schafft es, all diese Dinge in seiner Therapie unter einen Hut zu bringen und trotzdem noch ein Leben zu haben?
Aber nochmal zurück zu dem, was ich eigentlich sagen wollte: Puh, Leute! Fragt mich bitte nie nach Spritz-Anleitungen! Ich dachte wirklich, wir sind darüber hinaus. Ich habe nie verstanden, wie Menschen mit Diabetes sich im Internet unter Bildern von Kuchen oder Pizza erzählen, wie viel sie dafür jeweils spritzen würden und andere das teilweise einfach so leichtsinnig übernehmen. Leute, das kann ganz schnell gefährlich werden! Macht euch das bitte bewusst. Das sind Dinge, die ihr zum Beispiel mit euren DiabetologInnen und DiabetesberaterInnen besprechen könnt, wenn sie euch im Alltag bewegen. Fragt sie beim nächsten Besuch, was sie euch zum Thema Pizza raten können, erzählt von euren Erlebnissen und tastet euch dann immer wieder ran. Aber ich bin keine Diabetologin. Ich kenne mich mit meinem eigenen Diabetes ganz gut aus, wage ich jetzt zu behaupten. Aber euer Diabetes ist nicht meine Baustelle.
Dieses Bild habe ich nicht gepostet, um darunter zu erzählen, wie genau ich für welche Pizza gespritzt habe. Denn das bringt einfach schlichtweg niemandem von euch etwas und kann sehr gefährlich sein! Ich habe es gepostet, weil ich stolz darauf war, dass mein Plan aufgegangen ist und ich das mit der Welt teilen wollte. Weil ich damit vielleicht etwas in euch bewegen wollte, ihr euch möglicherweise deswegen mal mit dem Thema Blutzuckerspitzen nach Pizza beschäftigen wollt oder mal wieder (mit eurer DiabetologIn) an eurer eigenen Therapie tüftelt, damit eure eigenen Werte so aussehen können. Weil ich Gleichgesinnte finden wollte, denen es mit Pizza ähnlich geht, die sich über solche Kurven auch freuen können, die sich für mich mit mir freuen, die ähnliches berichten können. Das ist für mich der Sinn hinter diesem Blog, und auch hinter jedem Bild oder Text, den ich poste. Stichwort Community.
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Sonntag, 22. Oktober 2017
Dieses Thema lässt mich nicht mehr los!
An diesem vergangenen Wochenende war ich zu Gast beim allerersten deutschsprachigen Diabetes-Barcamp, veranstaltet von der Blood Sugar Lounge, für die ich ja auch regelmäßig schreiben darf. Ein Barcamp ist eine sogenannte Un-Konferenz und das Konzept des Barcamps wird seit vielen Jahren von den unterschiedlichsten Interessengruppen für offenen Austausch und Vernetzung genutzt. Die Themen und Sessions eines Barcamps werden im Gegensatz zu klassischen Konferenzen nicht im Voraus von den Veranstaltern geplant und festgelegt. Dafür ist es ausdrücklich gewollt und erwünscht, dass die Teilnehmer Session-Ideen zu Beginn des Barcamps selbst vorstellen und dann zusammen mit allen Teilnehmern am Morgen des Barcamps das Programm entstehen kann. Dadurch soll gewährleistet werden, dass Themen an die Tagesordnung kommen, die die Community wichtig findet und die uns am Herzen liegen.
Teil des großen Ganzen
Natürlich wünschte ich mir unbedingt ein Teil dieser großartigen Sessions zu werden und mit Leuten über ein mir wichtiges Thema ins Gespräch zu kommen, um zu sehen, ob es anderen auch so am Herzen liegt. Ich habe mir also im Vorfeld unfassbar viele Gedanken zu möglichen Session-Themen gemacht, die ich gerne in diesem Rahmen anbieten möchte und schnell festgestellt, dass ich tatsächlich viele Anliegen habe, die ich in die Welt hinaustragen möchte und zu denen ich mir einen Dialog wünsche. Letzten Endes habe ich mich für das Thema Diabetes und Zyklus entschieden, weil ich finde, dass dieses große und vielschichtige Thema nach wie vor komplett unterrepräsentiert wird. Ich nannte meine Session „(Bloody) Hell?! - Diabetes und Zyklus“ und stellte sie ungefähr so vor: „Ein Thema, welches mir persönlich sehr am Herzen liegt und welches meiner Meinung nach leider komplett unterrepräsentiert wird. Diabetes und Zyklus, Diabetes und Hormone, Diabetes und Schwangerschaft, Wechseljahre… welchen Einfluss haben all diese Dinge auf unseren Blutzucker und wie unterscheiden sich oder helfen uns unsere Erfahrungen? All das möchte ich gerne mit euch diskutieren!“
Und dann ging's los!
Meine Session sollte um 12.00Uhr beginnen. Schnell füllte sich der Raum und ich habe mich sehr gefreut, dass das Thema doch für so viele spannend und wichtig zu sein scheint. Ich begann zu erzählen, warum mir dieses Thema überhaupt so am Herzen liegt: Vor genau einem Jahr habe ich die Pille abgesetzt. Das hatte verschiedene Gründe: Ich wollte keine Hormone mehr zu mir nehmen und wollte einen natürlichen Zyklus haben, außerdem habe ich immer öfter von Depressionen in Verbindung mit der Pille gelesen und da dies für mich die letzten zwei Jahre auch Thema war, hat es mich nachdenklich gemacht und ich wollte es einfach einmal ausprobieren. Zu Beginn hatte ich mir eigentlich gar nicht so viele Gedanken darüber gemacht, was das wohl für meinen Blutzucker bedeuten könnte. Denn mit Pille hatte der Diabetes quasi keinerlei Einfluss auf meinen Zyklus. In diesem Jahr ohne Pille hat sich aber nun tatsächlich einiges getan. Jeder Zyklus war anders, ich habe sie alle aufgezeichnet. Und auch der Blutzucker hat massiv auf alle Veränderungen während eines Zyklus reagiert - mal mehr, mal weniger. Alles, was ich bei dem einem Zyklus im Bezug auf meinen Blutzucker gelernt habe, konnte ich bei dem nächsten schon nicht mehr anwenden und umgekehrt. Nun ist meine Diabetologin keine Gynäkologin und meine Gynäkologin keine Diabetologin (so ist es bestimmt bei allen von euch der Fall), es gibt aber auch niemanden, der beide Themen komplett miteinander verknüpfen kann und die Schnittmenge dieser Gebiete bildet, um mich dahingehend zu beraten. Ich habe versucht, im Internet Infos zum Thema zu bekommen, aber viel öffentlich wird leider (noch!) nicht gesprochen. Und hier geht es „nur“ um das Thema Zyklus. Bei den Themen Diabetes und Schwangerschaft oder Diabetes und Wechseljahre, die mich momentan zwar beide nicht akut betreffen, über die ich mir aber doch ab und an Gedanken mache, weil sie mir beide irgendwann in meinem Alltag begegnen können, gibt es noch viel, viel weniger und das leider verbunden mit sehr viel Panikmache.
Eines der Probleme, die sich aus der Diskussion an diesem Tag herauskristallisiert haben ist, dass der Zyklus bei jedem von uns anders Einfluss auf den Blutzucker nimmt. Das ist jetzt tatsächlich auch nichts gewesen, was mich massiv überrascht hat, schließlich sind wir einfach keine immer gleich funktionierenden Maschinen, egal ob beim Diabetes an sich oder bei dem, was auf den Diabetes einen Einfluss haben könnte. Warum aber wird über dieses komplexe Thema so wenig öffentlich berichtet? Egal, ob in Verbindung mit Diabetes oder alleinstehend, die Themen Zyklus, Menstruation, Schwangerschaft und Wechseljahre sind einfach nicht dauerhaft im öffentlichen Diskurs. Menstruation und alles, was damit zusammen hängt, ist immer noch ein „ekelhaftes“ Tabuthema. Schwangere sollen happy sein, aber es wird ihnen immer schwerer gemacht (Stichwort Hebammen, Krankenhäuser etc.) und am besten sollen sie auch bloß nicht öffentlich stillen. Die Wechseljahre werden höchstens dazu benutzt, blöde Witze zu reißen, wenn überhaupt mal darüber gesprochen wird. Und ich finde, das kann alles nicht mehr sein. Es ist 2017. Diese Themen sind Alltag für so viele, warum können wir die Probleme dann nicht WIRKLICH öffentlich besprechen?
Ohne euch geht nix!
Ich kann behaupten, dass mit der Session nun ein Anfang gemacht ist und ich habe schon einige Ideen für die Nachbereitung in der Zukunft und darüber bin ich sehr froh. Die Stimmung im Raum war toll, wir haben rege diskutiert, waren respektvoll im Umgang miteinander und konnten uns wirklich sehr gut austauschen (obwohl die Zeit natürlich viel zu knapp war!). Danke nochmal an alle, die mit dabei waren und diese Session zu etwas für mich sehr Besonderen gemacht haben! Trotzdem - ohne euch alle da draußen gibt es da kein Weiterkommen. Was sind eure Erfahrungen zu Diabetes und Zyklus, Menstruation, Schwangerschaft oder Wechseljahren? Schreibt mir gerne!
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Dienstag, 22. August 2017
Tief, tiefer, am tiefsten
Im Moment bin ich manchmal tatsächlich täglich überrascht, wie gut ich das aktuell wieder mit meinen Werten hinkriege. Selbst Pizza ist gerade kein Problem für mich und meinen Blutzucker. Vor einigen Wochen schrieb ich noch, wie jeder Zyklus irgendwie anders meine Werte durcheinander bringt. Aber siehe da: Seit der letzten Periode läuft es irgendwie auf magische Weise. Oder liegt's auch an meinem Zutun? Vermutlich ist es eine Mischung aus Beidem.
Überrascht bin ich, weil ich wegen Zyklus und anderen spaßigen Dingen in den letzten Monaten schon irgendwie fast aufgegeben hatte, was das Herumprobieren und Verändern meiner Therapie angeht. Das ist manchen von euch jetzt vielleicht wieder ein Bisschen zu ehrlich, aber ich hatte einfach wirklich anderes im Kopf. Und ja, das ist nicht gerade vorbildlich für jemanden mit einer chronischen Krankheit. Aber wir alle kennen vermutlich solche Phasen, in denen es einfach Wichtigeres gibt und der Diabetes total in den Hintergrund rückt. Umso glücklicher bin ich gerade darüber, dass jene Phase nun endlich, zumindest vorerst, vorbei zu sein scheint. Ich betrachte meine Werte und kann es teilweise kaum fassen. Ich mache Dinge wieder richtig! Ich kann doch noch Kohlenhydrate schätzen! Es geht mir gut! Endlich mal wieder normale Werte und keine Berg- und Talfahrt auf dem Bildschirm. Zwar ist mein HbA1c gleich geblieben. Dennoch: das war eines unserer Therapieziele, den HbA1c halten und diesen nur ganz langsam senken. Das ist wie mit allen anderen Dingen im Leben: schnell schnell ist nie die gesündere Möglichkeit, egal um was es geht. Alles langsam verändern.
Die für mich verrückteste Veränderung momentan ist, dass mein Körper wahnsinnig empfindlich auf das gespritzte Insulin reagiert, sobald ich generell bessere Werte halten kann. Das ist vermutlich bei vielen von uns so, überrascht mich aber jedes Mal wieder. Vor allem nach so einer Phase, wie ich sie jetzt hatte: mit vielen auch teilweise wirklich wahllos gespritzten und auch größeren Wutboli, die den Blutzuckerwert einfach nicht in den Zielbereich bringen wollten und vielen verzweifelten Stunden an der Wasserflasche und auf der Toilette, weil das Insulin einfach nur wirkte wie Wasser. Aber jetzt, jetzt wirkt es wieder. Und zwar gewaltig.
