Freitag, 6. Januar 2017

Neues Jahr - alles anders?

Moin!

Ich habe lange überlegt, was ich in meinem ersten Post im neuen Jahr hier schreiben möchte. Und dann hab ich doch alles wieder umgeworfen. Der erste Text des Jahres wird also ein etwas unstrukturierter, aber wenn es euch interessiert, könnt ihr ja dran bleiben. Um was es heute gehen soll? Ich weiß es auch noch nicht so hundertprozentig.

Seid ihr denn gut ins neue Jahr gekommen? Ich war über die letzten und ersten Tage in Hamburg und bin diese Woche wieder in Berlin angekommen. Wobei... ankommen würde ich das noch nicht nennen. Ich hatte noch keinen erholsamen Schlaf im neuen Jahr und irgendwas ist komisch, ich kann aber noch nicht genau sagen, was. Oh, da fällt mir ein, ich muss mir grade mal eben einen neuen Sensor setzen. Moment bitte...
So, das ist schon besser. Weiter geht's.
2017. Neues Jahr, alles anders? Naja, ich glaube nicht. Denn das Leben hält sich ja oft gar nicht an Jahre, Wochen oder Tage. Dem Leben ist es halt einfach total egal, ob grade Mittwoch oder September ist. Von daher wird nicht automatisch alles anders, nur weil sich für uns die Jahreszahl geändert hat. Trotzdem wird 2017 ein spannendes Jahr werden, vor allem, weil es den Geschehnissen von 2016 folgt. Und das war schon ein absolut verrücktes Jahr.

In 2016 habe ich unglaublich viel gelernt. Über mich selbst, über andere Menschen, über meinen Diabetes, die Welt, Zusammenhänge. 

- Ich habe mich von einigen Menschen verabschiedet. Und das ist okay. Ich hab einfach nicht die Kraft, für Leute da zu sein, die das nicht wertschätzen können. BAM.
- Ich habe meine Diabetestherapie verbessert und meinen HbA1c senken können. Endlich. Das ist toll, aber auch ganz schön scheiße. Warum, bist du bescheuert?, denkt ihr vielleicht jetzt. Naja, ja, ein Bisschen vielleicht. Zumindest gebrandmarkt von einer schlankheitsbesessenen Welt. Wer sich nicht gut um seinen Diabetes kümmert, nimmt automatisch ab, ihr wisst warum, ich muss die zusammenhänge an dieser Stelle nicht nochmal erklären. Wer sich wieder besser um seinen Diabetes kümmert, nimmt dann schnell wieder die verlorenen Kilos zu. Warum, muss ich an dieser Stelle hoffentlich auch nicht erklären. Wenn ihr euch mit Diabetes auskennt und durch eine Diagnose gehen musstet, ist euch das vermutlich bekannt. Ansonsten gehe ich da an anderer Stelle nochmal drauf ein. Zunehmen fühlt sich selten gut an. Egal, wie sehr du dich mit dem Thema Body Positivity auseinandersetzt, wie gut du dich an manchen Tagen fühlst, wie sehr du mit deinen Freund*innen über das Thema sprichst - es fühlt sich scheiße an, wenn die Lieblingshose kneift. Und so toll das auch ist, dass mein HbA1c besser ist und ich mich um meine Gesundheit kümmere und alles besser wird, das alles ist am Ende ein großer, großer Haufen Scheiße fürs Gehirn und die Psyche. Danke Welt.
-Ich habe sehr viel an mir gearbeitet, vielleicht in diesem Jahr zum ersten Mal so aktiv wie nie. Und das war gut.
-Ich habe es geschafft, mich mit Dingen und Menschen zu umgeben, die mir gut tun.
-Ich habe endlich wieder mehr geschrieben, hier und auch an anderer Stelle. Nachdem 2015 ein richtig schlechtes Jahr für mich war (und man das überall gemerkt hat), ging es 2016 wieder langsam und allmählich mehr bergauf.
Trotzdem schreibe ich nach wie vor weniger, als in den ersten Jahren des Blogs. Woran das liegen könnte, habe ich mich sehr oft gefragt. Irgendwie hab ich das Gefühl, "wir" hier in der Community schreiben alle weniger, als zum Beispiel noch vor zwei Jahren. Schade ist es, keine Frage. Aber so wirklich erörtern wieso, das konnte ich noch nicht. Ist das der natürliche Verlauf eines Blogs? Gehen die Themen aus? Kommt der Alltag immer wieder dazwischen? Eins weiß ich: Ich würde gerne wieder mehr von euch, von uns lesen. Ich vermisse die Stimmung von damals und was sich hier online alles zusammenfand. Wo ist das die letzten Jahre hinverschwunden? Vielleicht habt ihr ja die eine oder andere Idee. Und habt ihr das ähnlich empfunden?

Ich habe noch so einiges anderes gelernt, zum Beispiel, wie man Palak Paneer kocht, aber das sprengt an dieser Stelle vielleicht den Rahmen. Stattdessen hoffe ich einfach, dass ihr auch einiges Neues gelernt habt im letzten Jahr, weil sonst wär's ja wirklich langweilig.

