Sonntag, 16. November 2014

Immer wieder sonntags...

Moin allerseits!

Ich kann es kaum fassen, dass es schon wieder eine Woche her ist, seit dem ich in Hamburg war. Wieso vergeht die Zeit im Moment bitte so schnell? In zwei Wochen ist bereits der erste Advent. Oh je.
Am Freitag war mein zweiter Weltdiabetestag. Ich war mit ein paar Menschen am Donnerstag am Brandenburger Tor und hab mir das kleine Spektakel zum WDT angesehen und werde nächste Woche in Leipzig unterwegs sein.
Was macht ihr denn? Schon auf den ersten Weihnachtsmärkten unterwegs? Ich habe ja das Gefühl, dass es in Berlin nie früh genug losgehen kann. Seit mindestens zwei Wochen schon steht am Potsdamer Platz der Weihnachtsmarkt, bisher konnte ich mich noch zurückhalten. Dieses Jahr gibt es unter anderem auch einen japanischen Weihnachtsmarkt, den ich sicher besuchen werde.
Die nächsten Wochen werden kalt und stressig, und dazu kommt, dass ich es momentan sehr hasse zu spritzen. Es ist nicht so, dass ich mich weigern würde, weil ich keinen Bock habe, sondern eher so: Okay, ich könnte jetzt auch ne Pumpe haben und es wäre irgendwie cooler. Ich denke, ihr wisst wo es hinführt: Über kurz oder lang komme ich nicht daran vorbei.



|Gesehen| The Mind of a Chef
|Gelesen| Mails
|Gehört| Unknown Mortal Orchestra, ABC, Group of Four
|Gegessen| Thai, Vietnamesisch, Sandwiches, Gemüsesuppe mit Ingwer, Kekse
|Getrunken| Wasser, grünen Tee, Kaffee
|Getan| mit dem ZDF einen Beitrag zum Weltdiabetestag gedreht, Kekse gebacken, den Weltdiabetestag gefeiert
|Gedacht| Meine Gedanken kreisten in und um Hamburg
|Gefreut| dass der Beitrag so gut bei euch ankam
|Geärgert| darüber, dass ich noch keinen Wintermantel habe
|Gewünscht| alles kommt sowieso immer anders, als man denkt
|Gekauft| Essen
|Geklickt| Twitter


Nachgucken kann man den TV-Beitrag vom 14.11. bei ZDF Volle Kanne übrigens hier.

Bei Instagram (@saytine) könnt ihr mich auch immer durch meine Woche begleiten, ein Foto ist schneller gepostet :)
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zum WDT in Berlin

Sandwich-Baby


Mami, ich war im Fernsehen!


Freitag, 14. November 2014

#dedoc Blogparade: Hallo, ich bin Tine und ich feiere den #WDT!

Dieses Jahr zur #dedoc Blogparade zum Weltdiabetestag soll es um uns gehen, denn #WIR sind die #dedoc!
Es wird also persönlich heute.

Hallo, ich bin Tine!
Ich bin so vieles. Im Moment Studentin, Fotografin, Fotoredakteurin und Bloggerin. Außerdem bin ich 24 Jahre alt und wohne in Berlin, obwohl mein Kopf sich meistens über den Wolken in Hamburg befindet. Ich bin leidenschaftliche Köchin, backe unheimlich gerne und selbstverständlich esse ich für mein Leben gerne. Genuss ist mir ganz wichtig. Ich bin Social Media-Suchti und immer auf der Suche nach der perfekten Zimtschnecke. Ich bin kritisch, vermutlich bin ich auch meine allergrößste Kritikerin. Ich provoziere gerne. Aber irgendeiner muss diesen Job ja übernehmen. Ich bin leise, aber ich höre gut zu. Ich komme nicht an rotem Lippenstift vorbei. Ich laufe regelmäßig, am liebsten morgens, da ist die Luft noch so schön klar. Ich habe 10000 Baustellen und Probleme im Leben, wie man das eben so hat als heranwachsende junge Frau. Achso, und ich habe Diabetes Typ 1. Letztes Jahr im März kam die Diagnose, da war ich 22. Ich hatte die Symptome, nachdem ich im Herbst 2012 von NYC nach Berlin zurückkam, monatelang ignoriert oder besser: in mein Leben integriert. Inzwischen lebe ich froh und frei mit der Autoimmunkrankheit, nicht zuletzt dank dem Internet und der #dedoc. Es geht mir gut, ich habe hier mit dem Blog meinen eigenen Raum im Netz, in den ich meine Meinung und meine Erlebnisse hineinwerfen kann.