Letzte Nacht wachte ich gegen 2 auf und ich konnte bis 4 nicht mehr schlafen. Das lag zunächst einmal an einer heftigen Unterzuckerung, von deren Symptomen ich glücklicherweise aufgewacht bin. Zittern, schwitzen, ihr kennt das sicher. Ich checkte meinen Blutzuckerwert: LO. Ok. Das passte so ungefähr exakt zu meinem Körpergefühl. Zügig versuchte ich die Unterzuckerung mit flüssigem Zucker zu behandeln. Die Zähne waren natürlich schon geputzt, toll. Ich war genervt und müde. Und mit wenig Zucker war es auch nicht getan. Ne Viertelstunde später war ich immer noch ähnlich tief. Mehr Zucker. Viertelstunde später immer noch ähnlich tief. Noch mehr Zucker. Ich hatte echt die Schnauze voll und war müde. Die letzte Insulinabgabe fand vor 20Uhr abends statt. Das machte alles überhaupt keinen Sinn. Oder doch?
Gegen 3Uhr ging es langsam Richtung Normalwert. Endlich. Schlafen ging trotzdem erst einmal nicht mehr. Jetzt hatte ich ja wieder super viel Treibstoff im Körper, ich stand quasi im Bett. Um 4Uhr dämmerte es draußen. Irgendwann habe ich es irgendwie wieder geschafft, einzuschlafen. Der Wecker klingelte um 8 das erste Mal, natürlich bin ich da nicht aufgestanden. Das ist ein Luxus, den ich mir im Moment glücklicherweise leisten kann. Geholfen hat es heute aber nicht wirklich. Der Tag war trotzdem durch für mich. Und ich musste mich eher versuchen oben zu halten.
Jetzt muss ich die nächsten Tage abwarten, geizig sein mit dem Insulin, vor allem abends, und dann schauen, ob sich dieses Spektakel wiederholen wird. Und vergleichen, Notizen machen, Schlüsse daraus ziehen. Also alles wieder von vorn. Bis es vielleicht wieder nicht mehr ausreicht. Im Moment ist es ein Spiel, welches ich nicht mehr so gerne spielen möchte. Wir können gerne hier an diesem Punkt bleiben, das Insulin normal wirken und meine Werte gut lassen, echt. Ich hätte damit kein Problem. Ich kann den nächsten Zyklus, in dem es wieder anders sein wird, aber schon beinahe riechen. Ein ewiges Hin und Her. Fast ein Bisschen wie damals mit der bescheuerten Remissionsphase. Wie lange noch? Und wie bei meinem letzten Eintrag wieder die Frage: Wie viel können wir leisten?
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Samstag, 8. April 2017
Mir wird kotzübel...
Darf ich mich freuen? Seit der Basalinsulinumstellung läuft es bei mir echt ganz gut. Ich bin gerade endlich mal wieder höchstmotiviert, und die dazu passenden Werte-Kurven auf meinem Bildschirm zu sehen gibt mir unglaublich viel. Die sind nämlich spitze, also sehr gleichmäßig! Ich bin endlich, endlich über 70% der Zeit in meinem Zielbereich. Das tut sooo gut! Und es hält die Motivation natürlich oben und spornt mich an, genau so weiter zu machen, wie ich es jetzt gerade tue. Es fühlt sich gut an, ich habe Energie und schlafe weitaus besser. Und das alles nur, weil ich das Basalinsulin gewechselt und an meiner Unterzuckerungsangst und meinen Gewohnheiten gearbeitet habe. Das hat lange gedauert und wegen dieser habe ich immer erst lange nach den Mahlzeiten für mein Essen gespritzt, was oft zu sehr ausgeprägten Spitzen und viel Zeit mit hohen Werten geführt hat. Mittlerweile spritze ich meistens vor dem Essen - zwar immer noch vorsichtig, aber es wird von Tag zu Tag besser. Ich werde mutiger und lerne meinem Körper und meinem Kopf wieder zu vertrauen.
Trotzdem schaffe ich es leider nicht immer. Zum Beispiel wenn ich unterwegs bin, etwas aus der Hand esse, es kalt ist oder ich mit Freunden unterwegs bin und wir uns dem schnellen und stressigen Takt der Außenwelt fügen, so dass ich nirgends kurz mal runter kommen und den Pen auspacken kann. In solchen Momenten wünsche ich mir dann eine Pumpe, denn mit einem Pen unterwegs schnell zu spritzen, ohne kurz den schnellen Augenblick zu unterbrechen, gerade wenn man mehrere Lagen Kleidung trägt, das funktioniert fast nicht (wie ihr wisst, bin ich einer Pumpe ja tendentiell sowieso nicht abgeneigt, ich habe nur "mein" Modell noch nicht gefunden). Irgendwann vergesse ich dann, dass ich eigentlich noch spritzen muss und spüre nur noch, wie mich eine plötzliche Übelkeit überkommt. Körper gewöhnen sich ja so schnell um! Ein paar Wochen mit guten Werten und ZACK! wird mir bei Werten über meinem Zielbereich übel. Vor einigen Wochen noch hielt ich Stunden mit hohen Werten aus, ohne auch nur irgendetwas zu bemerken. Nun also wird es wirklich schnell unangenehm für mich, wenn ich es einmal vergesse, direkt zu spritzen.
Da fällt mir direkt ein: Hat jemand schon Erfahrungen sammeln können mit dem neuen superschnellen Insulin Fiasp? Wenn ja, berichtet gerne! Ist es wirklich so schnell? Weil das in einer solchen Situation natürlich unglaublich fix aus der Situation helfen könnte...
Ich fühle mich irgendwie wieder wie eine Anfängerin, und naja, nach vier Jahren ist das vielleicht auch manchmal noch okay. Jetzt heißt es also weiterhin dranbleiben, nicht nachlassen und weiter optimieren, um meine Therapie endlich mal wieder so richtig auf die Reihe zu bekommen! Kennt ihr das? Wird euch auch so schnell so unglaublich übel?
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Freitag, 26. August 2016
BE? KE? Ja, was denn nun?
Heute beschäftigt mich ganz offiziell die Frage, ob es denn okay ist, dass ich meine KE BE nenne und wie ihr das da draußen alle so macht.Seit meiner Diagnose beschäftige ich mich viel mehr mit meinem Essen, als vorher eigentlich schon. Das geht glaube ich den meisten von uns so und ist ja auch ganz normal, schließlich bekommt unsere tägliche Nahrungsaufnahme durch den Diabetes nochmal eine ganz andere Rolle zugesprochen. Essen muss seit dem analysiert und die Inhaltsstoffe im Kopf auseinander genommen werden. Nahrung besteht seit der Diagnose auch noch aus Zahlen.
Eines der ersten Dinge, die ich frisch mit Diabetes im Gepäck gelernt habe, ist die Tatsache, dass wir in unserem Essen die darin enthaltenen Kohlenhydrate schätzen, um dann zu berechnen, wie viel Insulin wir dafür am Ende spritzen müssen. Dafür gibt es verschiedene Systeme, so ungefähr wie es hier Meter und Kilometer und in den USA Fuß und Meile gibt. In diesem Fall nennen sich die Systeme zur Berechnung von Kohlenhydraten in unserer Nahrung Broteinheit und Kohlenhydrateinheit.
Der ganze Einheitskram kann einen zu Beginn der Diagnose ganz schön verwirren...
Eine Broteinheit entspricht 12g Kohlenhydraten. Wenn ein Lebensmittel also auf 100g 12g Kohlenhydrate enthält, haben 100g dieses Lebensmittels eine Broteinheit - 1 BE.
Eine Kohlenhydrateinheit entspricht 10g Kohlenhydraten. Wenn ein Lebensmittel also auf 100g 10g Kohlenhydrate enthält, haben 100g dieses Lebensmittels eine Kohlenhydrateinheit - 1 KE oder 1 KHE.
Bei den Werten beider Systeme direkt nacheinander gelesen fällt auf: die Kohlenhydrateinheit ist im klassischen Dreisatz natürlich erheblich einfacher zu berechnen, als die Broteinheit.
In meiner ersten Schulung, damals vor rund drei Jahren, lernte ich die Broteinheit zu benutzen, wir schätzten dort Broteinheiten von verschiedensten Lebensmitteln und sprachen diverse Essens-Schätz-Szenarien durch. Das war okay für mich, aber schnell lernte ich außerhalb der Schulung, dass man die Kohlenhydrate auch etwas einfacher mit der Kohlenhydrateinheit berechnen kann und diese Form der Berechnung moderner ist. Seit dem berechne ich mit KE, nenne sie aber trotzdem, aus Gewohnheit, weiter Broteinheit.
Das kann für viele Außenstehende verwirrend wirken, aber mein System funktioniert gut und ich mag das Wort Broteinheit gerne.
Das mein System zu Verwirrungen führen kann, fiel mir bei meinem letzten Diabetes-Dienstag auf Snapchat auf (manchmal mache ich den Diabetes-Dienstag nur dort). Ich erzählte, wie viele Broteinheiten ein Capri-Sonne-Päckchen hat und sprach in meinen Snaps offen von 2 Broteinheiten, obwohl es ganz streng genommen 2 Kohlenhydrateinheiten waren (eine Packung Capri-Sonne Orange á 200ml hat genau 20g Kohlenhydrate, also 2 KE). Danach sah ich mich verpflichtet, meine "komplexeren" Gedankengänge zu erklären.
Um jetzt alles noch komplizierter zu machen: Ich habe gelesen, dass eine Broteinheit in der Schweiz auch 10g Kohlenhydraten entsprechen soll. An die Schweizer: Stimmt das? Vielleicht lebe ich also einfach nur nach dem Schweizer System?
So lange es für mich so funktioniert, ist das cool für mich.
Aber wie macht ihr das? BE? KE? Durcheinander? Berechnet ihr alles ganz genau, oder seid ihr eher die Schätzer? Und ist es überhaupt am Ende wichtig, ob es BE oder KE heißt?
Lasst es mich wissen!
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PS:
Ich warne euch hiermit: an den anderen Tagen gibt es dort auch Themen fern ab vom Diabetes direkt aus meinem Leben.
Aber wer mir durch meine Diabetes-Dienstage auf Snapchat folgen möchte, darf gerne hier entlang:
Mittwoch, 6. April 2016
DREI JAHRE BLOG - Was ich gelernt habe
Moin!
Immer noch Geburtstag! Immer noch in pink! Dieses Mal ist aber der Blog hier an der Reihe! Ich bin etwas spät dran, aber das liegt daran, dass ich über die Osterfeiertage unterwegs war und ausnahmsweise keinen Blogpost vorbereitet habe. Am 12.03. war mein drittes Diajubiläum und nur 12 Tage später, nämlich am 24.03., feierte ich meinen dritten Bloggeburtstag! WOW! Und ich kann mich nur wiederholen: wie schnell die Zeit vergeht, ist unfassbar für mich. Was die letzten drei Jahre bei mir los war, übersteigt alles, was bisher in meinem Leben passiert ist. Und hier bin ich heute, MIT Diabetes an meiner Seite.
Dass mein Blog nur 12 Tage jünger als meine Diagnose ist, liegt daran, dass ich direkt ein riesengroßes Bedürfnis hatte, meine Erlebnisse und Gedanken mit dieser neu diagnostizierten Krankheit aufzuschreiben und in die Welt hinauszuschicken. Ich verbrachte sowieso viel Zeit mit Recherche zum Thema Diabetes im Internet. Las viel, sah mir Videos an, verstand und probierte aus. Und irgendwo musste das alles hin. Meine Schulung bekam ich erst gut vier Monate nach meiner Diagnose, und so dauerte es einige Zeit, bis ich Leute zum Austausch in meiner direkten Umgebung fand. Und obwohl ich direkt herausfand, dass einige meiner Kommilitonen auch Typ-1-Diabetes haben, reichte mir das nicht, da sie eher verschlossen mit ihrem Diabetes waren und ich zu diesem Zeitpunkt schon merkte, dass ich, im Gegensatz zu ihnen, volle Kraft voraus gehen muss. Und so entstand mein Blogbaby nur 12 Tage nach meiner Diagnose und ich hoffe, es bleibt mir noch sehr lange treu.
Happy Birthday, Blog!
Zu dieser feierlichen Angelegenheit möchte ich heute einmal notieren, was ich in dieser Zeit gelernt habe.