Ich lass das alles hier mal so stehen.
Bis bald! Dann auch wieder strukturierter, versprochen! x




Samstag, 31. Dezember 2016

DANKE!

DANKE!
Zum Schluss wollte ich natürlich auch nochmal danke sagen!

DANKE dafür, dass ihr meine Texte lest und mir eure wertvolle Zeit schenkt!
DANKE dafür, dass ihr mich jetzt schon seit Jahren begleitet oder mich dieses Jahr gefunden habt!
DANKE dafür, dass ihr hier oder auf meinen Social-Media-Kanälen dabei seid, kommentiert, diskutiert und Informationen teilt!
DANKE für ein tolles Diabetesjahr!
DANKE für all die Reisen, Events, Kongresse, Tagungen und Erlebnisse, die ich in diesem Jahr mit Diabetes antreten durfte!
DANKE für alle tollen Menschen mit oder ohne Diabetes, die auch in 2016 in meinem Leben waren und mich online und offline unterstützt haben!
DANKE für euren Support!
DANKE!

Ich bin dieses Jahr wirklich sehr dankbar und demütig. Dankbar dafür, dass ich lebe und atme, ein Dach über dem Kopf habe, immer genug zu essen und anzuziehen (manchmal sogar zu viel davon). Ich bin so dankbar für meine Liebsten (ihr wisst halt, wer ihr seid) und die Städte in denen ich leben darf, für meine Möglichkeiten und alles, was ich in diesem Jahr geschafft habe, mit Hilfe oder allein. Ich bin so dankbar für alles, was ich in diesem Jahr über mich und andere und die Welt gelernt habe.
Und das wünsche ich euch allen auch. Seid dankbar, stresst euch nicht allzu viel wegen des Diabetes (Stress wirkt sich negativ auf den Blutzucker aus), passt gut auf euch auf, habt euch lieb, umarmt eure Liebsten, solange sie bei euch sind, seid nett zueinander und redet mehr miteinander!


Auf ins nächste Jahr, hoffentlich wird es großartig!



Freitag, 30. Dezember 2016

Raus mit dir 2016 - jetzt ist wirklich Ende!

Moin zusammen!

Ich hoffe euch geht es allen ganz gut, ihr habt die Feiertage überstanden und fiebert, genauso wie ich, dem Jahreswechsel entgegen. Mann, oh mann, 2016 hatte es in sich, sowohl für meine persönliche Entwicklung, meine Therapie und mein Leben, als auch für die Leben meiner Liebsten und die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der gesamten Welt.
Vom ersten Tag an bis jetzt zum Ende hin wurde 2016 überflutet von schlechten Vibes und Nachrichten. Teilweise hat mich das alles ganz schön mitgenommen, und viele Tage dieses Jahres waren mit Tränen oder Wut gefüllt.
Aber 2016 hatte auch seine schönen Momente. Ich habe viel gesehen, erlebt, einen großen Teil meiner Zeit in die Heilung meiner eigenen Wunden gesteckt und erste Erfolge gesehen. 2016 war ein Jahr in dem ich enorm viel an mir selbst gearbeitet habe und arbeiten durfte. Das macht mich unwahrscheinlich dankbar. In diesem Jahr habe ich auch extrem viel über mich und andere und unsere Beziehungen zueinander gelernt. Ich habe gelernt, dass ich niemandem hinterherlaufen muss. Ich habe wieder gelernt mehr auf mich und meinen Körper zu hören und gut auf mich aufzupassen. Ich habe gelernt wirklich wertzuschätzen, was ich in meinem Leben habe.

Auch mit dem Diabetes und dem Blog gab es viel zu tun. Es war zwar Blogpostmäßig nach wie vor etwas stiller, aber nicht mehr ganz so still um mich wie 2015. Ich habe nun auch eine eigene Kolumne im Diabetes-Journal (KRASS, ODER?) und schreibe nach wie vor regelmäßig für die Blood Sugar Lounge. Ich trage seit Februar 2016 durchgehend Sensoren und arbeite endlich wieder eifrig an meiner Therapie.

Ich freue mich auf 2017. Auch wenn dieses Jahr einen fahlen Beigeschmack im Mund zurück lässt, bin ich trotzdem gespannt darauf, was da so kommen wird. Auf dass es ein besseres Jahr wird!

Was sonst in 2016 so rund um meinen Diabetes und den Blog passierte, das könnt ihr jetzt in meinem kleinen Insta-Jahresrückblick lesen und sehen:

JANUAR: Der Type 1 Day lud wieder zum gemeinsamen erleben nach Berlin ein. Ich kaufte mir Sensoren und wurde stolze Scannerin. Meine Tipps zum Tapen des Sensors habe ich damals hier niedergeschrieben.

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FEBRUAR: Im Februar habe ich über Nadeln und Nadellängen gesprochen und durfte mit Roche nach Mailand zum ATTD-Kongress fliegen, Pasta herstellen und alles zum Eversense-Sensor erfahren! Außerdem hat mir meine Krankenkasse die Übernahme der Sensoren genehmigt - ein extrem guter Start ins Diabetes-Jahr, oder?