Heute zum Weltdiabetestag ist hier und überall sonst, wo sich Menschen online mit Diabetes vernetzen, viel los. Brauchen wir einen Tag für uns? Noch einen weiteren Tag im Jahr, an dem wir alle mit unseren Themen vollspammen können? Lasst es euch von einer Frau mit Diabetes sagen: JA. Wir wissen am Besten, wie die Realität aussieht. Was gemacht werden muss, wo dringend mehr diskutiert werden sollte. Wir brauchen diesen Tag, um zu zeigen, wie das echte Leben mit Diabetes aussieht. Wir müssen es nach draußen tragen: wie es uns wirklich geht, und warum das so ist. Wir können berichten, wie es uns nach einer schlimmen Hypo geht, wie scheiße es sich anfühlt, auch wenn wir danach wieder aussehen, als wäre nichts. Man sieht es uns nicht an, aber wir müssen davon erzählen. Damit die Menschen um uns herum wissen, was bei uns los ist. Damit sie wissen, dass wir nicht geheilt wären, wenn wir einfach unser Leben lang nur noch Salat essen würden. Damit man uns helfen kann, sollten wir uns nicht selbst helfen können. Damit unsere Ärzte wissen, dass eben nicht immer alles okay ist, obwohl wir in den 15 Minuten gegenüber von ihnen sitzen und lächeln.


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Weißt du, Frederick,...

Weißt du, Frederick, der Tag meiner Diagnose ist wie mein zweiter Geburtstag im Jahr. Und der heutige Weltdiabetestag ist ein weiterer wichtiger Tag, dem ich mich gerne annehme und den ich mit anderen Typ-1-Diabetikern zelebriere. Ein Tag, der genutzt werden soll, um die Gesellschaft weiter aufzuklären und Menschen zu danken, denen wir unser Leben zu verdanken haben.
Weißt du, Frederick, durch deine Neugier und dein großes Interesse für die Krankheit Diabetes Mellitus bist du nicht einfach nur der jüngste Medizinnobelpreisträger aller Zeiten geworden, nein, du hast dafür gesorg, dass wir alle weiterleben können. Du hast alles aufgegeben, um Tag und Nacht Versuche durchzuführen, wie ein Wahnsinniger auf der Suche nach diesem Hormon, welches den Blutzucker reguliert. Und das zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wow!
Weißt du, Frederick, wo ich ohne Insulin wäre? Nicht hier. Was würden mir meine Pens oder mein Messgerät ohne Insulin bringen? Nichts. Früher hätte ich mir darüber keine Gedanken gemacht. Aber so ist das ja immer: erst, wenn es einen selbst betrifft, denkt man mal drüber nach. Und genau deswegen müssen wir uns der Sache annehmen und gegen Stigmen und Vorurteile ankämpfen, informieren und uns vernetzwerken, denn gemeinsam können wir einiges erreichen.
Weißt du, Frederick, wenn ich dich heute treffen könnte, würde ich dir vermutlich nicht einmal wissenschaftliche Fragen stellen - ich wäre viel zu nervös. Ich würde dich zu einem gemeinsamen Blutzuckermessen auffordern und du würdest vermutlich gewinnen, weil du näher am Zielwert wärst, und dann würden wir lachen.
Weißt du, Frederick, ich wünsche mir, dass es auch weiterhin solche hartnäckigen Forscher wie dich gibt und geben wird. Forscher, die nicht aufhören zu suchen, bis sie Lösungen gefunden haben.




Frederick Banting war zu Beginn des 20. Jahrhunderts Arzt in Kanada. Er gilt zusammen mit Charles Best als Entdecker des Hormons Insulin. Er ist bis heute jüngster Medizinnobelpreisträger.

dbw