Drei Dinge, die ich in drei Jahren Blog gelernt habe:
1. Es ist MEIN Blog
Mein Blog ist mein Blog ist mein Blog. Hier ist mein Spielplatz, ich kann mich austoben und meine Meinung sagen. Ich kann hier die Luft rauslassen und ich entscheide, was hier passiert. Wem es gefällt, der kann bleiben und mit dabei sein. Aber ich kann und will es nicht allen recht machen. Mit meinem persönlichen Blog mache ich mich verletzlich und angreifbar und musste lernen, damit umzugehen. Dass nicht jeder mir immer zustimmt, habe ich die letzten drei Jahre oft zu spüren bekommen, aber das ist okay, weil ich niemanden zwinge, hier mitzulesen. Bloß, weil jemand meine Arbeit hier nicht mag, heißt das nicht, dass sie schlecht ist. In erster Linie schreibe ich diesen Blog mit viel Herzblut für mich. Und das ist vom ersten Tag an bis heute unverändert. Und dass diese Tatsache von anderen gewertschätzt wird, lässt mein Herz regelmäßig höher springen.
2. Community ist wichtig und muss geschätzt werden
In den drei Jahren, in denen ich hier blogge, ist die Onlinecommunity rund um den Diabetes massiv gewachsen. Als ich meinen Blog erstellte, gab es nur rund eine Hand voll deutschsprachiger Mitblogger zum Thema Diabetes. Inzwischen sind es um die 100 "KollegInnen" und es werden ständig mehr. Noch dazu wächst die Zahl der Menschen, die sich online zum Thema Diabetes informieren wollen. Das ist großartig! Das Internet bietet uns den Platz dafür und wir nutzen diesen, kommen zusammen und tauschen uns aus.
Was diese Community aber noch lernen muss: No hate, no judgement, no jealousy. Ich verstehe, dass das Thema Rund um den eigenen Diabetes für jeden einzelnen von uns sehr emotional sein kann. Deswegen muss man andere, die etwas anders machen, noch lange nicht angreifen oder beschimpfen oder ihre Meinung als falsch darstellen. Wir sind alle anders, alle unterschiedlich. Nur weil wir alle Diabetes haben, müssen wir keine best friends sein. Diabetes definiert uns nicht. Aber wir können respektvoll miteinander umgehen. Dafür müssen wir bei uns selbst anfangen, um die Community respektvoller und in sich gestützter wachsen lassen zu können. Was ich zum Beispiel teilweise in manchen Facebook-Gruppen lese, macht mich wirklich sprachlos und wenn ihr eure Mitmenschen im echten Leben auch so behandelt, na dann herzlichen Glühstrumpf!
3. Manchmal kann ich mit meinem Mini-Blogbaby etwas bewegen, und das ist toll
Hey, mal ehrlich. Ich schreibe hier, und schreibe, und schreibe. Ich lasse die Luft raus, ich beschwere mich hier, ich komme mit vielen von euch, echten anderen Menschen mit Typ 1 und Firmen in Kontakt, und wir können uns austauschen. Die Mühe, die Leidenschaft, die Arbeit, die ich seit über drei Jahren in diesen Blog stecke, kann etwas bewirken. Feedback zu bekommen, zu erfahren, dass mein Geschreibsel jemandem helfen konnte oder ich damit etwas im Kopf eines Entwicklers bewirken konnte, das sind wirklich die Kirschen-auf-dem-Eis-Momente. Eure Kommentare zu lesen, ist so wertvoll für mich. Es macht mich so froh, wenn ich erfahre, dass ich euch happy oder mutiger mit meinen Texten gemacht habe oder euch motivieren konnte. Das ist ein unfassbar schönes Gefühl. Fast so, als würde ich euch allen bei mir zu Hause ein selbstgekochtes Drei-Gänge-Menü servieren und es würde euch super gut schmecken. So einfach kann man mich glücklich machen.
Ich hoffe, dass ich mit meinen Texten einen kleinen Teil dazu beitragen kann, Menschen mit Diabetes zu motivieren, für sich selbst einzustehen, ohne zu vergessen, dass sie eine chronische Krankheit haben, sich aber nicht von dieser am Leben hindern lassen! Und ich glaube, wir sind da auf einem guten Weg.
Was erwartet ihr von einem Blog? Oder wenn ihr BloggerInnen seid: Was habt ihr bisher durchs Bloggen gelernt? :)
Habt eine wundervolle Restwoche!
x
PS: Werbung ohne Kennzeichnung auf dem Blog ist IMMER NOCH NICHT COOL!
Immer noch Geburtstag! Immer noch in pink! Dieses Mal ist aber der Blog hier an der Reihe! Ich bin etwas spät dran, aber das liegt daran, dass ich über die Osterfeiertage unterwegs war und ausnahmsweise keinen Blogpost vorbereitet habe. Am 12.03. war mein drittes Diajubiläum und nur 12 Tage später, nämlich am 24.03., feierte ich meinen dritten Bloggeburtstag! WOW! Und ich kann mich nur wiederholen: wie schnell die Zeit vergeht, ist unfassbar für mich. Was die letzten drei Jahre bei mir los war, übersteigt alles, was bisher in meinem Leben passiert ist. Und hier bin ich heute, MIT Diabetes an meiner Seite.
Dass mein Blog nur 12 Tage jünger als meine Diagnose ist, liegt daran, dass ich direkt ein riesengroßes Bedürfnis hatte, meine Erlebnisse und Gedanken mit dieser neu diagnostizierten Krankheit aufzuschreiben und in die Welt hinauszuschicken. Ich verbrachte sowieso viel Zeit mit Recherche zum Thema Diabetes im Internet. Las viel, sah mir Videos an, verstand und probierte aus. Und irgendwo musste das alles hin. Meine Schulung bekam ich erst gut vier Monate nach meiner Diagnose, und so dauerte es einige Zeit, bis ich Leute zum Austausch in meiner direkten Umgebung fand. Und obwohl ich direkt herausfand, dass einige meiner Kommilitonen auch Typ-1-Diabetes haben, reichte mir das nicht, da sie eher verschlossen mit ihrem Diabetes waren und ich zu diesem Zeitpunkt schon merkte, dass ich, im Gegensatz zu ihnen, volle Kraft voraus gehen muss. Und so entstand mein Blogbaby nur 12 Tage nach meiner Diagnose und ich hoffe, es bleibt mir noch sehr lange treu.
Happy Birthday, Blog!
Zu dieser feierlichen Angelegenheit möchte ich heute einmal notieren, was ich in dieser Zeit gelernt habe.
Drei Dinge, die ich in drei Jahren Blog gelernt habe:
1. Es ist MEIN Blog
Mein Blog ist mein Blog ist mein Blog. Hier ist mein Spielplatz, ich kann mich austoben und meine Meinung sagen. Ich kann hier die Luft rauslassen und ich entscheide, was hier passiert. Wem es gefällt, der kann bleiben und mit dabei sein. Aber ich kann und will es nicht allen recht machen. Mit meinem persönlichen Blog mache ich mich verletzlich und angreifbar und musste lernen, damit umzugehen. Dass nicht jeder mir immer zustimmt, habe ich die letzten drei Jahre oft zu spüren bekommen, aber das ist okay, weil ich niemanden zwinge, hier mitzulesen. Bloß, weil jemand meine Arbeit hier nicht mag, heißt das nicht, dass sie schlecht ist. In erster Linie schreibe ich diesen Blog mit viel Herzblut für mich. Und das ist vom ersten Tag an bis heute unverändert. Und dass diese Tatsache von anderen gewertschätzt wird, lässt mein Herz regelmäßig höher springen.
2. Community ist wichtig und muss geschätzt werden
In den drei Jahren, in denen ich hier blogge, ist die Onlinecommunity rund um den Diabetes massiv gewachsen. Als ich meinen Blog erstellte, gab es nur rund eine Hand voll deutschsprachiger Mitblogger zum Thema Diabetes. Inzwischen sind es um die 100 "KollegInnen" und es werden ständig mehr. Noch dazu wächst die Zahl der Menschen, die sich online zum Thema Diabetes informieren wollen. Das ist großartig! Das Internet bietet uns den Platz dafür und wir nutzen diesen, kommen zusammen und tauschen uns aus.
Was diese Community aber noch lernen muss: No hate, no judgement, no jealousy. Ich verstehe, dass das Thema Rund um den eigenen Diabetes für jeden einzelnen von uns sehr emotional sein kann. Deswegen muss man andere, die etwas anders machen, noch lange nicht angreifen oder beschimpfen oder ihre Meinung als falsch darstellen. Wir sind alle anders, alle unterschiedlich. Nur weil wir alle Diabetes haben, müssen wir keine best friends sein. Diabetes definiert uns nicht. Aber wir können respektvoll miteinander umgehen. Dafür müssen wir bei uns selbst anfangen, um die Community respektvoller und in sich gestützter wachsen lassen zu können. Was ich zum Beispiel teilweise in manchen Facebook-Gruppen lese, macht mich wirklich sprachlos und wenn ihr eure Mitmenschen im echten Leben auch so behandelt, na dann herzlichen Glühstrumpf!
3. Manchmal kann ich mit meinem Mini-Blogbaby etwas bewegen, und das ist toll
Hey, mal ehrlich. Ich schreibe hier, und schreibe, und schreibe. Ich lasse die Luft raus, ich beschwere mich hier, ich komme mit vielen von euch, echten anderen Menschen mit Typ 1 und Firmen in Kontakt, und wir können uns austauschen. Die Mühe, die Leidenschaft, die Arbeit, die ich seit über drei Jahren in diesen Blog stecke, kann etwas bewirken. Feedback zu bekommen, zu erfahren, dass mein Geschreibsel jemandem helfen konnte oder ich damit etwas im Kopf eines Entwicklers bewirken konnte, das sind wirklich die Kirschen-auf-dem-Eis-Momente. Eure Kommentare zu lesen, ist so wertvoll für mich. Es macht mich so froh, wenn ich erfahre, dass ich euch happy oder mutiger mit meinen Texten gemacht habe oder euch motivieren konnte. Das ist ein unfassbar schönes Gefühl. Fast so, als würde ich euch allen bei mir zu Hause ein selbstgekochtes Drei-Gänge-Menü servieren und es würde euch super gut schmecken. So einfach kann man mich glücklich machen.
Ich hoffe, dass ich mit meinen Texten einen kleinen Teil dazu beitragen kann, Menschen mit Diabetes zu motivieren, für sich selbst einzustehen, ohne zu vergessen, dass sie eine chronische Krankheit haben, sich aber nicht von dieser am Leben hindern lassen! Und ich glaube, wir sind da auf einem guten Weg.
Was erwartet ihr von einem Blog? Oder wenn ihr BloggerInnen seid: Was habt ihr bisher durchs Bloggen gelernt? :)
Habt eine wundervolle Restwoche!
x
PS: Werbung ohne Kennzeichnung auf dem Blog ist IMMER NOCH NICHT COOL!
Samstag, 12. März 2016
Happy Birthday to me!
Hallo!
Wenn ihr diesen Post lest, bin ich gerade mit dem internationalen myLife-Diabetesnetzwerk in Rotterdam unterwegs. Dieser Post wird also automatisch gepostet. Denn er muss heute raus zu euch, komme, was wolle: Heute ist mein drittes Diabetesjubiläum! Und wie ihr mittlerweile vielleicht wisst, ist der 12.3. ein ganz besonderer Tag für mich. Es ist wie mein zweiter Geburtstag, der Tag, an dem ein ganz neues Leben für mich begann. Daher feiere ich diesen Tag. Ausgiebig. Mit Kuchen. Und anderen Dingen. Ihr fragt euch, ob ihr mir dazu gratulieren dürft, ob das angemessen ist? JA, IST ES! Es ist der Tag meiner Typ-1-Diagnose und die hat alles auf den Kopf gestellt. Und daran möchte ich mich erinnern und mich selbst, die Arbeit, die ich jeden Tag leiste und mein Erlebtes feiern. Aber nicht mit Selbstmitleid, sondern mit guter Laune und viel, viel Essen!
Drei Jahre sind wahnsinnig schnell vergangen und ich kann es kaum glauben, dass ich jetzt wirklich schon drei ganze Jahre mit im Club der Menschen mit Typ-1-Diabetes bin. In diesen drei Jahren habe ich sehr viel Blutzucker gemessen, Insulin
gespritzt, gebloggt, gegessen, gekocht, Menschen meine Krankheit erklärt und viel Gutes und Schlechtes mit dem
Diabetes erlebt. Ich bin letztes Jahr umgezogen, an mir selbst gescheitert und
versuche mich gerade wieder auf den richtigen Weg zurück zu schieben (da
gibt es ja noch diese Bachelorarbeit...). Ich bekomme seit diesem Jahr endlich
das Libre von meiner Kasse bezahlt und habe es seitdem
wieder am linken Arm kleben.