MÄRZ: Im März habe ich den internationalen Frauentag mit viel Musik gefeiert. Auch stand mein dritter Diabetesgeburtstag an. Ich freue mich so sehr zu sehen, dass immer mehr von euch ihren Diaversary freudig feiern und das mit der Welt teilen! Außerdem bin ich einfach sehr dankbar dafür, dass ich ein Teil dieser Community sein darf! Über drei Jahre in der Diabetes-Online-Community hinterlassen ihre Spuren. Es ist ein Privileg, so viele Menschen mit Typ-1-Diabetes zu kennen und sich mit ihnen vernetzen zu können! Einige unterschätzen das etwas. So eine Community entsteht nicht von heute auf morgen. Sie wächst aus sich heraus und über sich hinaus. Wer das ausnutzt, zerstört es. Ich habe mich kurz zum Thema ungekennzeichnete Werbung geärgert. Außerdem durfte ich im März wieder teil des Social-Media-Dialoges von Roche in Bayern sein und flog zusammen mit myLife nach Rotterdam, wo wir die Stadt erkundeten und über Diabetes-Apps sprachen.



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APRIL: Im April habe ich meinen dritten Bloggeburtstag (24.3.) nachgefeiert und darüber nachgedacht, was ich durchs Bloggen alles gelernt habe (hint: ganz schön viel!). Außerdem war ich in einem meiner liebsten Freizeitparks Gast und habe Maultaschen to go gegessen.


MAI: Im Mai ging es für mich wieder zur Re:publica!

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JUNI: Im Juni war ich zur Fußballeuropameisterschaft zusammen mit diabetesDE auf der Fanmeile in Berlin unterwegs, um auf die Gefahren des Diabetes Typ 2 aufmerksam zu machen! Meine erste Kolumne wurde im Diabetes-Journal veröffentlicht! Ich schrieb darüber, warum wir nicht unbedingt Freunde sein müssen, nur weil wir beide Diabetes haben und wieso ich bewusstes Essen für sinnvoll halte. Außerdem verschlief ich dauernd Unterzuckerungen und es ging mir extrem auf die Nerven!

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JULI: Im Sommermonat Juli ging es für mich um Reisen und Musik. Ich besuchte zum ersten Mal ein Musikfestival mit Diabetes im Gepäck, habe Rihanna und Beyoncé gesehen. Im Vorfeld war ich extrem nervös deswegen. Außerdem bin ich endlich wieder regelmäßig gelaufen, was mir super gut tat. Ich hatte zum ersten mal eine riesengroße Wut gegenüber meines Diabetes und bemerkte, was in Extremsituationen wichtig ist: runterfahren, entspannen und sich selbst und seinen eigenen Fähigkeiten mehr vertrauen. Ich fragte euch: WAS WÄRE, WENN?

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AUGUST: Im August beschäftigte ich mich mit BE und KE, nahm zum ersten mal an einer Briefwahl teil und bereitete mich auf meine Reisen im September vor.


SEPTEMBER: Ein Hauptthema des Monats waren zufällige Begegnungen mit Menschen mit Diabetes überall in meiner Stadt. Im September hatte ich auch Geburtstag und reiste in dieser Woche nach Bologna, was sehr schön war. Außerdem markiert der September den Beginn des Diabetesherbstes und ich durfte zum EASD nach München reisen.


OKTOBER: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint: im Oktober sprach ich über 5 Kommentare, die wir Menschen mit chronischen Krankheiten nicht mehr hören können. Im Oktober fieberten wir außerdem gemeinsam dem Diabetesmonat November entgegen und ich schrieb über 9 Wege, wie wir den Diabetesmonat besonders gut nutzen können. Ich beschloss in Zukunft auf spätes Essen zu verzichten - meiner Kurve zuliebe! Außerdem hatte ich für diesen Monat meine EASD-Posts vorbereitet und zum ersten Mal auch Videos für euch gedreht.
EASD München Recap 1 + Video
10 Beobachtungen und Gedanken zum EASD
Passen wir Patienten überhaupt auf einen Fachkongress?
Interview mit Kaleido-Direktor Tim Oakes
EASD München - Diabetes-Zukunft: Alles App oder was? 
Im Oktober war ich auch wieder zu Gast bei der alljährlichen Diabetes-Charitygala in Berlin!


NOVEMBER: Im November drehte sich, wie eigentlich immer, alles auch um Diabetes. Nur irgendwie noch mehr. Der November ist nämlich der Diabetesmonat und am 14. findet jedes Jahr der Weltdiabetestag statt. Menschen in aller Welt nutzen diese Zeit, um auf Diabetes aufmerksam zu machen. Warum das wichtig ist, schrieb ich hier.

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DEZEMBER: Im Dezember habe ich es ruhiger angehen lassen. Der letzte Monat im Jahr gab mir nach all den Monaten ein Bisschen Kraft zurück. Ich habe Familie besucht und entspannt die Feiertage verbracht, bevor es im Januar dann hoffentlich mit mehr Kraft weitergehen kann.



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