Freitag, 23. Oktober 2015

Wir müssen reden! -Aber ohne Worte.

Es ist immer noch Diabetes-Blog-Woche! Am heutigen Freitag werden wir zu einem kleinen Interview aufgerufen, welches nur mit Bildern beantwortet werden soll.

Los geht's! Ich hoffe, ihr versteht meine Bildsprache :D


1. Mein Gefühl / Gedanke bei meiner Diagnose?



















2. Wie fühle ich mich an einem Tag ohne Hypos und Hypers?



















3. Was du deinem Diabetes schon immer mal sagen wolltest!





















4. Wie glaube ich, nimmt mich mein Umfeld wahr ?



















5. Mein persönlicher “Diabetes Life Hack”





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Dienstag, 20. Oktober 2015

Was denkst du dazu, Zukunftstine?

Diabetes im Jahre 2025... Was könnte bis dahin anders, was gleich sein? Wie könnten die Entwicklungen aussehen, und wie unsere Community? Das ist heute das Thema in der Diabetes-Blog-Woche. Ich träume ja gerne, also mal schauen, wie ich mir die Zukunft mit meinem Diabetes vorstelle. Weg ist er dann jedenfalls bestimmt nicht.

Ich lege meine Hoffnung lieber in eine gute Therapie

Niemand hat mir bei meiner Diagnose etwas von Heilung versprochen. Ich las bereits von vielen von euch, die vor 10, 15 oder 20 Jahren die Diagnose Diabetes Mellitus Typ 1 erhalten haben, dass es wohl "damals" gang und gebe war, eine Heilung in naher Zukunft vorauszusagen. Heutzutage macht man das (glücklicherweise?) wohl nicht mehr. Versteht mich nicht falsch, ich wäre meinen Diabetes gerne los. Ich möchte nur meine Kraft lieber in meine echte Therapie und mich als echten Menschen investieren, als mir etwas vorzumachen. Denn von einer kompletten Heilung sind wir noch entfernt. Fakt ist: Weder Zimt noch Handauflegen wird uns von unserem "Schicksal" befreien.

Was soll denn dann im Jahre 2025 so anders sein? Ich würde gerne Verbesserungen in der Therapie sehen. Ich würde gerne erleben, wie mehr auf den Patienten als Individuum eingegangen werden kann. Wie individuelle Bedürfnisse in einem wirklich schnellen Tempo erkannt und befriedigt werden können. 

Verständnis und der Patient als Individuum

Ich erhoffe mir für die Zukunft mehr Verständnis von den Ärzten und Krankenkassen (Stichwort CGM, etc.), aber gleichzeitig auch informiertere und selbstständige Patienten in allen Reihen. Ein gegenseitiges Geben und Nehmen, das wär's. Außerdem hoffe ich, dass wir als Patienten weiterhin an der De-Stigmatisierung unserer Krankheit arbeiten. Dass sich niemand mehr auf der Toilette Insulin spritzen muss, weil er oder sie sich schämt. Dass bei einem Bewerbungsgespräch offen mit dem Arbeitgeber gesprochen werden kann, und er oder sie unsere Stärken sieht, aber auch fähig ist zu verstehen, was es bedeutet, Mensch mit Diabetes zu sein. Dass niemand von uns mehr mit blöden Sprüchen konfrontiert wird. Dass wir zu starken, selbstbewussten Menschen heranwachsen, die sich und ihre Krankheit so akzeptieren und respektieren, wie sie sind. Ich wünsche mir, dass unsere Community über die nächsten 10 Jahre ein selbstbewusster, zusammenhaltender Haufen wird, der gegenüber dem Rest der Welt, den Ärzten, den Pharmas, wirklich etwas zu sagen hat und wirklich wirklich mit in Entscheidungen einbezogen wird, weil alle merken werden, dass es verdammt nochmal höchst relevant ist, was aus den Köpfen der Patienten so sprießen kann. Ich wünsche mir, dass wir gemeinsam Projekte angehen und gemeinsam etwas bewegen können.

Ende der Durchsage.


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Montag, 19. Oktober 2015

1 + 1 = 2

Moin zusammen!