Drei Jahre in der Diabetes-Online-Community hinterlassen ihre Spuren und ich fühle mich nach wie vor höchst geehrt, ein Teil davon zu sein. Es ist ein Privileg, so viele Menschen mit Typ-1-Diabetes zu kennen und sich mit ihnen vernetzen zu können! Einige da draußen unterschätzen das etwas. So eine Community entsteht nicht von heute auf morgen. Sie wächst aus sich heraus. Und es war großartig, das über die letzten drei Jahre beobachten zu dürfen. Viele Menschen aus der Community möchte ich aus meinem Leben nicht mehr wegdenken. Einige sind zu Freunden geworden, die mir nach diesen drei Jahren sehr wichtig sind. Auch komme ich mit dem Diabetes im Gepäck ganz schön rum. Ich durfte bereits in die verschneiten Schweizer Berge, nach Stockholm, nach Wien, in die Toskana, nach Mailand und jetzt nach Rotterdam, durfte mit Pharmafirmen sprechen und meine Meinung zu Produkten direkt mit den Entwicklern persönlich diskutieren und das alles nur wegen des Diabetes, meiner Passion und mir! Ich bin gespannt, was die nächsten Jahre noch so auf mich zukommen wird.
Still a rookie
Das Leben mit Diabetes ist für mich zwar schon irgendwie normal geworden, trotzdem fühle ich mich noch wie der absolute Rookie, was die Krankheit angeht. Ich erinnere mich noch daran, dass ich mich im ersten Jahr mit Diabetes oft gefragt habe, wie lange man "Anfänger" sein darf. Ich musste lernen, dass Diabetes eine ganz individuelle Sache ist. My Diabetes is none of your business. Was bei dir funktioniert, kann bei mir schon wieder ganz anders sein. Also musste ich sehr viel über meinen eigenen Diabetes lernen und akzeptieren, dass mein Körper keine Maschine ist. Nach wie vor gibt es jeden Tag Neues zu erfahren, zu lernen, neue Fragen, neue Reaktionen meines Körpers auf alte und neue Gewohnheiten. Kein Tag mit Diabetes ist wie der andere und die Krankheit hält mich immer auf Trab. Trotzdem fühle ich mich in erster Linie nicht krank. Ist mein Blutzucker okay, geht es mir - meistens - auch okay. Das heißt aber nicht, dass es mir nie schlecht geht oder dass ich dann nicht an den Diabetes denke. Das tu ich nämlich 24/7. Er ist mein More-Than-Fulltime-Job. Mal verfluche ich den Diabetes, mal hab ich gar keinen Bock auf alles. Mal fühle ich mich wie die Blutzucker-Queen und feiere meinen 111mg/dl-Wert.
Was ich mir wünsche:
Dass Menschen mit Diabetes auf der ganzen Welt Zugang zu Insulin, Schulungen, Ärzten und Diabetesutensilien bekommen.
Dass meine Mitmenschen sich besser über meine Krankheit informieren und sich weniger Sorgen um mich machen, weil sie Situationen fast so gut wie ich einschätzen können.
Dass meine Mitmenschen verstehen, wenn es mir wegen Blutzuckerwerten scheiße geht und das einfach akzeptieren.
Dass Pharmafirmen schneller und moderner entwickeln und neue, coole Produkte schneller auf den Markt kommen können.
Dass neue Produkte in Zukunft meinen Alltag noch weiter erleichtern können.
Dass Menschen mit Diabetes aufhören, anderen Menschen mit Diabetes ständig vorzuschreiben, was sie tun und lassen sollen.
Dass niemals der Diabetes meinen Alltag bestimmt, sondern ich!
Dem Diabetes auch Mal den Mittelfinger zeigen
Für viele von euch da draußen klingt es sicher immer noch komisch, dass ich diesen Tag so ausgelassen feiere und mir das Feiern dieses Tages so extrem wichtig ist. Ich feiere nicht die Diagnose Typ 1. Aber ich feiere den Tag, an dem mir eine neue Chance gegeben wurde, ein ganz neues Leben. Ich bin dankbar für alle, die mich auf diesem Weg begleitet haben und begleiten. Ich wäre jetzt nicht hier, wo ich stehe, wenn es die Diagnose nicht für mich gegeben hätte. Heute geht es um mich und die Arbeit, die ich jeden Tag leiste. Um mich, die jeden Tag mit dem Diabetes leben und damit zurecht kommen muss, um ein halbwegs normales Leben zu führen. Heute bekommt der Diabetes meinen Mittelfinger mit Partyhut direkt ins Gesicht! Ich bin nämlich nicht bossy, ich bin der fucking BOSS hier! Und ich darf mich verdammt nochmal feiern, wie ich, während ich ganz nebenbei versuche, das Leben einer 25-Jährigen Frau in Berlin zu führen, mich selbst um mich und meinen Stoffwechsel kümmere, nur weil meine Bauchspeicheldrüse keinen Bock mehr hatte. Und das kann ein Mensch ohne Diabetes nicht. Feiert euch mal für die Scheiße, die ihr jeden Tag machen müsst - ihr habt es verdient! Und jetzt: Kuchen!
PS: Mein Blog wird übrigens in 12 Tagen auch drei Jahre alt...
Wenn ihr diesen Post lest, bin ich gerade mit dem internationalen myLife-Diabetesnetzwerk in Rotterdam unterwegs. Dieser Post wird also automatisch gepostet. Denn er muss heute raus zu euch, komme, was wolle: Heute ist mein drittes Diabetesjubiläum! Und wie ihr mittlerweile vielleicht wisst, ist der 12.3. ein ganz besonderer Tag für mich. Es ist wie mein zweiter Geburtstag, der Tag, an dem ein ganz neues Leben für mich begann. Daher feiere ich diesen Tag. Ausgiebig. Mit Kuchen. Und anderen Dingen. Ihr fragt euch, ob ihr mir dazu gratulieren dürft, ob das angemessen ist? JA, IST ES! Es ist der Tag meiner Typ-1-Diagnose und die hat alles auf den Kopf gestellt. Und daran möchte ich mich erinnern und mich selbst, die Arbeit, die ich jeden Tag leiste und mein Erlebtes feiern. Aber nicht mit Selbstmitleid, sondern mit guter Laune und viel, viel Essen!
Drei Jahre in der Diabetes-Online-Community hinterlassen ihre Spuren und ich fühle mich nach wie vor höchst geehrt, ein Teil davon zu sein. Es ist ein Privileg, so viele Menschen mit Typ-1-Diabetes zu kennen und sich mit ihnen vernetzen zu können! Einige da draußen unterschätzen das etwas. So eine Community entsteht nicht von heute auf morgen. Sie wächst aus sich heraus. Und es war großartig, das über die letzten drei Jahre beobachten zu dürfen. Viele Menschen aus der Community möchte ich aus meinem Leben nicht mehr wegdenken. Einige sind zu Freunden geworden, die mir nach diesen drei Jahren sehr wichtig sind. Auch komme ich mit dem Diabetes im Gepäck ganz schön rum. Ich durfte bereits in die verschneiten Schweizer Berge, nach Stockholm, nach Wien, in die Toskana, nach Mailand und jetzt nach Rotterdam, durfte mit Pharmafirmen sprechen und meine Meinung zu Produkten direkt mit den Entwicklern persönlich diskutieren und das alles nur wegen des Diabetes, meiner Passion und mir! Ich bin gespannt, was die nächsten Jahre noch so auf mich zukommen wird.
Still a rookie
Das Leben mit Diabetes ist für mich zwar schon irgendwie normal geworden, trotzdem fühle ich mich noch wie der absolute Rookie, was die Krankheit angeht. Ich erinnere mich noch daran, dass ich mich im ersten Jahr mit Diabetes oft gefragt habe, wie lange man "Anfänger" sein darf. Ich musste lernen, dass Diabetes eine ganz individuelle Sache ist. My Diabetes is none of your business. Was bei dir funktioniert, kann bei mir schon wieder ganz anders sein. Also musste ich sehr viel über meinen eigenen Diabetes lernen und akzeptieren, dass mein Körper keine Maschine ist. Nach wie vor gibt es jeden Tag Neues zu erfahren, zu lernen, neue Fragen, neue Reaktionen meines Körpers auf alte und neue Gewohnheiten. Kein Tag mit Diabetes ist wie der andere und die Krankheit hält mich immer auf Trab. Trotzdem fühle ich mich in erster Linie nicht krank. Ist mein Blutzucker okay, geht es mir - meistens - auch okay. Das heißt aber nicht, dass es mir nie schlecht geht oder dass ich dann nicht an den Diabetes denke. Das tu ich nämlich 24/7. Er ist mein More-Than-Fulltime-Job. Mal verfluche ich den Diabetes, mal hab ich gar keinen Bock auf alles. Mal fühle ich mich wie die Blutzucker-Queen und feiere meinen 111mg/dl-Wert.
Was ich mir wünsche:
Dass Menschen mit Diabetes auf der ganzen Welt Zugang zu Insulin, Schulungen, Ärzten und Diabetesutensilien bekommen.
Dass meine Mitmenschen sich besser über meine Krankheit informieren und sich weniger Sorgen um mich machen, weil sie Situationen fast so gut wie ich einschätzen können.
Dass meine Mitmenschen verstehen, wenn es mir wegen Blutzuckerwerten scheiße geht und das einfach akzeptieren.
Dass Pharmafirmen schneller und moderner entwickeln und neue, coole Produkte schneller auf den Markt kommen können.
Dass neue Produkte in Zukunft meinen Alltag noch weiter erleichtern können.
Dass Menschen mit Diabetes aufhören, anderen Menschen mit Diabetes ständig vorzuschreiben, was sie tun und lassen sollen.
Dass niemals der Diabetes meinen Alltag bestimmt, sondern ich!
Dem Diabetes auch Mal den Mittelfinger zeigen
Für viele von euch da draußen klingt es sicher immer noch komisch, dass ich diesen Tag so ausgelassen feiere und mir das Feiern dieses Tages so extrem wichtig ist. Ich feiere nicht die Diagnose Typ 1. Aber ich feiere den Tag, an dem mir eine neue Chance gegeben wurde, ein ganz neues Leben. Ich bin dankbar für alle, die mich auf diesem Weg begleitet haben und begleiten. Ich wäre jetzt nicht hier, wo ich stehe, wenn es die Diagnose nicht für mich gegeben hätte. Heute geht es um mich und die Arbeit, die ich jeden Tag leiste. Um mich, die jeden Tag mit dem Diabetes leben und damit zurecht kommen muss, um ein halbwegs normales Leben zu führen. Heute bekommt der Diabetes meinen Mittelfinger mit Partyhut direkt ins Gesicht! Ich bin nämlich nicht bossy, ich bin der fucking BOSS hier! Und ich darf mich verdammt nochmal feiern, wie ich, während ich ganz nebenbei versuche, das Leben einer 25-Jährigen Frau in Berlin zu führen, mich selbst um mich und meinen Stoffwechsel kümmere, nur weil meine Bauchspeicheldrüse keinen Bock mehr hatte. Und das kann ein Mensch ohne Diabetes nicht. Feiert euch mal für die Scheiße, die ihr jeden Tag machen müsst - ihr habt es verdient! Und jetzt: Kuchen!
PS: Mein Blog wird übrigens in 12 Tagen auch drei Jahre alt...
Mittwoch, 9. März 2016
Ein neuer Sensor und warum ich im Moment keine ausführlichen Wochenend-Eventberichte mehr schreibe und das nichts mit den Events an sich zu tun hat
Moin!
-Reise- und Übernachtungskosten wurden von Roche übernommen. Ich darf frei entscheiden, ob und wie ich über dieses Wochenende berichte.-
Die Jahre ziehen so ins Land, bald ist mein Blog schon ganze drei Jahre alt und ich und er, wir haben inzwischen schon so einiges zusammen erlebt. Vieles davon kann man hier auf dem Blog natürlich nachlesen. Events, Reisen, ich bin wirklich schon viel rumgekommen mit dem Diabetes im Gepäck, das weiß ich sehr zu schätzen und es macht mich sehr dankbar, dass die Firmen inzwischen so auf uns Menschen mit Diabetes zukommen!
