Samstag, 23. November 2019

Tag 23 - Entscheidungsmüdigkeit

Diesen Text tippe ich auf meinem Handy, während ich in Bad Homburg auf einer Bank sitze. Wer Fehler findet, darf sie behalten.

Was ist Entscheidungsmüdigkeit?

Ich halte mich kurz. Wer sich mehr für das Thema interessiert, wird online schnell viel dazu finden. Im Grunde definiert sich Entscheidungsmüdigkeit ganz einfach: Je mehr Entscheidungen ich im Verlauf eines Tages treffe, desto weniger bin ich in der Lage, mich noch mehr zu Entscheiden. Entscheidungsmüdigkeit, oder decision fatigue, wurde sogar bereits wissenschaftlich erforscht. Heraus kam unter anderem: Ja, Entscheidungen machen uns müde. Sie kosten uns ähnlich viel Kraft wie beispielsweise auch Sport oder andere körperliche Anstrengungen. Somit kostet uns jede einzelne Entscheidung einen Teil unserer Energie, die wir für einen Tag aufbringen können.

Euch kommt diese Entscheidungsmüdigkeit bestimmt auch bekannt vor. Ich kenne keine Zahlen, aber bin mir sehr sicher, dass so gut wie jede Person mit Diabetes das mindestens ein Mal erlebt hat. Letztens habe ich irgendwo gelesen, dass wir mit Diabetes durchschnittlich 180 Entscheidungen pro Tag mehr fällen müssen, als Menschen ohne Diabetes. Nur beim Lesen dieser Zahl steigt bereits dieses Gefühl der Müdigkeit in mir auf. Auch die Kampagne #sTr1peD, von der ich letztens berichtet habe, beschäftigt sich mit diesem Phänomen.

In meinem Text gestern habe ich auch schon über Entscheidungen und das stetige Lernen mit Diabetes geschrieben. Irgendwann ist das Maß erreicht. Aber was können wir tun, um nicht ständig diese Müdigkeit zu erreichen?

Mir hilft es, wie gestern, einfach Mal Fünfe gerade sein zu lassen und nicht bis in die Unendlichkeit meine Werte zu zerdenken. Das funktioniert aber mal mehr, mal weniger gut. Was hilft euch? Kennt ihr diese Entscheidungsmüdigkeit auch?

Bis morgen!

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