Für mich gab es dieses Jahr bisher nicht viele interessante oder spannende oder schöne Diabetes-Momente. Es war ein anstrengendes Jahr, und mein Diabetes musste deswegen gewaltig zurücktreten und bewegt sich auch immernoch sehr im Hintergrund, ich arbeite daran.
Weil jetzt aber Diabetesblogwoche ist und ich natürlich auch meinen Teil dazu beitragen möchte, will ich vielleicht auf einen Aspekt eingehen, der thematisch wohl auch ganz gut passen könnte.

Eins plus eins ist zwei und zusammen ist man weniger allein

Wie ihr wisst, bin ich oft und gerne in Hamburg. Dort treffe ich regelmäßig in unterschiedlichen Konstellationen auf absolute Lieblings-Menschen mit Diabetes, die mir auch dieses Jahr wieder besonders süße Diabetes-Momente bereitet haben, wo eigentlich nicht so viele waren. Diese Momente sind vielleicht auf den ersten Blick für euch gar nicht so besonders, aber für mich bedeuten sie sehr viel.

Da wäre zum einen meine Zeit mit Katharina von dem Blog Nerven aus Zuckerwatte. Wir sehen uns unregelmäßig, aber wenn, dann ist es immer sehr schön und intensiv. Ich genieße die Zeit mit Katharina sehr, weil sie sehr reflektiert ist, aber auch verträumt, und wie ich hat sie manchmal auch einen kleinen sympathischen Sprung in der Schüssel. Sie geht mit mir fettige vegane Burger essen und im Secondhandstore Platten kaufen, und ich gehe mit ihr in den Tierfachhandel, der immer einen sehr bestimmten Geruch hat, und versuche ihr beratend zur Seite zu stehen. Einmal sind wir zusammen nach Dänemark gefahren, haben den Wellen am Strand zugesehen und Milkshakes getrunken. Wir essen auch gerne Kuchen und, ach, eigentlich essen wir vieles gerne. Und wir lieben es zu backen. Diese Woche kommt Katharina zum ersten Mal zu mir in meine neue Wohnung, und natürlich werden wir die Chance nutzen und gemeinsam etwas backen. Und das finde ich sehr schön. Wir sprechen über vieles, auch fernab von Diabetes. Aber wir haben eben auch dieses Thema, dass uns beide ganz gleich berührt, ganz gleich, was sonst in unseren Leben passiert. Ich bin froh, Katharina zu kennen, denn sie erweitert meinen Blickwinkel.

Etwas, dass ich auch sehr genieße, sind die Mädelsabende mit Bente, Ilka und Lu. Obwohl wir alle Typ-1-Diabetikerinnen (?) sind, sind wir eben auch so vieles mehr. Und ich bin froh, diese drei Ladies in meinem Leben zu haben und mit ihnen Dinge zu tun, die eben andere Frauen in unserem Alter auch so tun, egal ob mit oder ohne Diabetes. Wir sind vier ganz ganz unterschiedliche Frauen, und es ist so spannend und aufregend zu sehen, was an so einem Abend alles passieren kann. Ich bin froh, dass wir uns kennen.

Ihr seht, für mich sind es dieses Mal die kleinen Momente, die ich mit anderen Menschen mit Diabetes teilen kann. Weil wir eben doch ein Bisschen anders sind, und das ein Außenstehender schwieriger verstehen kann. Weil es gut tut, auch wenn wir kein einziges Wort über unseren Diabetes verlieren. Die Community macht stark und zusammen sind wir weniger allein mit unserem Diabetes und lauter mit unseren Ideen und Forderungen. Ich bin sehr froh, dass ich euch alle da draußen kenne, die Leas, die Lenas, die Alekse, die Saschas, die Matthiasse, die Maxe, die Klaeuis, die Finns, die Steffis und Staeffs, und wer da draußen sonst noch so ist. Ihr erweitert meinen Horizont und bringt mich zum Nachdenken. Und auch, wenn wir alle nicht immer einer ganz gleichen Meinung sind, wollen wir am Ende doch einfach nur das Gleiche: Gemeinsam nicht einsam sein und Erfahrungen teilen. Deswegen sind wir doch erst hier gelandet, oder?


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