Trotzdem habe ich mich vor einiger Zeit entschieden, euch hier keine ausführlichen Wochenend-Eventberichte mehr zu schreiben, wie ich das am Anfang meiner Blogzeiten gemacht habe. Denn im Grunde sind solche Bloggerevents oft ähnlich aufgebaut. Bente hat euch letztens am Beispiel vom Roche International Event zum ATTD in Mailand erzählt, was da eigentlich alles so passiert. Ich muss euch nicht mehr sagen, wie viel Mühe sich die einzelnen Firmen mit dem Rahmenprogramm solcher Events geben, und wie sehr ich dies von Herzen zu schätzen weiß. Viele Blogger plus eine Firma treffen sich an einem Ort, tauschen sich aus, diskutieren, sprechen über neue, kommende Produkte, schauen sich vielleicht noch Produktionsstätten an und sprechen mit den Chefs, essen. Es nützt euch absolut gar nichts, wenn ich euch nach jedem Event erzähle, wie wundervoll die Gespräche, wie anregend und inspirierend die Diskussionen waren. Das ist irgendwann langweilig. Und langweilig mag ich nicht.
Der Austausch, der bei einem solchen Event passiert, ist für beide Seiten äußerst wichtig, damit die Firmen uns Typ-1-Diabetiker besser verstehen lernen. Ich bin sehr froh, dass die verschiedensten Firmen inzwischen auf uns Blogger zukommen und sich an uns herantrauen, mit uns Kontakt aufnehmen. Dass die Firmen dabei sehr viel Wissenswertes erfahren und das Gelernte auch bei ihren Produkten anwenden können, was uns wiederum zu Gute kommen kann, bekommen wir oft erst Jahre später am neuen Produkt selbst zu spüren. Was euch also am Ende etwas nützen kann, sind Produktneuheiten, Infos und allgemeine News der Firmen, die ich euch nach einem solchen Wochenende liefern kann. Die gehen in so einem ausführlichen Eventbericht allerdings leicht unter, wenn ich nebenbei vom Essen schwärme (und das kann ich gut, das ist quasi mein Hobby). Vor allem, wenn jeder Beteiligte einen ähnlichen Blogpost über so ein Wochenende schreibt, was ja schon durchaus manchmal passiert ist.
Ich möchte euch also wieder mehr mit Infos und Neuheiten versorgen, anstatt euch Fotos von meinem Event-Essen zu zeigen.
Und deswegen lege ich damit direkt los.
Ich durfte am vergangenen Wochenende wieder zu Gast sein beim alljährlichen Roche Social-Mediendialog auf dem Schloss Hohenkammer in Bayern. Am zweiten Tag wurde uns das neue CGM-System vorgestellt, von dem ich bereits im Februar auf dem ATTD in Mailand gehört habe und schon ein paar Fotos auf Facebook zeigen konnte. Es ist von Senseonics und heißt Eversense und ist eine, wie ich finde, kleine Revolution. Ich werde euch jetzt alles darüber sagen, was ich bisher dazu erfahren habe.
Das
System besteht aus einem Sensor, welcher mit einem kleinen Schnitt
unter die Haut implantiert wird (dies muss ein Arzt machen) und dort 90
(bis zu 180) Tage sitzen kann. Der Sensor selbst kann nur messen und er muss täglich kalibriert werden. Um
die Werte zu bekommen, muss man über den Sensor auf der Haut einen
Transmitter befestigen. Dieser ist gleichzeitig die Energiequelle für
den Sensor und nicht wasserfest. Das Pflaster, mit dem er befestigt
wird, muss jeden Tag
gewechselt und der Transmitter jeden Tag kurz aufgeladen werden. Der
Transmitter sendet die Daten des Sensors an eine App auf Smartphone und/ oder Tablet.
Es gibt keinen zusätzlichen Empfänger. Einerseits finde ich das super,
da mein Smartphone eh mein ständiger Begleiter ist. Andererseits... sind
die Akkus dieser Geräte bei jemandem, der viel mit dem Smartphone macht, oft eh schon nach ein paar Stunden Einsatz
ausgereizt und mit einem toten Smartphone kann ich keine Werte
empfangen. Von einem geklauten Smartphone möchte ich erst gar nicht
sprechen.
Bei gefährlichen Werten vibriert der Transmitter am Arm und gibt so dem Träger das Signal, mal den Zuckerwert im Auge zu behalten. Der Transmitter an sich ist relativ groß und klobig (4 x 3,8 x1,3 cm). Das System wartet im Moment auf das CE-Zeichen und wird dann zunächst in anderen EU-Ländern gelaunched. Wann er zu uns kommt, konnte man uns noch nicht genau sagen. Gleiches gilt für Preise. Hier gibt es aktuell noch keine Infos! Es heißt nur, man wolle natürlich mit anderen Systemen auf dem Markt vergleichbar sein.
Lädt der Transmitter oder wechselt man das Pflaster oder hat ihn abgenommen, weil man z.B. schwimmen oder duschen geht, liefert der Transmitter später keine Werte nach. Für diese Zeit gehen die Werte leider verloren!
Das Pflaster ist vergleichbar mit normalen Sensitiv-Pflastern, die bei mir leider nie gut halten, schon gar nicht im Sommer, wenn ich schwitze.
Dennoch bin ich wirklich extrem neugierig auf dieses System, seine Arbeitsweise und Genauigkeit und brenne darauf, es selbst testen zu dürfen. Am liebsten hätte ich mich direkt unters Messer gelegt. Das dürfte allerdings in Wirklichkeit noch eine Weile dauern.
Einen ersten Erfahrungsbericht gibt es endlich hier von Sandrine Blue, die den Sensor im Rahmen der Studien als erste Person in Deutschland tragen durfte!
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-Reise- und Übernachtungskosten wurden von Roche übernommen. Ich darf frei entscheiden, ob und wie ich über dieses Wochenende berichte.-Die Jahre ziehen so ins Land, bald ist mein Blog schon ganze drei Jahre alt und ich und er, wir haben inzwischen schon so einiges zusammen erlebt. Vieles davon kann man hier auf dem Blog natürlich nachlesen. Events, Reisen, ich bin wirklich schon viel rumgekommen mit dem Diabetes im Gepäck, das weiß ich sehr zu schätzen und es macht mich sehr dankbar, dass die Firmen inzwischen so auf uns Menschen mit Diabetes zukommen!
Trotzdem habe ich mich vor einiger Zeit entschieden, euch hier keine ausführlichen Wochenend-Eventberichte mehr zu schreiben, wie ich das am Anfang meiner Blogzeiten gemacht habe. Denn im Grunde sind solche Bloggerevents oft ähnlich aufgebaut. Bente hat euch letztens am Beispiel vom Roche International Event zum ATTD in Mailand erzählt, was da eigentlich alles so passiert. Ich muss euch nicht mehr sagen, wie viel Mühe sich die einzelnen Firmen mit dem Rahmenprogramm solcher Events geben, und wie sehr ich dies von Herzen zu schätzen weiß. Viele Blogger plus eine Firma treffen sich an einem Ort, tauschen sich aus, diskutieren, sprechen über neue, kommende Produkte, schauen sich vielleicht noch Produktionsstätten an und sprechen mit den Chefs, essen. Es nützt euch absolut gar nichts, wenn ich euch nach jedem Event erzähle, wie wundervoll die Gespräche, wie anregend und inspirierend die Diskussionen waren. Das ist irgendwann langweilig. Und langweilig mag ich nicht.
Der Austausch, der bei einem solchen Event passiert, ist für beide Seiten äußerst wichtig, damit die Firmen uns Typ-1-Diabetiker besser verstehen lernen. Ich bin sehr froh, dass die verschiedensten Firmen inzwischen auf uns Blogger zukommen und sich an uns herantrauen, mit uns Kontakt aufnehmen. Dass die Firmen dabei sehr viel Wissenswertes erfahren und das Gelernte auch bei ihren Produkten anwenden können, was uns wiederum zu Gute kommen kann, bekommen wir oft erst Jahre später am neuen Produkt selbst zu spüren. Was euch also am Ende etwas nützen kann, sind Produktneuheiten, Infos und allgemeine News der Firmen, die ich euch nach einem solchen Wochenende liefern kann. Die gehen in so einem ausführlichen Eventbericht allerdings leicht unter, wenn ich nebenbei vom Essen schwärme (und das kann ich gut, das ist quasi mein Hobby). Vor allem, wenn jeder Beteiligte einen ähnlichen Blogpost über so ein Wochenende schreibt, was ja schon durchaus manchmal passiert ist.
Und deswegen lege ich damit direkt los.
Ich durfte am vergangenen Wochenende wieder zu Gast sein beim alljährlichen Roche Social-Mediendialog auf dem Schloss Hohenkammer in Bayern. Am zweiten Tag wurde uns das neue CGM-System vorgestellt, von dem ich bereits im Februar auf dem ATTD in Mailand gehört habe und schon ein paar Fotos auf Facebook zeigen konnte. Es ist von Senseonics und heißt Eversense und ist eine, wie ich finde, kleine Revolution. Ich werde euch jetzt alles darüber sagen, was ich bisher dazu erfahren habe.
Bei gefährlichen Werten vibriert der Transmitter am Arm und gibt so dem Träger das Signal, mal den Zuckerwert im Auge zu behalten. Der Transmitter an sich ist relativ groß und klobig (4 x 3,8 x1,3 cm). Das System wartet im Moment auf das CE-Zeichen und wird dann zunächst in anderen EU-Ländern gelaunched. Wann er zu uns kommt, konnte man uns noch nicht genau sagen. Gleiches gilt für Preise. Hier gibt es aktuell noch keine Infos! Es heißt nur, man wolle natürlich mit anderen Systemen auf dem Markt vergleichbar sein.
Lädt der Transmitter oder wechselt man das Pflaster oder hat ihn abgenommen, weil man z.B. schwimmen oder duschen geht, liefert der Transmitter später keine Werte nach. Für diese Zeit gehen die Werte leider verloren!
Das Pflaster ist vergleichbar mit normalen Sensitiv-Pflastern, die bei mir leider nie gut halten, schon gar nicht im Sommer, wenn ich schwitze.
Dennoch bin ich wirklich extrem neugierig auf dieses System, seine Arbeitsweise und Genauigkeit und brenne darauf, es selbst testen zu dürfen. Am liebsten hätte ich mich direkt unters Messer gelegt. Das dürfte allerdings in Wirklichkeit noch eine Weile dauern.
Einen ersten Erfahrungsbericht gibt es endlich hier von Sandrine Blue, die den Sensor im Rahmen der Studien als erste Person in Deutschland tragen durfte!
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Freitag, 23. Oktober 2015
Wir müssen reden! -Aber ohne Worte.
Es ist immer noch Diabetes-Blog-Woche! Am heutigen Freitag werden wir zu einem kleinen Interview aufgerufen, welches nur mit Bildern beantwortet werden soll.
Los geht's! Ich hoffe, ihr versteht meine Bildsprache :D
1. Mein Gefühl / Gedanke bei meiner Diagnose?
2. Wie fühle ich mich an einem Tag ohne Hypos und Hypers?
3. Was du deinem Diabetes schon immer mal sagen wolltest!

4. Wie glaube ich, nimmt mich mein Umfeld wahr ?
5. Mein persönlicher “Diabetes Life Hack”

Los geht's! Ich hoffe, ihr versteht meine Bildsprache :D
1. Mein Gefühl / Gedanke bei meiner Diagnose?
2. Wie fühle ich mich an einem Tag ohne Hypos und Hypers?
3. Was du deinem Diabetes schon immer mal sagen wolltest!

4. Wie glaube ich, nimmt mich mein Umfeld wahr ?
5. Mein persönlicher “Diabetes Life Hack”
Montag, 2. Februar 2015
Hypo-TAG!
Moin!
