Montag, 1. April 2013

I survived Paris!

Bonjour Welt!

Gestern Abend bin ich von 5 Tagen Paris wieder nach Hause gekommen.
Hatte vor dem Antritt der Reise etwas Panik, mit der zwei Wochen alten Diabetes zu verreisen. Aber, was soll ich sagen, es hat super geklappt.
Da wir im Apartement eine eigene Küche und viele Super- und Wochenmärkte drumrum hatten, konnten wir viel "zu Hause" kochen und essen und dementsprechend auch entspannt messen und spritzen.
Frühstück nahmen wir generell jeden Morgen im Apartement ein, es gab frisches Brot, Knäckebrot, Croissants und allerlei frischen Belag, mein Favorit war eine Kombination aus fruchtiger Feigenmarmelade und strengem Ziegenkäse. Lecker.
Den Tag über waren wir dann, viel zu Fuß, unterwegs in Paris. Mit dem Mittagessen wars da schon ein bisschen nerviger. Zum Beispiel gab es einmal frische Falafel im jüdischen Viertel, allerdings vom Straßenverkauf, und weit und breit keine Möglichkeit zu Sitzen.  Also musste kurzerhand zwischen zwei kleinen Straßen hockend der Blutzucker gemessen und dann im Stehen gespritzt werden. War mir nicht unangenehm, nur eben nicht so gemütlich und praktisch.
Allerdings sehr praktisch ist, dass es in manchen Supermärkten in Paris gleich Sitzplätze und Tische gibt, wo man fix seinen dort gekauften Lunch (Salat oder Sandwiches) verputzen kann. Das haben wir dann auch genutzt.
Abends gingen wir entweder in ein Restaurant oder kochten wieder in unserer Küche zu Hause. Also auch wieder sehr entspannt.
Da wir viel zu Fuß unterwegs waren, wirkte das Insulin oft besser und ich hatte meinen ersten Normalwert seit der Diagnose :) 95mg/dl!
Aber die nicht loslassende Angst zu unterzuckern war völlig unbegründet, da ich nie unter die 95mg/dl gekommen bin.
Ich habe in Paris auch wieder ein wenig mit Alkohol experimentiert, es gab Bier, Cidre und einen tollen Rotwein - aber nie kam ich zu gefährlichen Werten. Erfreulich!

Es entspannt mich wirklich enorm zu sehen, dass alles so gut funktioniert hat. Jetzt kommt noch Dresden und dann geht das Experiment "Diabetes und Studium" los!

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PS: Es piekst immer noch doll, wenn ich das Basal in den Oberschenkel spritze, und oft blutet es auch ein wenig. Und das, obwohl ich jetzt schon die Mini-4mm-Nadeln benutze! Auch am Bauch mit dem Bolus ist es alles andere als angenehm. Ich muss beim Spritzen die Luft anhalten, damit ich nicht zu doll mit der Spritze wackel und es dann wehtut oder sogar blutet. Falls jemand Tipps hat - her damit!

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