Meine liebe Katharina hat endlich einen Blog, auf dem sie von ihren Erlebnissen und Erfahrungen mit DMT1, Depressionen und MS berichtet. Ich freue mich so, dass sie ein virtuelles zu Hause gefunden hat und finde, dass sie schon in den ersten Tagen viele interessante Posts veröffentlicht hat. Unter nervenauszuckerwatte.blogspot.com könnt ihr ab jetzt mehr lesen!
Nun zum eigentlichen Thema! TAG TIME! Ihr wisst, ich liebe TAGs. Und ich hatte schon lange wieder Lust auf einen. Wie passend war es da, dass Katharina gerade den Hypo-TAG gestartet hat! Wir sind uns sicher einig: Hypos sind ätzend. Und sie kommen immer, wenn es gerade überhaupt nicht passt. Lasst uns also mit dem TAG teilen, was bei uns so während einer Hypo passiert und wie perfekt oder unperfekt wir in diesen Situationen handeln.
Ich tagge Lea von Insulea und Lisa von Live and Sugar - natürlich neben euch allen! Macht gerne mit und teilt eure Erlebnisse und Erfahrungen :)
So, jetzt soll es aber los gehen!
1. Saft oder Traubenzucker?
Saft, Saft, Saft, Saft, Saft.
2. Nach wie vielen Wochen/Monaten/Jahren hattest du deinen Traubenzucker-Overkill?
Ehrlichgesagt hat mich dieser staubige Traubenzucker schon von Anfang an genervt. Er war nie Hypokiller erster Wahl. Auch nicht in flüssiger Form und auch nicht in amerikanischer Form.
3. Der Traubenzucker deiner Wahl?
Muss noch erfunden werden.
4. Was gibts als vernünftige lange BE a) Zuhause und b) unterwegs?
a) Joghurt mit Honig und Obst, Nutella, Schokolade.. ist vernünftig, oder?
b) Ich hab meistens nur schnelle Helfer dabei, ... ups... hab wohl zu selten Unterzuckerungen, als dass ich mir irgendwas zusätzlich in die kleine Tasche stopfe (sagt sie solange, bis sie es dann doch mal braucht... so viel zum Thema "vernünftig")
5. Was gibts als "dann ess ich jetzt eben die ganze Welt auf"-Snack?
Joghurt mit Honig und Obst, Nutella, Eis direkt aus dem Becher, Spezi vom Freund, alles durcheinander. Aber ich bin trotzdem sehr wählerisch, wenn ich ne Hypo habe, was vielleicht nicht immer so gut ist, haha.
6. Wie oft musst du danach gegenkorrigieren?
Ein- bis zwei Mal. Scheint irgendwie gut zu klappen so.
7. Eine Hypo in der Nacht: Steht alles neben dem Bett bereit oder wird sich noch auf die Suche gemacht? Und danach: Nochmal Zähne putzen?
Auch hier wieder ein Geständnis... meist hab ich nichts in Bettnähe, höchstens ne Caprisonne und zur Not die Limo vom Freund. Danach muss sich auf die Suche gemacht werden... ab gehts Richtung Kühlschrank und ich bin ganz ehrlich mit euch, danach werde ich mir auf keinen Fall nochmal die Zähne putze weil ich so müde von der Hypo bin und einfach nur froh, sie überstanden zu haben, dass ich nur noch schlafen will (wenn das klappt, ist schon mal die halbe Miete gezahlt). Außerdem sind während schwereren Hypos meine Arme immer ein Bisschen komisch, dann will ich einfach nur liegen. So ist das eben im Ernstfall.
8. Mein(e) Hauptsymtom(e) bei einer Hypo ist/sind:
Schwindel, Zittern, taube Arme und gesteigerte Aggressivität.
9. Nicht-Diabetiker denken, eine Hypo fühlt sich an wie:
Weiß ich gar nicht so genau. Ich erklär es den Muggels immer so:"Fühlt sich an, als hättest du den ganzen Tag noch nichts gegessen, du stehst in der Rush-Hour in nem komplett vollen Bus, es ist heiß, du bekommst kalten Schweiß auf die Stirn und zitterst ein wenig... und dann fängt der Spaß erst an!"
10. Meine tiefste Hypo bisher war:
Wie bei Katharina, auch 21mg/dl!
11. Mein unangenehmstes Hypo-Erlebnis:
Hab mich grade in meinem internen Rat besprochen und wir haben entschieden, dass ich wohl noch nie so ein richtig unangenehmes Hypo-Erlebnis fern ab von scheiß Nächten und tauben Händen hatte. Keine Krampfanfälle, kein Krankenhaus. Toi Toi.
12. Mein lustigstes Hypo-Erlebnis:
Im Folgeschluss hatte ich aber auch noch nie so ein richtig lustiges Erlebnis mit Hypos. Und obwohl es inzwischen irgendwie dazugehört, springen die Menschen um mich herum nach wie vor immer panisch auf und rennen nach Zucker. Manchmal fragen sie mich dabei auch, was ich denn gerne essen möchte, hehe.
13. Andere merken, dass ich unterzuckert bin daran, dass...
... ich aggressiver, hektischer und nervöser bin, als sonst. Oder daran, dass ich plötzlich ganz leise werde oder sie bemerken es am zittern.
Würde mich freuen, wenn ihr uns auch an euren Hypo-Stories teilhaben lasst!
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Meine liebe Katharina hat endlich einen Blog, auf dem sie von ihren Erlebnissen und Erfahrungen mit DMT1, Depressionen und MS berichtet. Ich freue mich so, dass sie ein virtuelles zu Hause gefunden hat und finde, dass sie schon in den ersten Tagen viele interessante Posts veröffentlicht hat. Unter nervenauszuckerwatte.blogspot.com könnt ihr ab jetzt mehr lesen!
Nun zum eigentlichen Thema! TAG TIME! Ihr wisst, ich liebe TAGs. Und ich hatte schon lange wieder Lust auf einen. Wie passend war es da, dass Katharina gerade den Hypo-TAG gestartet hat! Wir sind uns sicher einig: Hypos sind ätzend. Und sie kommen immer, wenn es gerade überhaupt nicht passt. Lasst uns also mit dem TAG teilen, was bei uns so während einer Hypo passiert und wie perfekt oder unperfekt wir in diesen Situationen handeln.
Ich tagge Lea von Insulea und Lisa von Live and Sugar - natürlich neben euch allen! Macht gerne mit und teilt eure Erlebnisse und Erfahrungen :)
So, jetzt soll es aber los gehen!
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| Bild von Nathalie Heider |
1. Saft oder Traubenzucker?
Saft, Saft, Saft, Saft, Saft.
2. Nach wie vielen Wochen/Monaten/Jahren hattest du deinen Traubenzucker-Overkill?
Ehrlichgesagt hat mich dieser staubige Traubenzucker schon von Anfang an genervt. Er war nie Hypokiller erster Wahl. Auch nicht in flüssiger Form und auch nicht in amerikanischer Form.
3. Der Traubenzucker deiner Wahl?
Muss noch erfunden werden.
4. Was gibts als vernünftige lange BE a) Zuhause und b) unterwegs?
a) Joghurt mit Honig und Obst, Nutella, Schokolade.. ist vernünftig, oder?
b) Ich hab meistens nur schnelle Helfer dabei, ... ups... hab wohl zu selten Unterzuckerungen, als dass ich mir irgendwas zusätzlich in die kleine Tasche stopfe (sagt sie solange, bis sie es dann doch mal braucht... so viel zum Thema "vernünftig")
5. Was gibts als "dann ess ich jetzt eben die ganze Welt auf"-Snack?
Joghurt mit Honig und Obst, Nutella, Eis direkt aus dem Becher, Spezi vom Freund, alles durcheinander. Aber ich bin trotzdem sehr wählerisch, wenn ich ne Hypo habe, was vielleicht nicht immer so gut ist, haha.
6. Wie oft musst du danach gegenkorrigieren?
Ein- bis zwei Mal. Scheint irgendwie gut zu klappen so.
7. Eine Hypo in der Nacht: Steht alles neben dem Bett bereit oder wird sich noch auf die Suche gemacht? Und danach: Nochmal Zähne putzen?
Auch hier wieder ein Geständnis... meist hab ich nichts in Bettnähe, höchstens ne Caprisonne und zur Not die Limo vom Freund. Danach muss sich auf die Suche gemacht werden... ab gehts Richtung Kühlschrank und ich bin ganz ehrlich mit euch, danach werde ich mir auf keinen Fall nochmal die Zähne putze weil ich so müde von der Hypo bin und einfach nur froh, sie überstanden zu haben, dass ich nur noch schlafen will (wenn das klappt, ist schon mal die halbe Miete gezahlt). Außerdem sind während schwereren Hypos meine Arme immer ein Bisschen komisch, dann will ich einfach nur liegen. So ist das eben im Ernstfall.
8. Mein(e) Hauptsymtom(e) bei einer Hypo ist/sind:
Schwindel, Zittern, taube Arme und gesteigerte Aggressivität.
9. Nicht-Diabetiker denken, eine Hypo fühlt sich an wie:
Weiß ich gar nicht so genau. Ich erklär es den Muggels immer so:"Fühlt sich an, als hättest du den ganzen Tag noch nichts gegessen, du stehst in der Rush-Hour in nem komplett vollen Bus, es ist heiß, du bekommst kalten Schweiß auf die Stirn und zitterst ein wenig... und dann fängt der Spaß erst an!"
10. Meine tiefste Hypo bisher war:
Wie bei Katharina, auch 21mg/dl!
11. Mein unangenehmstes Hypo-Erlebnis:
Hab mich grade in meinem internen Rat besprochen und wir haben entschieden, dass ich wohl noch nie so ein richtig unangenehmes Hypo-Erlebnis fern ab von scheiß Nächten und tauben Händen hatte. Keine Krampfanfälle, kein Krankenhaus. Toi Toi.
12. Mein lustigstes Hypo-Erlebnis:
Im Folgeschluss hatte ich aber auch noch nie so ein richtig lustiges Erlebnis mit Hypos. Und obwohl es inzwischen irgendwie dazugehört, springen die Menschen um mich herum nach wie vor immer panisch auf und rennen nach Zucker. Manchmal fragen sie mich dabei auch, was ich denn gerne essen möchte, hehe.
13. Andere merken, dass ich unterzuckert bin daran, dass...
... ich aggressiver, hektischer und nervöser bin, als sonst. Oder daran, dass ich plötzlich ganz leise werde oder sie bemerken es am zittern.
Würde mich freuen, wenn ihr uns auch an euren Hypo-Stories teilhaben lasst!
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Sonntag, 28. Dezember 2014
... und wo fang ich jetzt an?
Moin, Leute!
Ich hatte mir irgendwie ganz unbewusst über die Feiertage ein wenig Auszeit genommen, von Allem. Trotz meiner langen nicht enden wollenden Uni-To-Do-Liste und trotz meiner unaufhörlichen Gestresstheit (gibt es dieses Wort überhaupt?) (ok, hab nachgeschaut. Der Duden sagt:"Nein.") hab ich die letzten Tage fast ausschließlich faul herumgelegen und gegessen. Das war mal gut.
Und wisst ihr was? Plötzlich hatte ich wieder genug Ruhe in mir, mal genauer auf meinen Blutzucker zu achten. Verrückt, oder?
Leider habe ich feststellen müssen, dass da im Moment allerdings so gar nichts stimmt. Ich wache zur Zeit jeden Morgen mit stark erhöhten Werten auf, und dementsprechend scheiße fühle ich mich. Vorletzte Nacht bin ich gegen 3 aufgewacht, weil mir so schlecht war und so heiß, und habe bis 9 Uhr versucht, meinen Blutzucker in den Griff zu bekommen. Außerdem krieg ich die Werte auch tagsüber nicht langandauernd nach unten. Die Werte waren in letzter Zeit mächtig am zappeln. Es muss am Basal, den Faktoren, dem Schätzen von BEs, nächtlichen Unterzuckerungen, allem zusammen oder an irgendwas ganz anderes liegen. Und das muss ich jetzt herausfinden.

Beginnt ihr in einem solchen Fall mit Basalratentests und macht dann erst Faktortests etc.? Würde mir im Moment am logischsten erscheinen.
Komisch, wie plötzlich die Motivation wieder da sein kann. Jetzt steht mir nur noch meine To-Do-List im Weg. Und der ganze Rest.
Fakt ist aber: Es geht bergauf, und es hat doch gar nicht sooo lange gedauert, oder? ;)
Ich hatte mir irgendwie ganz unbewusst über die Feiertage ein wenig Auszeit genommen, von Allem. Trotz meiner langen nicht enden wollenden Uni-To-Do-Liste und trotz meiner unaufhörlichen Gestresstheit (gibt es dieses Wort überhaupt?) (ok, hab nachgeschaut. Der Duden sagt:"Nein.") hab ich die letzten Tage fast ausschließlich faul herumgelegen und gegessen. Das war mal gut.
Und wisst ihr was? Plötzlich hatte ich wieder genug Ruhe in mir, mal genauer auf meinen Blutzucker zu achten. Verrückt, oder?
Leider habe ich feststellen müssen, dass da im Moment allerdings so gar nichts stimmt. Ich wache zur Zeit jeden Morgen mit stark erhöhten Werten auf, und dementsprechend scheiße fühle ich mich. Vorletzte Nacht bin ich gegen 3 aufgewacht, weil mir so schlecht war und so heiß, und habe bis 9 Uhr versucht, meinen Blutzucker in den Griff zu bekommen. Außerdem krieg ich die Werte auch tagsüber nicht langandauernd nach unten. Die Werte waren in letzter Zeit mächtig am zappeln. Es muss am Basal, den Faktoren, dem Schätzen von BEs, nächtlichen Unterzuckerungen, allem zusammen oder an irgendwas ganz anderes liegen. Und das muss ich jetzt herausfinden.

Beginnt ihr in einem solchen Fall mit Basalratentests und macht dann erst Faktortests etc.? Würde mir im Moment am logischsten erscheinen.
Komisch, wie plötzlich die Motivation wieder da sein kann. Jetzt steht mir nur noch meine To-Do-List im Weg. Und der ganze Rest.
Fakt ist aber: Es geht bergauf, und es hat doch gar nicht sooo lange gedauert, oder? ;)
Donnerstag, 20. November 2014
Alles im Lot auf'm Boot?
Nee.
Nichts ist im Lot. I am not okay.
Im Moment herrscht bei mir das ganz große Chaos. Sowohl in der Uni, im Leben sonst, und ja, auch das Diabetes-Chaos ist natürlich mit dabei.
Die letzten Tage habe ich meine Werte nicht runter bekommen. Es hat sich angefühlt, als würde ich Wasser spritzen. Sowohl tagsüber, als auch nachts. Ich hab so vieles versucht, was man eben so versuchen kann, wenn um einen herum auch nur Chaos und Stress ist.
Morgens zum Aufstehen geht es mir regelmäßig scheiße, tagsüber hat sich mein Körper grade an die etwas höheren Werte gewöhnt, ich fühle ganz spät erst, dass ich hoch bin. Das ist schlecht.
Gestern abend hatte ich Käsefondue. Also einen großen Haufen FPEs. Ich ahnte schon, dass das am nächsten Morgen in neue, ungeahnte Höhen führen würde, weil ich es meinem Körper im Moment einfach nicht Recht machen kann! Und trotzdem spritzte ich total vorsichtig, sehr sehr wenig und total spät, des Fettes wegen. Was soll ich sagen? Ich hatte eine schlaflose Nacht. Aber nicht wegen zu hoher Werte, sondern wegen zu tiefer, die ich nicht hochbekommen habe. Wie passt das bitte zusammen? Im Moment bin ich endlich wieder bei 145mg/dl, das fühlt sich so gut an. Aber leider war das heute Nacht nicht so, und es geht mir richtig richtig scheiße deswegen - auch, weil ich lange nicht mehr SO tief war.
Ich bin verwirrt, verzweifelt, und naja, ohne Aufzeichnungen kann mir da meine DiaBeraterin halt leider auch nicht helfen, vor allem, wenn ich eigentlich keine Zeit für nen Termin habe.
Wenn das Chaos nicht so groß wäre, könnte ich das vermutlich auch so lösen. Ist aber groß. Also? Hm.
Wo fang ich an? Was kann ich im Stress irgendwie unterkriegen, um meine Basalmenge zu testen, oder meinen BE-Faktor, oder meinen Korrekturfaktor? Und: Macht es überhaupt Sinn, das alles im Stress auszutesten? Aber wenn nein: Soll ich dann weiter "einfach so" versuchen, bis der Stress vielleicht irgendwann vorbei ist? Kann ja eigentlich auch keine Lösung sein.
Fakt ist: Es nervt. Und es fühlt sich nicht gut an. Und ich mag das grade nicht mehr.
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Nichts ist im Lot. I am not okay.
Im Moment herrscht bei mir das ganz große Chaos. Sowohl in der Uni, im Leben sonst, und ja, auch das Diabetes-Chaos ist natürlich mit dabei.
Die letzten Tage habe ich meine Werte nicht runter bekommen. Es hat sich angefühlt, als würde ich Wasser spritzen. Sowohl tagsüber, als auch nachts. Ich hab so vieles versucht, was man eben so versuchen kann, wenn um einen herum auch nur Chaos und Stress ist.
Morgens zum Aufstehen geht es mir regelmäßig scheiße, tagsüber hat sich mein Körper grade an die etwas höheren Werte gewöhnt, ich fühle ganz spät erst, dass ich hoch bin. Das ist schlecht.
Gestern abend hatte ich Käsefondue. Also einen großen Haufen FPEs. Ich ahnte schon, dass das am nächsten Morgen in neue, ungeahnte Höhen führen würde, weil ich es meinem Körper im Moment einfach nicht Recht machen kann! Und trotzdem spritzte ich total vorsichtig, sehr sehr wenig und total spät, des Fettes wegen. Was soll ich sagen? Ich hatte eine schlaflose Nacht. Aber nicht wegen zu hoher Werte, sondern wegen zu tiefer, die ich nicht hochbekommen habe. Wie passt das bitte zusammen? Im Moment bin ich endlich wieder bei 145mg/dl, das fühlt sich so gut an. Aber leider war das heute Nacht nicht so, und es geht mir richtig richtig scheiße deswegen - auch, weil ich lange nicht mehr SO tief war.
Ich bin verwirrt, verzweifelt, und naja, ohne Aufzeichnungen kann mir da meine DiaBeraterin halt leider auch nicht helfen, vor allem, wenn ich eigentlich keine Zeit für nen Termin habe.
Wenn das Chaos nicht so groß wäre, könnte ich das vermutlich auch so lösen. Ist aber groß. Also? Hm.
Wo fang ich an? Was kann ich im Stress irgendwie unterkriegen, um meine Basalmenge zu testen, oder meinen BE-Faktor, oder meinen Korrekturfaktor? Und: Macht es überhaupt Sinn, das alles im Stress auszutesten? Aber wenn nein: Soll ich dann weiter "einfach so" versuchen, bis der Stress vielleicht irgendwann vorbei ist? Kann ja eigentlich auch keine Lösung sein.
Fakt ist: Es nervt. Und es fühlt sich nicht gut an. Und ich mag das grade nicht mehr.
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Sonntag, 16. November 2014
Immer wieder sonntags...
Moin allerseits!
Ich kann es kaum fassen, dass es schon wieder eine Woche her ist, seit dem ich in Hamburg war. Wieso vergeht die Zeit im Moment bitte so schnell? In zwei Wochen ist bereits der erste Advent. Oh je.
Am Freitag war mein zweiter Weltdiabetestag. Ich war mit ein paar Menschen am Donnerstag am Brandenburger Tor und hab mir das kleine Spektakel zum WDT angesehen und werde nächste Woche in Leipzig unterwegs sein.
Was macht ihr denn? Schon auf den ersten Weihnachtsmärkten unterwegs? Ich habe ja das Gefühl, dass es in Berlin nie früh genug losgehen kann. Seit mindestens zwei Wochen schon steht am Potsdamer Platz der Weihnachtsmarkt, bisher konnte ich mich noch zurückhalten. Dieses Jahr gibt es unter anderem auch einen japanischen Weihnachtsmarkt, den ich sicher besuchen werde.
Die nächsten Wochen werden kalt und stressig, und dazu kommt, dass ich es momentan sehr hasse zu spritzen. Es ist nicht so, dass ich mich weigern würde, weil ich keinen Bock habe, sondern eher so: Okay, ich könnte jetzt auch ne Pumpe haben und es wäre irgendwie cooler. Ich denke, ihr wisst wo es hinführt: Über kurz oder lang komme ich nicht daran vorbei.
|Gesehen| The Mind of a Chef
|Gelesen| Mails
|Gehört| Unknown Mortal Orchestra, ABC, Group of Four
|Gegessen| Thai, Vietnamesisch, Sandwiches, Gemüsesuppe mit Ingwer, Kekse
|Getrunken| Wasser, grünen Tee, Kaffee
|Getan| mit dem ZDF einen Beitrag zum Weltdiabetestag gedreht, Kekse gebacken, den Weltdiabetestag gefeiert
|Gedacht| Meine Gedanken kreisten in und um Hamburg
|Gefreut| dass der Beitrag so gut bei euch ankam
|Geärgert| darüber, dass ich noch keinen Wintermantel habe
|Gewünscht| alles kommt sowieso immer anders, als man denkt
|Gekauft| Essen
|Geklickt| Twitter
Nachgucken kann man den TV-Beitrag vom 14.11. bei ZDF Volle Kanne übrigens hier.
Bei Instagram (@saytine) könnt ihr mich auch immer durch meine Woche begleiten, ein Foto ist schneller gepostet :)
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Ich kann es kaum fassen, dass es schon wieder eine Woche her ist, seit dem ich in Hamburg war. Wieso vergeht die Zeit im Moment bitte so schnell? In zwei Wochen ist bereits der erste Advent. Oh je.
Am Freitag war mein zweiter Weltdiabetestag. Ich war mit ein paar Menschen am Donnerstag am Brandenburger Tor und hab mir das kleine Spektakel zum WDT angesehen und werde nächste Woche in Leipzig unterwegs sein.
Was macht ihr denn? Schon auf den ersten Weihnachtsmärkten unterwegs? Ich habe ja das Gefühl, dass es in Berlin nie früh genug losgehen kann. Seit mindestens zwei Wochen schon steht am Potsdamer Platz der Weihnachtsmarkt, bisher konnte ich mich noch zurückhalten. Dieses Jahr gibt es unter anderem auch einen japanischen Weihnachtsmarkt, den ich sicher besuchen werde.
Die nächsten Wochen werden kalt und stressig, und dazu kommt, dass ich es momentan sehr hasse zu spritzen. Es ist nicht so, dass ich mich weigern würde, weil ich keinen Bock habe, sondern eher so: Okay, ich könnte jetzt auch ne Pumpe haben und es wäre irgendwie cooler. Ich denke, ihr wisst wo es hinführt: Über kurz oder lang komme ich nicht daran vorbei.
|Gesehen| The Mind of a Chef
|Gelesen| Mails
|Gehört| Unknown Mortal Orchestra, ABC, Group of Four
|Gegessen| Thai, Vietnamesisch, Sandwiches, Gemüsesuppe mit Ingwer, Kekse
|Getrunken| Wasser, grünen Tee, Kaffee
|Getan| mit dem ZDF einen Beitrag zum Weltdiabetestag gedreht, Kekse gebacken, den Weltdiabetestag gefeiert
|Gedacht| Meine Gedanken kreisten in und um Hamburg
|Gefreut| dass der Beitrag so gut bei euch ankam
|Geärgert| darüber, dass ich noch keinen Wintermantel habe
|Gewünscht| alles kommt sowieso immer anders, als man denkt
|Gekauft| Essen
|Geklickt| Twitter
Nachgucken kann man den TV-Beitrag vom 14.11. bei ZDF Volle Kanne übrigens hier.
Bei Instagram (@saytine) könnt ihr mich auch immer durch meine Woche begleiten, ein Foto ist schneller gepostet :)
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| zum WDT in Berlin |
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| Mami, ich war im Fernsehen! |
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Danke,
dedoc,
Diabetes,
Diabetes-Aktivismus,
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I can eat everything,
Immer wieder Sonntags,
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Typ 1,
Unterwegs
Dienstag, 21. Oktober 2014
Den Schalter auch mal umlegen (können)...
Moin, moin zusammen!
Über den Titel des heutigen Posts bin ich irgendwie heute morgen gestoßen.
"Den Schalter auch mal umlegen...".
Ich denke viel und oft und lange und gerne über Diabetes-Themen nach. Viele Tage sind voll davon. Sei es wegen bald stattfindenden Events, einer Textidee, weil ich mit einem meiner Diapeeps telefoniere, mit meiner Beraterin gesprochen habe, die Werte nicht so wollen oder ich eine Projektidee habe.
Im Moment fällt es mir schwer, mir dafür im Alltag Zeit zu nehmen, eigentlich möchte ich Blog und die Endphase des Studiums irgendwie verbinden, meinen eigenen künstlerischen Standpunkt erarbeiten und dann eigentlich auch noch regulär arbeiten und ups, ääähm, ja, stimmt, ein Privatleben hab ich ja eigentlich auch noch. Am Besten soll dabei nichts auf der Strecke bleiben. Würde es aber. Ich brauche viel Vertrauen in generell alles, um die Kontrolle mal loszulassen, beziehungsweise den Schalter mal umzulegen und es einfach mal gut sein zu lassen. Vielleicht MUSS ich gar nicht ständig über Diabetes nachdenken?! Ich habe entschieden, dass es mir damit im Moment sehr gut geht und es okay ist, wenn ich mal nicht 24/7 an Themen rund um Diabetes denke.
Ich habe letzte Woche einen Masterstudenten kennengelernt (Hallo Kevin!), der gerade in Berlin seinen Master in Visueller Kommunikation macht, selbst seit vielen Jahren Typ-1-er ist und an einem Projekt für Menschen mit Diabetes arbeitet. Total interessant, dazu aber sicher an anderer Stelle mehr, ist nämlich alles noch in der Entwicklung. Als ich ihm von meiner Diagnose und dem Blog erzählt habe, konnte er nicht fassen, dass ich mir das Thema Diabetes auch noch in meinen privaten Alltag geholt habe. "Du hast ja nie Pause!", sagte er. Und damit hat er irgendwie Recht. Nie Pause vom Thema, aber auch verdammt viel Spaß dabei... Zum ersten Mal jetzt kann ich allerdings gerade gar keinen Einfluss darauf nehmen, wie viel Zeit ich mir für dieses Thema nehme oder nicht. Und damit muss ich erst einmal klar kommen. Habe ich kurz Zeit, schreibe ich eine Blogpost-Idee nieder. Bin ich zufrieden, veröffentliche ich sie direkt. Alles andere bleibt gerade mal ein wenig auf der Strecke, aber das ist okay, ich gebe die Kontrolle ab. Die Werte passen und mir tut es vielleicht auch mal gut, den Schalter auch mal umzulegen und die Gedanken dazu auszuschalten.
Legt den Schalter auch mal um, ist okay!
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Über den Titel des heutigen Posts bin ich irgendwie heute morgen gestoßen.
"Den Schalter auch mal umlegen...".
Ich denke viel und oft und lange und gerne über Diabetes-Themen nach. Viele Tage sind voll davon. Sei es wegen bald stattfindenden Events, einer Textidee, weil ich mit einem meiner Diapeeps telefoniere, mit meiner Beraterin gesprochen habe, die Werte nicht so wollen oder ich eine Projektidee habe.
Im Moment fällt es mir schwer, mir dafür im Alltag Zeit zu nehmen, eigentlich möchte ich Blog und die Endphase des Studiums irgendwie verbinden, meinen eigenen künstlerischen Standpunkt erarbeiten und dann eigentlich auch noch regulär arbeiten und ups, ääähm, ja, stimmt, ein Privatleben hab ich ja eigentlich auch noch. Am Besten soll dabei nichts auf der Strecke bleiben. Würde es aber. Ich brauche viel Vertrauen in generell alles, um die Kontrolle mal loszulassen, beziehungsweise den Schalter mal umzulegen und es einfach mal gut sein zu lassen. Vielleicht MUSS ich gar nicht ständig über Diabetes nachdenken?! Ich habe entschieden, dass es mir damit im Moment sehr gut geht und es okay ist, wenn ich mal nicht 24/7 an Themen rund um Diabetes denke.
Ich habe letzte Woche einen Masterstudenten kennengelernt (Hallo Kevin!), der gerade in Berlin seinen Master in Visueller Kommunikation macht, selbst seit vielen Jahren Typ-1-er ist und an einem Projekt für Menschen mit Diabetes arbeitet. Total interessant, dazu aber sicher an anderer Stelle mehr, ist nämlich alles noch in der Entwicklung. Als ich ihm von meiner Diagnose und dem Blog erzählt habe, konnte er nicht fassen, dass ich mir das Thema Diabetes auch noch in meinen privaten Alltag geholt habe. "Du hast ja nie Pause!", sagte er. Und damit hat er irgendwie Recht. Nie Pause vom Thema, aber auch verdammt viel Spaß dabei... Zum ersten Mal jetzt kann ich allerdings gerade gar keinen Einfluss darauf nehmen, wie viel Zeit ich mir für dieses Thema nehme oder nicht. Und damit muss ich erst einmal klar kommen. Habe ich kurz Zeit, schreibe ich eine Blogpost-Idee nieder. Bin ich zufrieden, veröffentliche ich sie direkt. Alles andere bleibt gerade mal ein wenig auf der Strecke, aber das ist okay, ich gebe die Kontrolle ab. Die Werte passen und mir tut es vielleicht auch mal gut, den Schalter auch mal umzulegen und die Gedanken dazu auszuschalten.
Legt den Schalter auch mal um, ist okay!
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Freitag, 19. September 2014
EASD 2014 in Wien - Was für inspirierende Tage!
Moin ihr lieben!
-Roche hat meine Reise- und Übernachtungskosten für diesen Trip übernommen.-
-Roche hat meine Reise- und Übernachtungskosten für diesen Trip übernommen.-
Ihr habt es sicher mitbekommen - ich hatte die Ehre, die letzten Tage in Wien beim EASD Annual Meeting 2014 sein zu dürfen. Es war eine Woche voller spannender Termine und Ereignisse. Von Wien selbst habe ich ehrlichgesagt auf Grund meines vollen Zeitplans nichts gesehen. Nicht mal eine Sachertorte von außen. Aber dafür komme ich inspiriert und motiviert zurück nach Berlin voller Tatendrang und gleichzeitig noch etwas geplättet und müde ;)
Aus Wien habe ich allerdings Blogpostmaterial für die nächsten paar Wochen mitgebracht. Und da ich grade nebenbei eine Hausarbeit schreiben muss, nächste Woche die 1. deutschsprachige Diabetes-Blog-Woche stattfindet, heute schon wieder das nächste spannende Event in Berlin passiert und die Uni in einer Woche wieder beginnt, wird sich das auch schön auf die nächste Zeit verteilen.
Ich muss euch sicher nicht erzählen, dass ich mich sehr viel mit diversen grandiosen und inspirierenden Menschen aus der ganzen Diabeteswelt unterhalten habe. Das könnt ihr euch selbst denken. Die wichtige Frage für euch und für mich ist, WAS sie erzählt haben und über was wir gesprochen haben. Und darüber möchte ich in nächster Zeit berichten.
EASD bedeuted European Association for the Study of Diabetes. Die Ziele dieses Verbandes sind die Forschung im Feld des Diabetes zu unterstützen und zu fördern. Regelmäßige Treffen mit Ausstellungen und Symposien, Studiengruppen, Bildungsförderung und Auszeichnungen gehören unter anderem dazu. Auf dem Annual Meeting und rund herum gibt es Medien- und Industriesymposien mit Vorträgen verschiedener renommierter Ärzte und Diabetologen, Präsentationen neuster Studienergebnisse, aber auch einen Ausstellungs- und Messeteil mit Ständen sämtlicher Pharmafirmen, die mit ihren Produkten einen Teil zur aktuellen Diabetestherapie beitragen.
Die Hauptthemen für mich in diesem Jahr waren:
-das FGM von Abbott
-mHealth
-mHealth
-Stichwort "Big Data"
-Stichwort "Kosten einsparen"
-"Personalized Diabetes Management" / Insulintherapieoptimierung
- Neue Erkenntnisse aus der Pumpentherapie (die mich mittlerweile sehr stark über Pumpen nachdenken lassen...)
Dazu wie erwähnt jetzt bald nach und nach mehr.
Ich werd mich jetzt nochmal hinlegen und mental auf noch ein paar spannende aufregende Tage jetzt übers Wochenende freuen. Auch darüber werde ich dann berichten!
An dieser Stelle schon einmal ein großes Danke an alle, die meinen EASD 2014 -Besuch möglich gemacht haben. Mehr dazu dann im Einzelnen zum jeweiligen Post.
An dieser Stelle schon einmal ein großes Danke an alle, die meinen EASD 2014 -Besuch möglich gemacht haben. Mehr dazu dann im Einzelnen zum jeweiligen Post.
Say tuned!
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Freitag, 12. September 2014
Hallo WIEN!
Moin zusammen!
Ich freue mich, denn ich fliege am kommenden Montag nach Wien.
In Wien findet nämlich dieses Jahr der alljährliche EASD (European Association for the Study of Diabetes) statt, und ich weiß noch genau, wie gerne ich letztes Jahr schon mit dabei gewesen wäre - dieses Jahr habe ich die Möglichkeit dazu bekommen - DANKE!
Ob ich den EASD direkt besuchen werde, weiß ich zwar noch nicht 100%ig, aber ich werde auf einigen Symposien und Events rund um den EASD vertreten sein. Ziel ist, viel Neues und Spannendes in Erfahrung zu bringen und im Nachhinein zu berichten. Mich ärgert es selbst immer, dass man von diversen Symposien, Messen, Vorträgen nicht viel mitbekommt, gerade in der heutigen Zeit. Ihr könnt euch also schon auf ein paar Berichte freuen! Auf dem Plan steht außerdem, die Lieben von mySugr endlich mal im Hauptquartier zu besuchen und mich zwischen all meinen Terminen hemmungslos durch Wien durchzufuttern - #icaneateverything! :) Ein paar andere tolle Diapeeps aus der #dedoc und viele internationale Dia-Blogger werden mit von der Partie sein und ich freue mich sehr auf eine gemeinsame Zeit, vor allem auch darauf, meinen Dia-Blogger-Horizont etwas erweitern zu können!
Sollte ich es schaffen, mir österreichisches mobiles Datennetz zu besorgen, wird auch live berichtet (auf Instagram @saytine, Twitter @saytine und Facebook) - ansonsten direkt aus dem Hotel und danach.
In diesem Sinne -
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Ich freue mich, denn ich fliege am kommenden Montag nach Wien.
In Wien findet nämlich dieses Jahr der alljährliche EASD (European Association for the Study of Diabetes) statt, und ich weiß noch genau, wie gerne ich letztes Jahr schon mit dabei gewesen wäre - dieses Jahr habe ich die Möglichkeit dazu bekommen - DANKE!
Ob ich den EASD direkt besuchen werde, weiß ich zwar noch nicht 100%ig, aber ich werde auf einigen Symposien und Events rund um den EASD vertreten sein. Ziel ist, viel Neues und Spannendes in Erfahrung zu bringen und im Nachhinein zu berichten. Mich ärgert es selbst immer, dass man von diversen Symposien, Messen, Vorträgen nicht viel mitbekommt, gerade in der heutigen Zeit. Ihr könnt euch also schon auf ein paar Berichte freuen! Auf dem Plan steht außerdem, die Lieben von mySugr endlich mal im Hauptquartier zu besuchen und mich zwischen all meinen Terminen hemmungslos durch Wien durchzufuttern - #icaneateverything! :) Ein paar andere tolle Diapeeps aus der #dedoc und viele internationale Dia-Blogger werden mit von der Partie sein und ich freue mich sehr auf eine gemeinsame Zeit, vor allem auch darauf, meinen Dia-Blogger-Horizont etwas erweitern zu können!
Sollte ich es schaffen, mir österreichisches mobiles Datennetz zu besorgen, wird auch live berichtet (auf Instagram @saytine, Twitter @saytine und Facebook) - ansonsten direkt aus dem Hotel und danach.
In diesem Sinne -
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